BLAULICHT
Feuerwehrfahrzeug kippt bei Einsatz in den Straßengraben
Engelskirchen - Einsatzkräfte befanden sich auf der Rückfahrt von einem Unfall, als sie plötzlich auf der engen Fahrbahn der L 302 einem Sattelschlepper ausweichen müssen - Polizei fahndet nach mutmaßlichem Unfallverursacher - Landstraße nach Bergung wieder freigegeben (AKTUALISIERT).
Von Peter Notbohm
Sie waren auf der Rückfahrt vom Einsatz auf der A4 (OA berichtete), als ihr Fahrzeug von der Straße abkommt und umkippt: Sieben Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner kamen am Donnerstagvormittag mit dem Schrecken davon und blieben unverletzt. Wie der stellvertretende Gemeindebrandinspektor der Feuerwehr Engelskirchen Hans Peter Valdor vor Ort berichtete, waren die Feuerwehrleute mit ihrem 16-Tonner auf der L 302 in Richtung Engelskirchen unterwegs, als ihnen gegen 8:30 Uhr nach einer langgezogenen Linkskurve, unmittelbar nach der Ortschaft Kaltenbach, ein Sattelschlepper entgegenkam.
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Nach Aussagen der Feuerwehr befand sich der Sattelschlepper auf der engen Straße, auf der eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern erlaubt ist, etwa 50 Zentimeter auf der Gegenfahrbahn. Der 49-jährige Fahrer des 16-Tonners der Feuerwehr war mit etwa 50 Stundenkilometer unterwegs und wich in den abschüssigen Straßengraben aus, um eine Kollision zu verhindern. Durch den feuchten und matschigen Untergrund wurde das Fahrzeug zwar langsamer, kippte aber nach etwa 80 Metern schließlich um. Die Einsatzkräfte konnten sich selbstständig befreien. Auch Kreisbrandmeister Julian Seeger machte sich vor Ort ein Bild des Unfalls.
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[Foto: Michael Gauger.]
Die Bergung des verunfallten Feuerwehrwagens gestaltet sich aufwendig, da das Fahrzeug rund 3.000 Liter Löschwasser geladen hat. Ein Spezialunternehmen musste angefordert werden, um den 16-Tonner aus dem Graben zu heben. Anschließend muss die Feuerwehr das gesamte Einsatzmaterial auf andere Fahrzeuge umladen, ehe der Wagen in eine Spezialwerkstatt abgeschleppt und auf Schäden überprüft werden kann. Die L 302 wird aus diesem Grund heute über mehrere Stunden vollgesperrt bleiben. Autofahrer sollten die Unfallstelle meiden.
Die Fahndung nach dem entgegenkommenden Sattelschlepper lief nach Polizeiangaben bislang erfolglos. Es soll sich um einen LKW des Herstellers Volvo mit blauem Führerhaus gehandelt haben, der mit einem Container beladen war. Hinweise nimmt das Verkehrskommissariat Gummersbach unter Tel.: 02261/81 990 oder per E-Mail entgegen.
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[Fotos: Michael Gauger ---- Nachdem sich die Einsatzkräfte doch entschieden haben, dass Löschwasser so weit wie möglich abzulassen, konnte der Feuerwehrwagen gegen 13:45 Uhr aus dem Graben herausgezogen werden. Die L 302 wurde gegen 14:30 Uhr wieder freigegeben.]