BLAULICHT

Schnelle Entwarnung: Mutmaßliche Bomben entpuppten sich als Metallschrott

pn; 06.05.2026, 14:50 Uhr
BLAULICHT

Schnelle Entwarnung: Mutmaßliche Bomben entpuppten sich als Metallschrott

pn; 06.05.2026, 14:50 Uhr
Gummersbach – Bei Flurbereinigungsarbeiten nahe der Kalteneich wurden auffällige Bodenvertiefungen gefunden – Einem Medienbericht, wonach es zu Evakuierungen kam widerspricht die Stadt Gummersbach – Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse war aber vorbereitet.

Von Peter Notbohm

 

Bei Flurbereinigungsarbeiten nahe der Gummersbacher Ortschaft Kalteneich ist am Dienstagvormittag der Verdacht aufgekommen, dass im Erdreich drei Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg liegen könnten. Auf Luftaufnahmen waren drei auffällige Bodenvertiefungen festgestellt worden. Erst im Januar war im Rahmen ähnlicher Arbeiten eine 5-Zentner-Fliegerbombe in einem Waldgebiet nahe der Ortslage Schüttenhöhe gefunden worden. Im Gummersbacher Rathaus trat deshalb unmittelbar der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) zusammen, um auf eventuelle Evakuierungsmaßnahmen vorbereitet zu sein. Gleichzeitig wurde der Kampfmittelräumdienst alarmiert.

 

Am Ende stellte sich glücklicherweise aber alles als viel Aufregung um Nichts heraus. Wie Josphine Zwinge (Stadt Gummersbach) auf OA-Nachfrage bestätigte, wurden an den drei Verdachtspunkten zunächst Probebohrungen durchgeführt und anschließend Erde ausgehoben. Hierbei wurde lediglich Metallschrott gefunden. In zwei Löchern lagen Eisenstücke, die eventuell zu einem Leitwerk gehören. In einem dritten Loch fanden die Spezialisten eine alte Federkernmatratze.

 

Aufregung hatte es erst gegeben, nachdem es in einem Medienbericht am Dienstagabend hieß, die Einsatzkräfte ließen die Umgebung bereits weiträumig evakuieren. „Solche Maßnahmen gab es aber nie, weil sich der Verdacht nicht bestätigt hat“, sagte Zwinge. Aus diesem Grunde habe man auch nicht die Medien und Öffentlichkeit informiert. „Hätte sich der Bombenverdacht bestätigt, hätten wir sofort reagieren und Evakuierungen vornehmen lassen können“, ergänzte Zwinge.

 

Der Kampfmittelräumdienst ist weiterhin vor Ort und führt Probebohrungen durch, um auszuschließen, dass an den Stellen nicht doch etwas liegt. Diese Arbeiten werden mindestens noch bis Donnerstag andauern, hieß es aus dem Gummersbacher Rathaus. Mit genaueren Informationen sei erst zum Ende der Woche zu rechnen. Sollte sich doch noch eine Gefahr für die Bevölkerung ergeben, werde man unmittelbar die Öffentlichkeit und Medien informieren, so Zwinge.

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