BLAULICHT

Drogendealer kannte 112 im Schlaf

Red; 06.09.2021, 12:15 Uhr
BLAULICHT

Drogendealer kannte 112 im Schlaf

Red; 06.09.2021, 12:15 Uhr
Waldbröl – Kurioser Polizeieinsatz - Leitstelle erhält mehrere Anrufe mit Schnarchgeräuschen - 23-jähriger mutmaßlicher Drogenverkäufer wählte im Schlaf mehrfach den Notruf.

Kurioser Einsatz für die Waldbröler Polizei: Ob ihn sein schlechtes Gewissen in den Schlaf verfolgt hat, ist zwar nicht bekannt, dass ein 23-jähriger Waldbröler die Nummer des Notrufs im Schlaf beherrscht, stellte der junge Mann am vergangenen Wochenende allerdings eindrucksvoll unter Beweis.

 

Um kurz nach eins in der Nacht zu Freitag erreichte die Rettungsleitstelle ein ungewöhnlicher Anruf. Zu hören waren laut Polizeiangaben lediglich ein Schnarchen und Stöhnen. Die Nummer des Anrufers konnte einem 23-jährigen Waldbröler zugeordnet werden. Es blieb aber nicht bei einem Anruf, gleich mehrfach wurde die 112 von dem Handy gewählt, jedes Mal war das mysteriöse Schnarchen zu hören. Aus Sorge um die körperliche Verfassung des Anrufers suchte die Polizei die Wohnung des Mannes auf.

 

Dieser öffnete allerdings nicht die Tür, sondern ein 21-jähriger Waldbröler, der mehr als überrascht über den nächtlichen Besuch war, die Situation aber schnell auflösen konnte: Sein Bekannter sei auf dem Sofa über seinem Handy eingeschlafen. Der 23-Jährige fiel nach dem Aufwachen beim Erblicken der Beamten aus allen Wolken, schreibt die Polizei. Er wollte nicht glauben, dass er selbst den Notruf gewählt hatte, bis er auf seiner Anrufliste feststellte, dass er im Schlaf tatsächlich mehrfach den Notruf abgesetzt hatte.

 

[Foto: Polizei --- Zufallstreffer für die oberbergische Polizei, die am Wochenende eine nicht unerhebliche Menge an Drogen konfiszieren konnte.]

 

Der Besuch der Polizisten kam für das Duo allerdings höchst ungelegen: Bereits beim Betreten der Wohnung hatten die Beamten starken Cannabisgeruch wahrgenommen. Sie fanden in der Wohnung nicht nur eine nicht unerhebliche Menge Marihuana, zahlreiche Ecstasy-Tabletten sowie diverse andere Drogen (Amphetamin und Kokain), sondern auch Feinwaagen und Bargeld, sodass der Verdacht des Drogenverkaufs im Raum stand. Beide Waldbröler wurden vorläufig festgenommen. Nach ihrer Vernehmung wurden sie zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt, blicken nun aber einem Strafverfahren entgegen.

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