BLAULICHT

Love Scamming: Angeblicher Arzt entpuppt sich als Betrüger

Red; 21.07.2026, 13:09 Uhr
Symbolfoto: Ravi Roshan auf Pexels.
BLAULICHT

Love Scamming: Angeblicher Arzt entpuppt sich als Betrüger

Red; 21.07.2026, 13:09 Uhr
Waldbröl – Seniorin aus Waldbröl überweist Geld an eine Internetbekanntschaft – Bankmitarbeiter verhindern Schlimmeres.

Erneut hat es in der Region einen Fall von „Love Scamming“ gegeben: Eine Frau aus Waldbröl (76) stand seit Mitte Mai dieses Jahres in Kontakt mit einer Person, die sich als verwitweter Arzt aus der Ukraine und Vater eines achtjährigen Kindes ausgab. Ende Juni bat er um einen mittleren vierstelligen Eurobetrag zur Freilassung aus dem Arbeitercamp, in welchem er sich befinden würde. Der geforderte Betrag wurde von der Waldbrölerin überwiesen, wie die Polizei mitteilte.

 

Kurz darauf teilte der Betrüger der 76-Jährigen mit, dass er für seinen Flug nach Deutschland erneut Geld benötigen würde. Aufmerksame Bankmitarbeiter verhinderten Schlimmeres - hielten die Überweisung mit einem hohen vierstelligen Betrag zurück, kontaktierten die Waldbrölerin und klärten sie darüber auf, dass es sich vermutlich um einen Betrug handelt.

 

Am gestrigen Montag begab sich die Seniorin zur Polizei, um Anzeige zu erstatten. Erste Ermittlungen ergaben, dass die empfangenen Bilder und Sprachnachrichten augenscheinlich mit künstlicher Intelligenz erstellt wurden.

 

Mit dieser und ähnlichen Maschen richten Betrüger regelmäßig hohen finanziellen und emotionalen Schaden an. Kontakte werden über Partnerbörsen, soziale Medien oder Messengerdienste geknüpft. Nach vielen Chats, E-Mails und Telefonaten täuschen die Kriminellen eine finanzielle Dringlichkeit vor und bitten um Unterstützung.

 

Wer "gescammt" wurde, sollte den Kontakt sofort abbrechen, eine neue E-Mail-Adresse einrichten und die Telefonnummer wechseln. Ferner empfiehlt die Polizei, alle Mails und Chat-Texte als Beweis zu sichern und zu versuchen, bereits getätigte Überweisungen und Transaktionen rückgängig zu machen.

 

Bei Fragen zu dem Thema hilft die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle unter Tel.: 02261/ 8199-4700 oder -4701 weiter. Weitere Informationen sind auf den Seiten der Polizeiberatung zu finden.

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