FUSSBALL
Trotz Pokalwoche keine müden Beine
Lindlar – Eintracht Hohkeppel will den dritten Sieg der englischen Woche – Hennef darf nicht auf einen müden Gegner hoffen.
Von Thomas Giesen
FC Hennef – Eintracht Hohkeppel (Sonntag, 15 Uhr).
Hinspiel: 1:4.
Es fehlen: Finn Bauens, Gjastin Nrejaj.
Die Hohkeppeler haben einen perfekten Start ins Jahr hingelegt. Zunächst bezwang man zum Rückrundenauftakt den Mitkonkurrenten um den Meistertitel, VfL Vichttal einigermaßen souverän mit 3:0 und löste anschließend die Pflichtaufgabe im Mittelrheinpokal gegen den Bezirksligisten Jan Wellem mit einem klaren 6:1-Sieg. Dass die englische Woche, gleich nach dem Ende der Vorbereitung, für schwere Beine sorgen könnte, glaubt Hohkeppels Trainer Abdullah Keseroglu nicht: „So ein Spiel in der Woche kostet immer Körner. Aber wir konnten fünfmal wechseln. Ich sehe für Sonntag überhaupt keine Probleme. Wir haben eine sehr fitte Mannschaft und leisten gute Arbeit bei der Belastungssteuerung. Die Spieler gehen außerhalb des Platzes auch verantwortungsbewusst mit ihrem Körper um. Da habe ich das vollste Vertrauen“, zerstreut Keseroglu etwaige Hoffnungen des nächsten Gastgebers, vielleicht auf müde Hohkeppeler zu treffen.
Dass auch die Hennefer bereits in guter Frühform sind, demonstrierten sie beim Rückrundenauftakt mit einem 2:1-Auswärtserfolg gegen den TuS Königsdorf mit dem sich die Mannschaft ein wenig Luft von der Abstiegszone verschaffte. Mit acht Zählern Vorsprung auf Teutonia Weiden steht das Team von Trainer Nils Teixeira einen Rang über dem Strich. „Nils war in Hohkeppel mein Spieler. Jetzt ist er ein sehr ehrgeiziger und akribisch arbeitender Trainer. Sie haben keine überzeugende Hinrunde gespielt, aber ich finde, dass sie eine gute Mannschaft haben. Sehr jung, aber auch mit erfahrenen Spielern“, sagt Keseroglu, der mit dem Rechtsverteidiger bei seinem ersten Engagement bei der Eintracht zusammenarbeitete. Texeira verließ die Hohkeppeler in der Winterpause 2024/2025 im Zuge der zunehmenden Professionalisierung der Eintracht, die in der Regionalligarückrunde die Trainingszeiten vom Abend in die Mittagszeit verlegte.
„Sie spielen einen mutigen Fußball. Das ist ein Team, dass sehr aktiv ist und nicht abwartend spielt. Sie stecken noch immer im Abstiegskampf, auch wenn die Lage aktuell nicht mehr so kritisch ist“, erklärt Keseroglu, auf was man sich gefasst machen müsse. Die personelle Lage bei den Hohkeppelern ist weiterhin gut. Lediglich Gjastin Nrejaj ist verletzt, Finn Bauens sitzt nach seiner gelb-roten Karte ein Spiel Sperre ab. Einen Platzverweis gab es auch bei den Hennefern zum Auftakt. Lukas Kubek sah in der Schlussphase gegen Königsdorf die Rote Karte.