BLAULICHT
24/7 für den Schutz der Bevölkerung da
Lindlar - Im Rahmen der Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Oberberg resümierte Kreisbrandmeister Wilfried Fischer die Geschäftsjahre 2018 bis 2020, der im Wesentlichen von der Corona-Pandemie und dem Waldbrand auf dem Hömerich geprägt war.
Von Ute Sommer
Zur Hauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Oberberg waren 106 Einsatzkräfte aller 13 Feuerwehren aus dem Kreis, zahlreiche Vertreter der Kommunen und der Kreisverwaltung, Landrat Jochen Hagt, CDU-Bundestagsmitglied Dr. Carsten Brodesser, sowie Repräsentanten der Hilfsorganisationen DLRG, DRK, MHD und THW ins Lindlarer Kulturzentrum gekommen. Kreisbrandmeister Wilfried Fischer, seine Stellvertreter Mathias Schneider und Frank Hartkopf blicken zurück auf die Geschäftsjahre 2018 bis 2020, in denen die Mitgliederzahlen trotz Corona nahezu gehalten werden konnten. So zählt der Verband 4.550 Mitglieder, die sich aus jeweils rund 2.600 Aktiven, 770 Nachwuchs-Feuerwehrleuten, 700 Ehrenmitgliedern und 450 Angehörigen der Musikzüge zusammensetzen. Hatten die Jugendabteilungen während der Pandemie Abgänge zu beklagen, konnten die Kinderfeuerwehren sogar noch Zuwächse verzeichnen.
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[Jürgen Köppe (Kreisbeauftragter THW, v.li.), Sascha Habernickel (DRK), Caroline Fikus (MHD), Karsten Binder (Feuerwehr Hückeswagen) und Tobias Starke (DLRG) wurden von Landrat Jochen Hagt mit der Fluthelfermedaille des Landes NRW ausgezeichnet.]
In den Jahren 2018 und 2019 stand die Anpassung von Feuerwehrkonzepten, die Aktualisierung von Brandschutzbedarfsplänen, Schulungen und Übungen der Führungskräfte, sowie die Aufräumarbeiten am Hilfskräfte-Übungszentrum in Brächen im Fokus der Aktivitäten. In 2020 befanden sich weitere Workshops für die Leitungsstäbe auf der Agenda, doch "Corona hat uns ordentlich umgehauen", unterstrich Fischer. Seinen herzlichen Dank richtete der KBM an das Remscheider Unternehmen „bbbserver“, die während des Lockdowns spontan eine digitale Kommunikationsplattform zur Verfügung stellten und so das unerlässliche Aus- und Fortbildungswesen auf Kreis- und Landesebene sicherstellten.
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Eine bis dato unvorstellbare Herausforderung sei der Waldbrand auf dem Gummersbacher Hömerich im April 2020 gewesen, an dessen Bekämpfung Einheiten sämtlicher oberbergischer Feuerwehren und Hilfsorganisationen beteiligt gewesen seien. "Rückblickend stellen wir eine gute und effektive Zusammenarbeit fest", freute sich Fischer. Mit Blick auf das im August offiziell übergebene Ausbildungsgelände Brächen dankte er allen Helfern und berichtete von reger Nutzung durch die Lehrgangsleiter. Als kommende Aufgabe des Kreisverbandes verwies er auf die NRW-Imagekampagne "FeuerwEHRENSACHE", mit der man das Ehrenamt in der Feuerwehr zu stärken und neue Mitglieder zu gewinnen gedenke.
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[Seit gestern sind sie alle Träger der Silbernen Ehrennadel des Kreisverbandes.]
Von zunehmender Normalisierung des Lehrgangsbetriebs auf Kreisebene und am Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Münster und der Filiale Düren berichtete der stellvertretende Kreisbrandmeister Mathias Schneider. Dieser Einschätzung schlossen sich Kreisjugendfeuerwehrwart Michael Knabenschuh, Christoph Gissinger als Vorsitzender der Ehrenabteilung und Kreisstabsführer Franz Willi Speck im Wesentlichen an. In seinem Grußwort bezeichnete Landrat Jochen Hagt das Engagement der Feuerwehrleute als herausragendes Ehrenamt, das ohne persönliche Rücksichten 24/7 zum Schutz der Bürgerschaft bereitstünde.
Im Rückblick auf den Hömerich-Brand und die Starkregen-Katastrophe im vergangenen Sommer habe sich die professionelle Kooperation aller oberbergischer Hilfskräfte als beispielhaft erwiesen. Jetzt schon treffe der Kreis in Zusammenarbeit mit benachbarten Kommunen und der Polizeibehörden Vorsorge für künftige Notlagen wie die Folgen des Klimawandels, einem eventuellen Blackout oder der aktuellen Ukrainekrise. "Ich beneide sie als Feuerwehrleute um ihr automatisch abrufbares Wissen darum, was in der jeweiligen Lage zu tun ist", sagte Dr. Carsten Brodesser und dankte den Ehrenamtlichen von ganzem Herzen für ihren Dienst.
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[Die Führungsriege Wilfried Fischer (links) sowie Frank Hartkopf und Mathias Schneider (5. und 6. v.li.) ernannten die neuen Mitglieder der Ehrenabteilung.]
Ehrungen
Ehrenmitglieder des Kreisfeuerwehrverbandes
Stadtbrandinspektor Dirk Kläs
Stadtbrandinspektor Detlef Hayer
Stadtbrandinspektor Ralf Gelhausen
Gemeindebrandinspektor Joachim Kampf
Gemeindebrandinspektor Dieter Weber
Stadtbrandinspektor Guido Schulz
Brandoberinspektor Wolfgang Schneider
Kreisbrandmeister a.D. Frank Peter Twilling
Silberne Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes
André Brand
Thomas Bernhardt
Martin Hermann
Thomas Wurm
Ronnie Müller
Daniel Noss
Mark Pausch
Pascal Petermann
Timo Rosenkranz
Björn Ufer
Peter Rothmann
Udo Müller
Michael Schlösser
Rainer Schmidt
Goldene Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes
Karsten Binder
Markus Schmidt
Torsten Stommel
Gunder Hohmuth
Ralph Söhnchen
Michael Schwendt
Jens Schmidt
Rolf-Dieter Standtke
Guido Schulz
Horst Rau
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