FUSSBALL
Nach Sieg im Gipfeltreffen: Schönenbach bejubelt den Landesliga-Aufstieg
Oberberg - Der SV Schönenbach steht als Bezirksliga-Meister fest und sichert sich zum ersten Mal in der Klubgeschichte das Ticket für die Landesliga - Frielingsdorf gewinnt nach 0:2-Rückstand. (AKTUALISIERT)
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SV Schönenbach – DJK Südwest Köln 4:1 (3:1).
Die Schönenbacher sind am Ziel ihrer Träume angekommen. Einen Spieltag vor dem Saisonende hat das Team den Meistertitel und damit auch den Aufstieg in die Landesliga in trockene Tücher gebracht. Schon einige Minuten vor dem Ende wurde die Meistertrikots verteilt, nach dem Abpfiff kreisten die Siegerzigarren. Schönenbachs Sportlicher Leiter, Matthias Siebertz, war die Genugtuung anzumerken: „Alles, was ich dazu zu sagen habe, steht auf dem T-Shirt“, meinte Siebertz. „Ihr habt gezweifelt, wir haben geliefert“, stand dort auf dem Rücken. „Was ich alles gehört habe, dass der Kader zu klein und andere Dinge. Die Mannschaft hat heute nochmal eine Topleistung gezeigt. Ich denke, ich habe mich ja selbst diskreditiert, indem ich Wolfgang Müller für die letzten Spiele geholt habe, aber viermal angetreten, viermal gewonnen. Die Entscheidung kann also nicht so schlecht gewesen sein“, sah er sich bestätigt.
Den letzten Schritt gingen die Schönenbacher mehr als überzeugend. Keine drei Minuten waren gespielt, als Niels Smuda eine Ecke schlug und Davin Dresbach per Kopf den Führungstreffer erzielte. Nur sechs Minuten später zirkelte Dresbach von der rechten Außenbahn eine scharfe Hereingabe in die Mitte, wo Umut Kizilyar goldrichtig stand und zum 2:0 verwandelte (9.). Von nun an kontrollierten die Schönenbacher das Geschehen auf dem Platz, attackierten den Gast allerdings weiterhin frühzeitig. Torchancen blieben zunächst aus, ehe die Kölner zum Zug kamen. Nach einem steilen Pass die Außenbahn entlang landete eine flache Flanke am Fünfereck. Schönenbachs Torwart Frederic rutschte beim Herauslaufen aus und kam gegen Hendrik Graf zu spät (34.). Doch noch vor der Pause korrigierten die Gastgeber das Gegentor. Nach einem Einwurf zog Berkan Durdu aus rund 20 Metern ab und der Ball schlug unhaltbar zum 3:1 im Torwinkel ein (45.).
Auch nach dem Seitenwechsel dominierten die Hausherren das Geschehen auf dem Platz. Niklas Jung (47.), Elham Isakoski (50.) und Niels Smuda (70.) blieben bei ihren Abschlüssen jedoch glücklos, dann sorgte der eingewechselte Gabriel Pavic für die Entscheidung (71.). „Am Ende des Tages hat es die Mannschaft verdient, aufzusteigen. Wir haben es endlich geschafft. Nach vier Jahren Bezirksliga. Ich freue mich auf die Landesliga. Auf Derbys mit Wiehl und Nümbrecht. Ich glaube, der ganze Verein hat es verdient, aufzusteigen, auch wenn immer behauptet wurde, dass wir eine Geldtruppe sind. Da sollen alle erstmal vor der eigenen Haustüre kehren, dann können sie das bei uns auch machen. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie stolz ich auf die Mannschaft bin. Wir gehen als Bezirksligameister hoch. Das ist das, was ich mir gewünscht habe. Am Anfang der Saison gab es nur einen, der daran geglaubt hat, dass wir aufsteigen können. Und das war ich“, war Sportchef Siebertz begeistert.
