FUSSBALL

Vierte Schlappe: Muambay und Hohkeppel gehen getrennte Wege

lo, thg; 27.09.2026, 21:50 Uhr
FUSSBALL

Vierte Schlappe: Muambay und Hohkeppel gehen getrennte Wege

lo, thg; 27.09.2026, 21:50 Uhr
Oberberg - Die Zweitvertretung von Eintracht Hohkeppel verliert auch gegen Bergfried Leverkusen, anschließend verkündet der Coach Jesse Muambay die Trennung vom Klub - SVF kassiert erste Niederlage und verliert Justin Ufer mit Rot - Wipperfürth fightet sich nach 0:2-Rückstand zum Sieg - Lindlar ergattert Premieren-Punkt (AKTUALISIERT).

Eintracht Hohkeppel II – SV Bergfried Leverkusen 0:3 (0:2).

 

Die Reise von Jessy Muambay mit der Zweitvertretung von Eintracht Hohkeppel hat ein schnelles Ende genommen. Nach der vierten Niederlage im fünften Saisonspiel einigten sich Trainer und Vorstand des Klubs einvernehmlich darauf, dass sich die Wege mit sofortiger Wirkung trennen. „Für mich endet das Kapitel Hohkeppel heute. Der Mannschaft habe ich das schon gleich nach dem Spiel mitgeteilt. Ich glaube, dass die Mannschaft einen neuen Impuls braucht und war mit dem Vorstand auch einer Meinung. Ich wünsche den Jungs viel Erfolg. Sie müssen dranbleiben und weitermachen“, erklärte der 38-Jährige.

 

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Einziger Lichtblick seit Saisonstart war der etwas überraschende 5:1-Erfolg gegen Jan Wellem Bergisch Gladbach, anschließend setzte es zwei 2:7-Pleiten gegen Schwarz-Weiß Köln und die SpVg. Rheindörfer Nord, ehe die Heimniederlage gegen Bergfried folgte. Dabei lief das Spiel schon früh in die falsche Richtung. Keine drei Minuten waren gespielt, da verpasste Kevin Sivakumar den Hohkeppelern die kalte Dusche. Die Eintracht hatte sich eigentlich vorgenommen, tief zu stehen und den Gegner kommen zu lassen – ohne Erfolg. Anschließend spielte der Gastgeber zwar munter mit und kam auch immer wieder nah ans gegnerische Gehäuse, vergab aber gute Chancen, den Ausgleich zu erzielen. Pablo Hempelmann-Perez - Leihgabe aus der 1. Mannschaft - brachte den Ball ebenso nicht im Tor unter wie Walter Famakinwa per Kopf. Mustafa Demirbag vergab nach einer Ecke. Zudem verschoss Hempelmann-Perez einen Foulelfmeter.

 

[Für Jesse Muambay endete die Reise mit der Zweitvertretung von Eintracht Hohkeppel bereits nach fünf Spieltagen. Nach der Heimniederlage gegen Bergfried Leverkusen einigten sich Trainer und Klub auf die Trennung.]

 

Nach einem Konter versetzte Erik Schmidt den Hausherren den nächsten Nackenschlag und es ging mit 0:2 in die Pause. Murat Ekmen, der den rotgesperrten Jessy Muambay als Coach vertrat, stellte das Team für den zweiten Durchgang deutlich offensiver auf und ließ die Mannschaft pressen. Hohkeppel hatte nun mehr vom Spiel, traf aber wieder das Tor nicht. Die beste Gelegenheit vergab Noah Becker, der am Pfosten scheiterte. Nach einem Foulspiel im Strafraum hieß es in Minute 70 Elfmeter für Bergfried. Torjäger Maik Maier verwandelte zum 3:0 und die Partie war entschieden. „Wir hatten unsere Möglichkeiten, aber es hat nicht gereicht. Es hat auch ein bisschen das Glück gefehlt“, meinte Muambay. (thg)

 

Tore

0:1 Kevin Sivakumar (3.), 0:2 Erik Schmidt (34.), 0:3 Maik Maier (70. Foulelfmeter).

 

Besonderes Vorkommnis

Hohkeppels Pablo Hempelmann-Perez verschießt einen Elfmeter (29).

 

Eintracht Hohkeppel II

Rocco Zinnato; Miran Agirbas (58. Jannis Papanikolaou), Dave Famakinwa, Walter Famakinwa, Melih Özkan, Taha Taylan (46. Ali Elyaqine), Kaan Gözübüyük (66. Oliwier Sicinski), Danny Michel (66. Semi Paldir), Mustafa Demirbag, Pablo Hempelmann-Perez (40. Noah Becker), Kai Hense.

