BLAULICHT

Hunderte Einsatzkräfte bekämpfen verheerenden Waldbrand

Red; 20.04.2020, 23:50 Uhr
Bilder: Leif Schmittgen, Lars Weber, Michael Kleinjung, Leser.
BLAULICHT

Hunderte Einsatzkräfte bekämpfen verheerenden Waldbrand

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Red; 20.04.2020, 23:50 Uhr
Gummersbach - Rund 70 Hektar Wald bei Strombach in Flammen - Großaufgebot der Feuerwehr im Einsatz - Häuser und Bauernhof evakuiert - Rauchsäule war kilometerweit zu sehen (mit VIDEO).

 

+++ 12. AKTUALISIERUNG (22:00 Uhr)+++

 

Wie die Feuerwehr vor Ort mitteilt, brennt bei Gummersbach-Neuenhaus eine Fläche von ca. zwei Hektar Wald. Das Feuer wird im Pendelverkehr mit Tankfahrzeugen gelöscht. Unter anderem sind Einheiten aus Reichshof und Gummersbach vor Ort. Unterstützt werden diese von Löschzügen aus Lüdenscheid und Iserlohn, die sich am Nachmittag in Strombach zur Unterstützung bereithielten. Wegen der Nähe zum Märkischen Kreis, ist auch die Feuerwehr Meinerzhagen nach Neuenhaus ausgerückt. Unterstützung gab es auch aus der Luft. Der Löschhubschrauber der Polizei wurde zu Beginn zur Brandbekämpfung eingesetzt. Bis man Flugbenzin nachtanken musste, unterstützte man die Kräfte am Boden. Die Einsatzstelle befindet sich laut Feuerwehr in unwegsamen Gelände mitten im Wald, was die Arbeiten erschwert. 60 Feuerwehrleute sind im Einsatz.

 

[In der Nähe von Gummersbach-Neuenhaus waren rund 60 Kräfte im Einsatz.]

 

+++ 11. AKTUALISIERUNG (21:30 Uhr)+++

 

Bei Gummersbach-Neuenhaus ist ein weiterer Waldbrand gemeldet worden, teilt die Polizei mit. Etliche Feuerwehrkräfte sind vom Brand in Strombach an die Grenze zum Märkischen Kreis beordert worden. Mit zwei Hubschraubern der Polizei beobachtet man die Lage aus der Luft und führt Löscharbeiten durch. Die Polizei sucht dringend Zeugen, die den Brand in der Frühphase beobachtet haben. Tel.:02261/ 81990.

 

+++ 10. AKTUALISIERUNG (21 Uhr)+++


Wie der Gummersbacher Feuerwehrchef Detlev Hayer auf Nachfrage mitteilt, ist das Feuer inzwischen unter Kontrolle. Es bleibe aber schwierig. Die Einsatzkräfte stehen vor „massiven Nachlöscharbeiten“. Immer noch brennen einige Bäume und Büsche. Weitere Spezialisten speziell für Waldbrandbekämpfung hätten sich vor Ort eingefunden. Betroffen seien vom Brand 50 bis 70 Hektar, schätzt Hayer. „Die Fläche ist riesig.“ Die Feuerwehr wird weiter mit verstärkten Kräften vor Ort bleiben, damit es nicht nochmal brenzlig wird. Hayer geht davon aus, dass die Feuerwehr bis Dienstagmittag noch mit dem Brand beschäftigt sein wird. 

 

[Der Polizei-Hubschrauber nahm mit einem Außenlöschbehälter Wasser aus der Bruchertalsperre auf.]

 

+++9. AKTUALISIERUNG (20:30 Uhr)+++ 


Die Polizei meldet, dass sie nach zwei Personen sucht, die im Zeitraum zwischen 12:30 Uhr und 12:45 Uhr auf einer Bank auf einem Weg, etwa 300 Meter von der Christian-Heyn-Straße, gesessen haben. Nach Zeugenaussagen soll eine der Personen eine auffällig helle Jacke (evtl. beige oder gelb) getragen haben. Die Polizei bittet die beiden Personen sich umgehend als Zeugen bei der Polizei in Gummersbach zu melden. Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 1 in Gummersbach unter Tel.: 02261/8 19 90 entgegen.

