FUSSBALL
Hohkeppels Reserve verliert auch nach Trainerwechsel
Oberberg - Die Eintracht-Zweitvertretung unterliegt im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Jessy Muambay gegen Deutz II -Kirschsiepers Solotor reicht Wipperfürth nicht - Ersatzgeschwächter SVF gegen Bergfried Leverkusen früh auf verlorenem Posten - Last-Minute-Gegentor verhindert ersten Lindlarer Sieg (AKTUALISIERT).
SV Deutz 05 II – Eintracht Hohkeppel II 1:0 (1:0).
Die Hohkeppeler haben nach dem Neustart die fünfte Saisonniederlage hinnehmen müssen. Nach der Trennung von Trainer Jessy Muambay saß in Deutz Fadi Jfeily als Coach auf der Bank. Der 39-Jährige wird künftig Co-Trainer unter einem neuen Chefcoach, der voraussichtlich am Dienstag vorgestellt werden soll. Jfeily hatte bei seinem ersten Auftritt gleich mit einer großen Herausforderung zu kämpfen. Angesichts einer Flut von Ausfällen hatte der ehemalige Spieler der Hohkeppeler keinen Auswechselspieler auf der Bank.
Was allerdings besser funktionierte als in den vorangegangenen Duellen, in denen die Eintrachtreserve 17 Gegentore in drei Spielen kassierte, war die defensive Stabilität. „Die Mannschaften haben sich in der ersten Halbzeit neutralisiert. Wir kriegen dann einen Sonntagsschuss zum 0:1“, meinte er. Beim Führungstreffer der Deutzer stand Hohkeppels Torwart Rocco Zinnato zu weit vor dem eigenen Gehäuse, Can Grund erkannte die Situation und schoss den Ball aus rund 40 Metern über den Keeper hinweg in die Maschen (28.). Darüber hinaus war auf beiden Seiten nichts Gefährliches zu notieren.
[Die Hohkeppeler taten sich in der Offensive schwer, Chancen herauszuspielen.]
Nach dem Seitenwechsel mehrten sich die Abschlüsse, Gefahr kam aber zunächst nicht auf. Ein Schlenzer von Kölns Jan Deutz strich knapp am Torwinkel vorbei (50.), nach einer Ecke zielte Sajed Abdullah ebenfalls zu hoch (54.), ehe Hohkeppels Kaan Gözübüyük die erste echte Chance für die Gäste bekam. Seinen Schuss lenkte SVD-Keeper Leon Meurer mit den Fingerspitzen über die Querlatte (65.). Auf der Gegenseite schoss Abdullah das Rund aus acht Metern über den Kasten (80.), dann hatten die Hohkeppeler die beste Gelegenheit des zweiten Durchgangs. Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit scheiterte Kai Hense im Eins-gegen-Eins an SVD-Schlussmann Meurer, der glänzend parierte. Hohkeppels Kapitän Ali Elyaqine sah wegen wiederholten Foulspiels noch die Gelb-Rote Karte (90.+3).
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[Fadi Jfeily, ehemaliger Hohkeppeler Spieler, stand als Coach an der Seitenlinie und wird künftig Co-Trainer der Eintracht. Der Cheftrainer soll am Dienstag vorgestellt werden.]
„Wir haben in der zweiten Halbzeit versucht, höher zu pressen. Das ist uns teilweise gelungen, haben es aber meist nicht geschafft, den finalen Ball zur Torchance zu spielen. Am Ende haben wir noch zwei gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Aber ich bin stolz auf die Jungs. Die haben bis zur letzten Minute gekämpft“, bilanzierte Eintrachts Übungsleiter Fadi Jfeily. (thg)
Tore
1:0 Can Grund (28.).
Besonderes Vorkommnis
Gelb-Rot gegen Hohkeppels Ali Elyaqine (90.+3).
Eintracht Hohkeppel II
Rocco Zinnato; Luka Munetic, Oliwier Sicinski, Semi Paldir, Melih Özkan, Taha Taylan, Ali Elyaqine, Walter Famakinwa, Noah Becker, Kaan Gözübüyük, Kai Hense.
VfR Wipperfürth – FC Hürth II 1:2 (1:0).