 

 

SV Frielingsdorf – SpVg. Rheindörfer Nord 1:4 (0:4).

 

Am fünften Spieltag hat’s den SV Frielingsdorf erwischt. Gegen die SpVg. Rheindörfer Nord bezog die Equipe von Coach Andreas Dreiner seine erste Saisonpleite. Und die fiel deutlich aus: Bereits zur Pause hatten die Gäste mit vier Treffern für eine Vorentscheidung gesorgt, die ersten beiden Nackenschläge gab's in der absoluten Frühphase. „Wenn du gegen so eine starke Mannschaft schnell mit 0:2 zurückliegst, wird es sehr schwer. Rheindörfer hat eine Bombentruppe für die Bezirksliga“, erklärte SVF-Coach Andy Dreiner, der kurzfristig auf den verletzten Stammkeeper Lukas Borkes verzichten musste.

 

Dessen Vertreter Leon Schmidtke erledigte seinen Job ohne Tadel, war bei den Einschlägen allerdings machtlos. „Wir hatten in der ersten Halbzeit keinen richtigen Zugriff, haben es aber teilweise fußballerisch gar nicht schlecht gemacht“, musste Dreiner in der Pause psychologische Aufbauhilfe leisten. „Ich habe den Jungs gesagt, dass es im Fußball nicht immer nur bergauf geht. So eine Halbzeit kann passieren. Wichtig ist dann, erhobenen Hauptes in die zweite Hälfte zu gehen. Da hat es die Mannschaft auch gut gemacht“, so Dreiner.

 

Justin Ufer gelang eine Ergebniskorrektur, wurde jedoch in der Nachspielzeit zur tragischen Figur, als der Schiedsrichter ein Nachtreten des Offensivakteurs erkannt haben wollte und ihm die Rote Karte zeigte. Damit war es endgültig ein gebrauchter Nachmittag für Dreiner und Co. „Mit dem 1:4 gegen einen starken Gegner kann ich leben, doch der Platzverweis tut uns richtig weh“, sagte Dreiner, der die Niederlage zum Teil auch auf seine Kappe nahm. „Vielleicht waren heute nicht alle Entscheidungen von mir richtig.“ (lo)        

 

Tore

0:1 Markus Lehmann (2.), 0:2 Markus Lehmann (8.), 0:3 Georg Sakri (34.), 0:4 Manuel Montag (44.), 1:4 Justin Ufer (66.).

 

Besonderes Vorkommnis

Rot gegen den Frielingsdorfer Justin Ufer (90.+2 Nachtreten).

 

SV Frielingsdorf

Leon Schmidtke; Kevin Ufer, Fabian Januszewski, Frederik Orbach, Jonathan Schmidt, Etienne Parmentier, Marvin Bieg (82. Maurice Häger), Philipp Schmidt (70. Petros Kioutsoukis), Lorenzo Provenzano (67. Laurin Schenk), Daniel Okojie, Justin Ufer.

 

 

SC Weiler-Volkhoven - VfR Wipperfürth 3:4 (2:0).

 

Nach einem verrückten Spielverlauf sicherte sich der VfR Wipperfürth im Duell gegen den hochgehandelten Mitaufsteiger SC Weiler-Volkhoven einen hart erkämpften Dreier. Nach einer Viertelstunde sah alles nach der dritten Pleite in Folge für die Hansestädter aus: Niko Kuhn hatte schon nach wenigen Sekunden für die Hausherren eingenetzt, als die VfR-Abwehr inklusive Schlussmann Phil Schmidt noch im „kollektiven Vollschlaf“ (Trainer Norbert Scheider) war. Dominik Knauer erhöhte für die Kölner auf 2:0. „Der Gegner ist sehr spielstark und hat uns teilweise vorgeführt“, war Scheider mit dem anfänglichen Auftreten der Seinen überhaupt nicht zufrieden. Zu allem Überfluss musste er Faruk Tokay verletzungsbedingt früh herunternehmen. Für ihn kam der ebenfalls angeschlagene Mats Heinzemann. 

 

„Wir konnten froh sein, dass Weiler-Volkhoven nicht noch mehr Tore geschossen hat. Zum Teil, weil sie vielleicht etwas zu ballverliebt waren“, retteten sich die Wipperfürther laut Scheider mit 0:2 in die Pause und sortierten sich erst einmal neu. Und siehe da: Plötzlich fanden die Domstädter keine Anspielstationen mehr und das Momentum kippte. Der VfR stellte in dieser Phase seine Qualitäten im Umschaltspiel unter Beweis. „Da haben wir die Konter so ausgespielt, wie wir uns das vorgenommen hatten“, so Scheider.

