FUSSBALL
„Nehmen die Vorfälle sehr ernst“: Jugendausschuss verurteilt Gewalt bei U19-Pokalspiel
Oberberg - Bei der U19-Pokalpartie zwischen dem VfR Wipperfürth und dem TuS Untereschbach ist es in der vergangenen Woche offenbar zu einer Gewalteskalation gekommen - Der Kreis-Jugendausschussvorsitzende Thomas Engelberth äußert sich ausführlich zu dem Vorfall, der nun vom Kreisjugendsportgericht geprüft und bewertet wird.
Beim U19-Pokalspiel zwischen dem VfR Wipperfürth und dem TuS Untereschbach am vergangenen Dienstag ist es offenbar zu einer Gewalteskalation gekommen. Dies bestätigte der Kreisjugendausschussvorsitzende Thomas Engelberth auf Nachfrage unserer Zeitung.
„Der Kreisjugendausschuss Berg wurde am Dienstagabend über erhebliche Vorfälle im Zusammenhang mit dem genannten Jugendspiel informiert. Nach den bislang vorliegenden Informationen waren daran sowohl Spieler als auch Zuschauer beteiligt“, nehme man die Vorfälle laut Engelberth sehr ernst. Weiter erklärte er: „Nach Auswertung des Spielberichts des Schiedsrichters sowie verschiedener bereits eingegangener Stellungnahmen soll es in der Halbzeitpause zunächst zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Spielern gekommen sein. Im weiteren Verlauf soll sich daraus ein größerer Tumult entwickelt haben, an dem nach den bisherigen Schilderungen mindestens 30 Personen, darunter Spieler und Zuschauer, beteiligt gewesen sein sollen.“
Laut Engelberth soll während der Auseinandersetzung ein Spieler des TuS Untereschbach körperlich angegriffen und verletzt worden sein. „Nach den vorliegenden Informationen musste der Spieler aufgrund seiner Verletzungen mit einem Rettungswagen abtransportiert und medizinisch behandelt werden“, berichtete der Ausschussvorsitzende.
Aus dem im DfBnet veröffentlichten Spielbericht geht hervor, dass drei Wipperfürther Spieler vom Schiedsrichter in der 45. Minute jeweils mit einer Roten Karte bestraft wurden. Abgebrochen wurde die Partie nach den Vorfällen nicht. Dies geschah erst im Verlauf der zweiten Halbzeit, wohl weil die Hausherren nicht mehr genügend Spieler auf dem Platz hatten, um das Spiel fortzusetzen. Zu diesem Zeitpunkt stand es 10:0 für die Untereschbacher, dessen Vorstand ein Statement zu den Vorkommnissen abgegeben hat (liegt der Redaktion vor). Dort ist die Rede davon, dass der betroffene Spieler Gesichtsfrakturen erlitten habe. Nach OA-Informationen war auch die Polizei zum Sportplatz in Wipperfürth gerufen worden.
Der VfR Wipperfürth hat seine A-Jugendmannschaft inzwischen vom Spielbetrieb in der Leistungsstaffel abgemeldet. Dies bestätigte der Verein auf seiner Homepage, ohne näher auf die Gründe einzugehen.
Engelberth macht derweil klar: „Der Kreisjugendausschuss Berg verurteilt jegliche Form von Gewalt und Ausschreitungen im Jugendfußball ausdrücklich. Derartige Vorfälle haben auf und neben dem Fußballplatz nichts zu suchen. Gerade im Jugendbereich tragen Spieler, Trainer, Verantwortliche, Eltern und Zuschauer eine besondere Verantwortung für einen respektvollen und gewaltfreien Umgang miteinander.“
Der Vorgang sei am Freitagmorgen an das zuständige Jugendsportgericht abgegeben worden. Das Gericht werde den Sachverhalt nun im Rahmen des sportgerichtlichen Verfahrens prüfen und bewerten.
„Der Kreisjugendausschuss Berg wird die Aufklärung des Vorgangs im Rahmen seiner Zuständigkeiten und Möglichkeiten unterstützen“, bittet Engelberth darum, das laufende Verfahren nicht durch weitere öffentliche Stellungnahmen oder gegenseitige Schuldzuweisungen zu beeinflussen. „Insbesondere bitten wir alle Beteiligten darum, keine unbestätigten Darstellungen oder persönlichen Bewertungen über soziale Medien zu verbreiten“, appelliert der Vorsitzende und fügt abschließend hinzu: „Es ist wichtig, dass zunächst alle vorliegenden Informationen und Stellungnahmen geprüft werden und das zuständige Jugendsportgericht den Sachverhalt abschließend bewertet. Bis zum Abschluss des Verfahrens wird der Kreisjugendausschuss Berg daher keine weiteren Einzelheiten zu den Vorfällen veröffentlichen. Wir erwarten von allen Beteiligten einen verantwortungsvollen Umgang mit der Situation und insbesondere mit den betroffenen Jugendlichen.“