BLAULICHT
Stadtwerke Waldbröl wurden von russischer Hackerbande erpresst
Waldbröl – Kundendaten gestohlen – IT-Forensiker und das LKA ermitteln – Betroffene Kunden werden zeitnah informiert.
Von Leif Schmittgen
Die Stadtwerke Waldbröl sind Ziel einer Cyber-Attacke geworden, wurde heute auf der Homepage veröffentlicht. Wie Stadtwerke-Geschäftsführer Mirco Kujbida auf OA-Nachfrage mitteilt, sei das Unternehmen vor rund drei Wochen Opfer einer Erpressung von einer „finanziell motivierten, russischen Hackerbande“ geworden. Die Täter drohten mit der Veröffentlichung von Kundendaten. Diese könnten beispielsweise für Betrugsversuche im Internet verwendet werden.
„Wir haben daraufhin sofort IT-Forensiker damit beauftragt, zu prüfen, ob wirklich Daten gestohlen wurden“, so Kujbida. Die Befürchtung hat sich bewahrheitet, weshalb sich die Verantwortlichen heute dazu entschieden haben, den Vorfall öffentlich zu machen. Wie viele Kunden betroffen sind, muss noch ermittelt werden. Alle betroffenen Kunden werden in Kürze schriftlich von den Stadtwerken informiert. Parallel wurde Strafanzeige gestellt, das LKA hat die Ermittlungen aufgenommen.
Über die Höhe der geforderten Summe schwieg der Geschäftsführer. Die IT-Sicherheitslücke wurde inzwischen behoben. Sowohl die Versorgung als auch die Erreichbarkeit der Stadtwerke auf allen Kanälen war laut Kujbida zu keinem Zeitpunkt unterbrochen oder gefährdet.
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