BLAULICHT
Verfahren gegen Ex-Bürgermeister Hilko Redenius ist eingestellt
Nümbrecht – Staatsanwaltschaft ermittelte, stellte das Verfahren aber mangels Tatverdacht ein – „Kein strafrechtliches Verhalten erkennbar.“
Von Lars Weber
Endgültig vom Tisch ist das Verfahren gegen den ehemaligen Nümbrechter Bürgermeister Hilko Redenius. Wie die Staatsanwaltschaft Bonn auf OA-Nachfrage mitteilte, wurde es mangels Tatverdacht eingestellt. Auch eine Beschwerde dazu seitens der Kanzlei, die die Strafanzeige ursprünglich eingereicht hatte, sei inzwischen zurückgenommen worden. Damit kann die Sache zu den Akten gelegt werden.
Das Rechtsanwaltsbüro Rellecke, Weiner & Kollegen hatte im September 2025 für seinen Mandanten Dr. Hartmut Beckmann aus Solingen bei der Staatsanwaltschaft die Strafanzeige gegen Redenius eingereicht. Die Tatvorwürfe: Untreue und Insolvenzverschleppung, beides im Zusammenhang mit der Gemeindetochter, der Anton-Frese GmbH, in deren Hand das Parkhotel ist. Redenius hatte bereits damals die Vorwürfe deutlich zurückgewiesen und auch auf die Prüfungen der Vorgänge durch die Bezirksregierung und die Kommunalaufsicht verwiesen, die jeweils keine Beanstandungen gehabt hatten (OA berichtete). „Wir befinden uns also in guter Gesellschaft“, so die Staatsanwalt Bonn, „wir sind derselben Ansicht“.
Demnach habe die Staatsanwaltschaft die Vorgänge in der Folge der Coronapandemie geprüft. „Es ist kein strafrechtliches Verhalten erkennbar.“ Dementsprechend war die Einstellung des Verfahrens die logische Folge. Auch der Strafanzeigensteller habe sich inzwischen „friedlich gestellt“ mit der Entscheidung. Dr. Hartmut Beckmann, der Mandant des Rechtsanwaltsbüros, ist auch der Vater des ehemaligen Ratsmitglieds Dr. Iris Kunadt, die sich in ihrer Zeit als Ratsfrau als Kritikerin der Verwaltung und der finanziellen Strategie der Gemeinde positioniert und Vorwürfe gegen den damaligen Bürgermeister erhoben hatte. Sie trat bei der vergangenen Kommunalwahl nicht noch einmal an.