 

+++8. AKTUALISIERUNG (20 Uhr)+++


Gegen 19:30 Uhr war der Einsatz weiterhin nicht beendet. Die Feuerwehr Gummersbach wird neben Einsatzkräften aus dem gesamten Kreisgebiet und Sonderfahrzeugen der Feuerwehr Meinerzhagen und Iserlohn durch zwei Polizeihubschrauber, zwei Flugfeldlöschfahrzeuge der Bundeswehr und mehreren Wasserwerfern der Bundespolizei unterstützt. Auch der Helikopter ist weiterhin im Einsatz. Mit diesem wollen die Einsatzkräfte das Feuer endlich zum Stehen bringen, wie Gummersbacher Feuerwehrchef Detlev Hayer sagte. „Durch die Trockenheit nimmt der Boden das Wasser nicht auf“, so Hayer über ein Problem. Deshalb arbeiten die Einsatzkräfte vermehrt mit Schaum. Die Lage in Strombach hat sich inzwischen entspannt. „Die Bewohner sollten bald wieder in ihre Häuser zurückkehren können.“ Inzwischen seien die Einsatzkräfte so weit, dass sie die Brandherde aktiv bekämpfen können, statt dem Feuer nur hinterher zu rennen.

 

„Als wir am Brand ankamen, standen bereits rund 300 Quadratmeter in Flammen.“ Die Feuerwehr habe sich zunächst dem Feuer entgegengestellt, doch die Situation war zu gefährlich. Die Feuerwand war rund 30 Meter hoch, so Hayer. Die Einsatzkräfte konnten sich und die Ausrüstung gerade noch retten. So blieb ihnen zunächst nichts anderes übrig, sich auf den Schutz der Häuser zu konzentrieren. Besonders um den Hof Hochhardt konzentrierten sich die Feuerwehrleute. Vorsorglich wurden rund 50 Kälber und zwei Pferde aus den Ställen mit Transportern in Sicherheit gebracht, während sich die Kühe auf der Weide unbeeindruckt zeigten von dem Trubel um sie herum. „Die Feuerwehr macht einen super Job“, lobte Petra Hochhardt die Arbeit, die gegen 18:30 Uhr vorsichtig durchatmete. Auch wenn das Feuer unter Kontrolle ist, wird der Hof weiter geschützt werden, sagte Hayer.

 

Der Förster für den betroffenen Bereich Michael Cescotti zeigte sich nach der Trockenheit in den vergangenen zwei Jahren und den vergangenen zwei Wochen nicht überrascht, dass es auch einmal zu einem größeren Waldbrand gekommen ist. „Es war nur eine Frage der Zeit.“ Die hohe Zahl an toten Fichten im Wald hätten ihren Teil dazu beigetragen. „Die brennen wie Zunder.“ Tragisch: Ein Stück, das im Herbst gerade erst aufgeforstet wurde, ist ebenfalls dem Feuer zum Opfer gefallen.

 

+++7. AKTUALISIERUNG (19:25 Uhr)+++

 

Gegen 13:20 Uhr gab es die ersten Meldungen über den Brand, der sich aufgrund der Trockenheit und des starken Windes schnell ausbreitete. Die Ermittlung der Ursache wird sich schwierig gestalten. Die Polizei sucht daher nach Zeugen, die den Brand in der Frühphase bemerkt haben und Hinweise zum Entstehungsort geben können (Tel.: 02261/81 99-0).

 

+++6. AKTUALISIERUNG (19:10 Uhr)+++

 

Der Löschhubschrauber nimmt an der Bruchertalsperre Wasser auf und fliegt anschließend zum Einsatzort, damit die letzten größeren Brandherde gelöscht werden können. 

 

+++5. AKTUALISIERUNG (17:30 Uhr)+++

 

Nach der Gummerother Straße wurde nun auch die Otto-Hahn-Straße in Strombach teilweise evakuiert.

 

+++4. AKTUALISIERUNG (17:15 Uhr)+++

 

Die beiden Löschfahrzeuge vom Flughafen Köln/Bonn sind inzwischen eingetroffen. Sie werden vornehmlich dazu genutzt, ein Übergreifen der Flammen auf den Hof Hochhardt zu verhindern. Nach Informationen vor Ort sind inzwischen 300 bis 400 Kräfte der Feuerwehr im Einsatz. In Kürze soll auch ein Polizei-Hubschrauber mit einem Außenlöschbehälter die Brandbekämpfungsmaßnahmen unterstützen, mit dessen Hilfe eine Ausbreitung der Flammen in Richtung Westen unterbunden werden soll. Detlef Hayer spricht davon, dass rund 75 Hektar Wald betroffen sind.

 

[Löschfahrzeuge vom Flughafen Köln/Bonn rückten an, um den Hof Hochhardt zu schützen.]