 

Julian Dewald, Sam Kirschsieper, Marlon Burger und Maximilian Müller nutzten die sich bietenden Chancen beinahe mit einer 100-prozentigen Quote und drehten den Rückstand um. Zwischendurch hatte sich ein SC-Akteur wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte eingehandelt. In der Schlussphase wurde der Druck von Weiler-Volkhoven wieder größer, doch Wipperfürth verteidigte mit Mann und Maus und hatte in Phil Schmidt einen überragenden Rückhalt. Mehr als der Anschlusstreffer sollte nicht fallen. „Das war ein dreckiger Sieg, dank großer Effektivität in der Offensive und aufopferungsvollem Kampf in der Defensive“, hob Scheider zudem die Einwechselspieler hervor, „die alle sofort gezündet haben.“            

 

Tore

1:0 Niko Kuhn (1.), 2:0 Dominik Knauer (14.), 2:1 Julian Dewald (59.), 2:2 Sam Kirschsieper (65.), 2:3 Marlon Burger (83.), 2:4 Maximilian Müller (85.), 3:4 Marco Bramer (89.).

 

Besonderes Vorkommnis

Gelb-Rot gegen SC-Akteur Simon von der Linden (66.).

 

VfR Wipperfürth

Phil Schmidt; Enrico Meierle, Wael Majouj, Faruk Tokay (16. Mats Heinzemann/71. Niklas Jung), Felix Schymatzek, Luca Börsch,  Marlon Burger, Sam Kirschsieper (85. Tim Kemmerich), Julian Dewald (67. Luis Zapp), Enrico Januschewski (46. Maximilian Müller), Raul Yorganci.

 

 

TuS Lindlar – TV Hoffnungsthal 2:2 (1:0).

 

Gegen den ausgezeichneten in die Saison gestarteten TV Hoffnungsthal verbuchte der TuS Lindlar den ersten Punktgewinn in dieser Spielzeit. Angesichts einer zweimaligen Führung stufte Marcel Besgen aus dem Trainerteam des TuS das Resultat zwar als „ein bisschen bitter“ ein, letztlich nehme man den Zähler aber gerne mit, zumal die Gäste zweifellos nicht als Laufkundschaft zu bezeichnen sind. Die Führung für die Hausherren ging auf das Konto von David Förster, gegen die spielstarken Gäste hielten die Lindlarer anschließend mit Leidenschaft dagegen.

 

„Klar hatte Hoffnungsthal mehr Ballbesitz, trotz der einen oder anderen gefährlichen Situation aber auch Probleme, gegen uns durchzukommen“, schilderte Besgen. Dass es mit einer knappen Führung in die Kabinen ging, war Goalie Simon Schreiner zu verdanken, der kurz vor dem Pausenpfiff mit einem Monsterreflex den Ausgleich verhinderte. Unmittelbar nach Wiederbeginn war es aber doch so weit: Jeffrey Eshun konnte für den TVH egalisieren, bevor sich aus Sicht der Lindlarer zwei strittige Situationen ereigneten.

 

Rinor Latifi hatte außerhalb des Strafraums den herausgeeilten TVH-Keeper schon umkurvt, ehe er von diesem von den Beinen geholt wurde. Weil sich zwei Feldspieler in der Nähe befanden, beließ es der Unparteiische bei einer Verwarnung für den Torhüter, der sich nach Meinung von Besgen über eine andere Kartenfarbe nicht hätte beschweren dürfen. In der zweiten Szene wurde Felix Lamers an der Sechszehnerkante gefoult. Wie Besgen erklärte, hatte der Assistent den Tatort auf der Linie gesehen, wurde jedoch vom Hauptschiedsrichter überstimmt. So gab es lediglich Freistoß.          

 

Ungeachtet dessen traf Simon Kahm nach einer Ecke zum 2:1, die Hoffnungsthaler glichen aber wenig später zum zweiten Mal aus. Dabei blieb es bis zum Abpfiff. „Am Ende ein gerechtes Unentschieden“, fand Besgen.       

 

Tore

1:0 David Förster (14.), 1:1 Jeffrey Eshun (48.), 2:1 Simon Kahm (67.), 2:2 Simon Abrahams (71.).

 

TuS Lindlar

Simon Schreiner; Lukas Dappen (78. Felix Eiting), Simon Kahm, Felix Miebach, Monty Devern (46. Gian Luca Wester), Tim Lamers, Marc Bruch, Vesor Gashi, Jack Devern (46. Felix Lamers), Rinor Latifi, David Förster (79. Simon Hoffmann).

 

Tabelle und Ergebnisse Bezirksliga

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