Lange Zeit sah es so aus, als ob der VfR Wipperfürth den nächsten Dreier einfahren könnte, doch die Hürther Reserve schockte die Hausherren in der Schlussphase mit zwei Toren und besiegelte damit die dritte Saisonniederlage für die Hansestädter. „Uns sind am Ende einfach die Körner ausgegangen“, habe der Pokalfight gegen Jan Wellem Bergisch Gladbach am Mittwoch nebst Verlängerung und Elfmeterschießen zu viel Kraft gekostet, wie Trainer Norbert Scheider erläuterte. Zudem musste er kurzfristig auf einige Akteure verzichten, „weshalb wir von der Bank nicht so nachlegen konnten wie sonst.“
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[Kai Hense vergab in der Schlussphase die große Chance zum Ausgleich für die Zweitvertretung von Eintracht Hohkeppel.]
Im ersten Durchgang ging die Kontertaktik der Wipperfürther auf. Die Defensive ließ nichts zu, vorne zeigte man sich nach Umschaltaktionen. Das 1:0 resultierte aus einer schönen Einzelleistung von Sam Kirschsieper, der an der Mittellinie den Turbo zündete, mehrere Gegenspieler abschüttelte und von der Strafraumgrenze erfolgreich abschloss. Julian Dewald verpasste vor dem Seitenwechsel das 2:0.
Nach der Pause wurde relativ bald deutlich, dass sich die Akkus der VfR-Kicker im roten Bereich befinden. Als Spielverderber betätigte sich Hürths Joker Rick Dockweiler, der in der 74. Minute den Ausgleich erzielte und später auch zum 1:2 traf. Wael Majouj hatte den Ball geblockt, doch fiel er Dockweiler vor die Füße. Keeper Phil Schmidt war schon in die andere Ecke unterwegs und deshalb chancenlos. Anschließend warteten Scheider und Co. nach einem vermeintlichen Handspiel im Hürther Strafraum vergeblich auf einen Elfmeterpfiff. Die Querstange verhinderte den möglichen Ausgleich durch Raul Yorganci.
„Die Jungs haben alles reingeschmissen und auf dem Platz gelassen. Deshalb bin ich mit der Leistung auch zufrieden. Mit dem Ergebnis natürlich nicht. Das war einfach bitter. Wenn wir heute mehr Alternativen oder mehr Körner gehabt hätten, hätten wir das Spiel gewonnen“, meinte Scheider. (lo)
Tore
1:0 Sam Kirschsieper (26.), 1:1 Rick Dockweiler (74.), 1:2 Rick Dockweiler (86.).
VfR Wipperfürth
Phil Schmidt; Tille Andres, Wael Majouj, Luca Börsch, Eduard Koop, Mats Heinzemann, Marlon Burger, Niklas Jung, Julian Dewald, Sam Kirschsieper, Maximillian Müller (26. Raul Yorganci).
SV Bergfried Leverkusen - SV Frielingsdorf 4:0 (3:0).
Es geht in die falsche Richtung für den SV Frielingsdorf: Die 0:4-Niederlage gegen Bergfried Leverkusen war das vierte Spiel ohne Sieg in Folge für die Mannen vom Scheelbach, die in den ersten 20 Minuten völlig neben sich standen und drei schnelle Gegentore schlucken mussten. Die ausfallbedingten Wechsel in der Startformation wollte Trainer Andy Dreiner nicht als alleinigen Grund für den katastrophalen Auftakt gelten lassen. „Die fehlenden Spieler sind das eine, aber wir haben es auch nicht geschafft, mit aller Macht zu verteidigen. Mit 80 Prozent oder sogar ein bisschen weniger kannst du in Leverkusen nichts holen. Das ist ein starker Gegner, der in den letzten Wochen sehr gut performt hat“, verdeutlichte der Übungsleiter.
Besonders in der Offensive drückte bei den Gästen der Schuh, weshalb wie schon in der Vorsaison Louis Fliegner, der hier und da noch für die 3. Mannschaft aufläuft, in vorderster Spitze als Aushilfe einsprang. Für den kurzfristigen Einsatz war Dreiner dankbar, die Schlappe konnte aber auch Fliegner nicht verhindern, zumal die Frielingsdorfer keinerlei Durchschlagskraft entwickelten.