Für Trainer Wolfgang Müller war es eine kurze und eine erfolgreiche Reise mit den Schönenbachern. Er wird nach der Sommerpause, wie geplant, sein Amt bei den Sportfreunden Troisdorf antreten. „Die Arbeit, die wir zu verrichten hatten, war sehr hart. Wir mussten ja von null auf hundert kommen und gegen Heiligenhaus gewinnen. Da haben wir eine schlechte erste Halbzeit gespielt und uns dann gesteigert und noch gewonnen. Erst in der Folgewoche konnten wir am Mindset der Mannschaft arbeiten und an taktischen Dingen ein wenig verändern. Mit dem Spiel gegen Rheindörfer haben wir für uns schon die Richtung vorgegeben und hatten dann ein sauschweres Spiel in Deutz gegen einen sehr starken Gegner und gegen die Hitze und haben das mit hoher Disziplin gewonnen. Das was wir uns vom Matchplan vorgenommen haben, ist voll aufgegangen, genau wie heute auch. Ich freu mich für die Truppe“, nahm Müller das erfolgreiche Abschneiden sachlich zur Kenntnis. (thg)
Tore
1:0 Davin Dresbach (3.), 2:0 Umut Kizilyar (9.), 2:1 Hendrik Graf (34.), 3:1 Berkan Durdu (43.), 4:1 Gabriel Pavic (71.).
SV Schönenbach
Frederic Löhe; Jordi Scherbaum (90. Emre Bodur), Meikel Harder, Sven Wurm, Niels Smuda, Mohamed Loum (82. Delord Unzola), Davin Dresbach, Elham Isakoski, Niklas Jung (62. Gabriel Pavic), Berkan Durdu (82. Bakary Conde), Umut Kizilyar.
FC Rheinsüd Köln - SV Frielingsdorf 2:3 (2:1).
Die Erfolgsserie des SV Frielingsdorf geht weiter: Der Aufsteiger setzte sich trotz eines 0:2-Rückstands gegen den FC Rheinsüd Köln durch, knackte damit die intern gesetzte Marke von 43 Punkten und hat – aufgrund des hervorragenden Torverhältnisses – einen einstelligen Tabellenplatz sicher. Theoretisch könnte man am letzten Spieltag noch den heutigen Gegner abfangen und die Spielzeit als Sechster beenden. „Mit der Saison können wir super zufrieden sein. Alles, was jetzt noch kommt, wäre on top“, meinte Co-Trainer Thomas Kaiser, der heute den abwesenden Chefcoach Andy Dreiner an der Seitenlinie vertrat.
Die Gäste erwischten einen Fehlstart und liefen einem 0:2-Rückstand hinterher. „Wir hatten am Anfang Probleme, eine gute Zuteilung zu finden“, erklärte Kaiser, dessen Schützlinge sich aber von dem frühen Schock erholten und vor dem Seitenwechsel zum Anschluss kamen: Nach Vorarbeit von Leon Dema markierte Niklas Yegin das 2:1 – der Startschuss für die Aufholjagd. In der zweiten Halbzeit gelang Innenverteidiger Jon Langen im Anschluss an eine Flanke von Leon Dema per Kopf das 2:2 und Philipp Schmidt erzielte auf Vorlage des eingewechselten Felix Krüger, der zuvor von Kevin Ufer in Szene gesetzt worden war, den Siegtreffer.
„Die Jungs hatten trotz des Rückstands eine gute Ruhe am Ball“, freute sich Kaiser über die Leistungssteigerung ab der 20. Minute, die den Frielingsdorfern die nächsten drei Punkte einbrachte. (lo)
Tore
1:0 Eray Yapar (7.), 2:0 Yann Nguemo (14.), 2:1 Niklas Yegin (37.), 2:2 Jon Langen (76.), 2:3 Philipp Schmidt (79.).
SV Frielingsdorf
Lukas Borkes; Kevin Ufer, Jon Langen, Frederik Orbach (75. Niklas Grumann), Jonathan Schmidt, Marvin Bieg, Marvin Cortes (63. Norman Lemke), Philipp Schmidt, Justin Ufer, Leon Dema, Niklas Yegin (72. Felix Krüger).