 

+++3. AKTUALISIERUNG (16:30 Uhr)+++

 

Die Lage in Strombach und Umgebung spitzt sich weiter zu: Per Lautsprecherdurchsage werden die Bewohner der Straßen in der Nähe des Brands gebeten, das Gebiet sofort zu verlassen. Im Lindenforum in der Innenstadt wird eine vorübergehende Unterkunft eingerichtet. Die Zahl der Einsatzkräfte ist auf rund 300 erhöht worden, mittlerweile werden die hiesigen Einheiten von Kameraden aus dem Märkischen Kreis und dem Rheinisch-Bergischen-Kreis unterstützt. Auch das Deutsche Rote Kreuz ist im Einsatz.

 

Aufgrund der drehenden Winde haben die Flammen die Richtung mehrfach gewechselt, weshalb es schwierig war, den Brand einzudämmen. Die Feuerwand war bis zu 30 Meter hoch. Nun werden die Wehrleute hauptsächlich im Bereich von Strombach und Veste konzentriert. Der Hof Hochhardt wird vorsorglich gewässert. Nach Angaben von Wehrführer Detlef Hayer ist die Versorgung mit Löschwasser zum jetzigen Zeitpunkt noch gesichert. Wasser soll auch von benachbarten Bauernhöfen herbeigeschafft werden. Die Aggerenergie hat in Strombach Strom und Gas abgestellt.

 

Landrat Jochen Hagt erklärte: „Wir hatten in den vergangenen Tagen schon einige kleinere Brände in der Region, aber das ist eine andere Kategorie. Es lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen, wie es sich entwickelt. Es gilt vor allem, die umliegenden Ortschaften zu schützen.“ Der Oberbergische Kreis hat ein Bürgertelefon eingerichtet: 02261/88 38 38.

 

[Video: Lars Weber/Leif Schmittgen, Michael Kleinjung.]

 

+++2. AKTUALISIERUNG (16 Uhr)+++

 

Mittlerweile ist auch Landrat Jochen Hagt vor Ort eingetroffen. Das Feuer ist weiterhin nicht unter Kontrolle, es wird befürchtet, dass die Flammen auf die Gummerother Straße überspringen. Anwohner der Gummerother Straße in Strombach werden aufgefordert, sich umgehend in Sicherheit zu bringen und den Gefahrenbereich aufgrund der akuten Gefahr der Brandausbreitung zu verlassen! Der Brand hat sich inzwischen auf eine Fläche von 53 Hektar ausgebreitet. Das Eintreffen der Flughafenfeuerwehr wird etwa in 35 Minuten erwartet.

 

+++1. AKTUALISIERUNG (14:30 Uhr)+++

 

Entstanden ist der Brand, der auf einer Fläche von 30 bis 35 Hektar wütet, offenbar im Wald in der Nähe der Otto-Hahn-Straße in Strombach und hat sich dann aufgrund des starken, wechselnden Windes rasend schnell an dem Berghang ausgebreitet. Laut Detlef Hayer, Leiter der Feuerwehr Gummersbach, sollen Teile von Strombach in Kürze evakuiert werden. Wo die Bewohner untergebracht werden können, ist noch unklar. Der Hof Hochhardt zwischen Wasserfuhr und Gummeroth wurde bereits geräumt. Ein Viehtransporter ist mittlerweile ebenfalls eingetroffen, um die knapp 50 Kälber des Hofes zu evakuieren.

 

Inzwischen sind Feuerwehren aus dem gesamten Kreisgebiet eingetroffen, um gegen das Großfeuer vorzugehen - insgesamt etwa 200 Einsatzkräfte. Zusätzlich sind Wasserwerfer der Polizei angefordert worden. Vom Flughafen Köln/Bonn werden zwei Bundeswehr-Fahrzeuge (Panther) mit Tanks von einer Größe von jeweils 20.000 Litern geschickt. Aus der Luft überwachen Polizeihubschrauber die Lage. „So etwas habe ich in 16 Jahren noch nicht erlebt“, erklärte Bürgermeister Frank Helmenstein, der ebenfalls vor Ort ist.

 

+++ERSTMELDUNG (13:50 Uhr)+++

 

In Hömerich bei Gummersbach-Strombach und Steinenbrück ist ein größerer Waldbrand ausgebrochen, eine kilometerhohe Rauchsäule ist weithin sichtbar. Mehrere Löschzüge der Feuerwehr Gummersbach bekämpfen die Flammen, die nach ersten Angaben der Einsatzkräfte vor Ort auf die Baumwipfel übergeschlagen sind und sich rasant ausbreiten.

 

Bewohner der Stadtteile Strombach, Karlskamp und Steinenbrück sollen sich wegen der Gefahren, die von dem Brandrauch ausgehen, sofort in geschlossene Räume begeben. Fenster und Türen sollten vorsorglich geschlossen, Klima- und Lüftungsanlagen abgeschaltet werden.

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