Seiner Unzufriedenheit machte der Coach in der Halbzeitpause Luft. Danach verbesserte sich der Auftritt des SVF, ohne dass eine Wende in Sichtweite war. Nach einem Standard stellte Bergfried den Endstand her. Die Rote Karte gegen Marvin Bieg in der Endphase der Partie verhagelte dem Trainer endgültig die Laune. Der Mittelfeldmann hatte sich zu einer verbalen Entgleisung hinreißen lassen, wobei Dreiner einschränkte: „Eine blöde Aktion, aber mit ein bisschen Fingerspitzengefühl kann man da Gelb zeigen.“ Zum dritten Mal in Folge kassierte Frielingsdorf einen Platzverweis.
„Wenn die Jungs wie heute unter ihren Möglichkeiten bleiben, sind wir in so einem Spiel chancenlos. Wir sind sehr geknickt und bedient, aber ab Dienstag schauen wir wieder nach vorne“, hofft Dreiner darauf, dass sich die Kadersituation bis zur nächsten Begegnung entspannt. Den angeschlagenen Philipp Schmidt musste er indes frühzeitig vom Feld nehmen. (lo)
Tore
1:0 Rene Rekus (12.), 2:0 Cedric Bergmann (13.), 3:0 Jan Fromke (19.), 4:0 Tobias Zahn (67.).
Besonderes Vorkommnis
Rot gegen den Frielingsdorfer Marvin Bieg (83. Unsportlichkeit).
SV Frielingsdorf
Leon Schmidtke; Kevin Ufer, Fabian Januszewski, Jon Langen, Jannis Everding, Etienne Parmentier, Marvin Bieg, Philipp Schmidt (65. Marvin Cortes), Lorenzo Provenzano (73. Daniel Okojie), Petros Kioutsoukis (57. Vincent Diewerge), Louis Fliegner.
Schwarz-Weiß Köln - TuS Lindlar 2:2 (1:1).
Haarscharf schrammte der TuS Lindlar am ersten Saisonerfolg vorbei: In der 90. Minute gelang den Gastgebern der Ausgleich zum 2:2. Vom Spielverlauf her „ein faires Ergebnis“, wie Marcel Besgen vom Trainerteam die Punkteteilung einordnete. „Aber wenn du kurz vor Schluss den Ausgleich kassierst, ist das natürlich bitter“, hätte er sich einen dreckigen Sieg gewünscht. So wartet der Aufsteiger als einzige Mannschaft in der Liga noch auf den Premierendreier.
Die Partie gegen Schwarz-Weiß wurde zu einer kurzweiligen Angelegenheit, weil auf beiden Seiten doch die eine oder andere Unzulänglichkeit zu erkennen war. Dadurch ergab sich hüben wie drüben eine Vielzahl an Gelegenheiten. „Es war ein wildes Spiel. Es hätte auch 5:5 oder 6:6 ausgehen können. Viele Chancen wurden nicht genutzt“, so Besgen. Die Kölner erwischten den besseren Start, lagen nach zehn Minuten mit 1:0 vorne. Die Lindlarer waren laut Besgen in den Zweikämpfen nicht präsent genug und standen von den Gegenspielern zu weit weg.
„Zum Ende der ersten Halbzeit wurde es dann besser“, sah Besgen eine Steigerung und mit dem Pausenpfiff den glücklichen Ausgleich. Ein Schwarz-Weiß-Kicker bugsierte eine Flanke von Marc Bruch ins eigene Netz. Nach dem Seitenwechsel wogte die Partie weiter hin und her. Den nächsten Punch setzten die Gäste in Person des eingewechselten Felix Lamers, der ein Bruch-Zuspiel verwertete. Auch dank der Paraden von Keeper Marco Bong blieb es bis in die „Crunchtime“ beim knappen Vorsprung, doch Rodolfo da Silva machte dem TuS noch einen Strich durch die Rechnung. (lo)
Tore
1:0 Marc Plug (10.), 1:1 (45.+3 Eigentor), 1:2 Felix Lamers (72.), 2:2 Rodolfo da Silva (90.).
TuS Lindlar
Marco Bong; Lukas Dappen (41. Gian Luca Wester), Simon Kahm, Felix Miebach, Monty Devern (80. Ervin Novakaj), Tim Lamers, Vesor Gashi, Marc Bruch (80. Kenan Sarvan), Jack Devern (64. Felix Lamers), Rinor Latifi, David Förster (90.+3 Simon Hoffmann).

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