BERGNEUSTADT

Licht, neue Blicke und ein Aldi-Markt für Bergneustadts Mitte

fj; 22.05.2019, 14:36 Uhr
Fotos: Fenja Jansen, Grafiken: Objekt Kölner Straße GmbH & Co. KG --- Bürgermeister Wilfried Holberg (li.) und Projektentwickler Paul Daub freuen sich auf Bergneustadts "Neue Mitte".
BERGNEUSTADT

Licht, neue Blicke und ein Aldi-Markt für Bergneustadts Mitte

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fj; 22.05.2019, 14:36 Uhr
Bergneustadt – Der Kaufhallen-Komplex soll noch in diesem Jahr Platz für ein Wohn- und Geschäftshaus mit Aldi Nord machen – Zwischen dem Neubau und dem Hochhaus am Graf-Eberhard-Platz entsteht ein neuer, offener Platz – Blick von der Bahnstraße in die Altstadt demnächst möglich.

Die neue Mitte – und damit die Zukunft – Bergneustadts nimmt immer weiter Form an. Am 6. August 2016 haben sich fünf Familien aus der örtlichen Bürgerschaft und der Projektentwickler Paul Daub zu einer Investorengruppe zusammengeschlossen und die Immobilien der ehemaligen Textilfabrik Müller gekauft. „Ein Glücksfall für Bergneustadt und seine Bürger, dass dieses Areal nicht aus der Hand gegeben wurde und an außenstehende Investoren fiel“, erinnert Bergneustadts Bürgermeister Wilfried Holberg an diesen besonderen Tag. Seitdem ist viel passiert, so konnte die Gruppe 2017 und 2018 auch drei Gebäude an der Othestraße kaufen, um in Sachen Stadtentwicklung den Anschluss bis zur Othestraße/dem Kreisverkehr „Pusteblume“ zu schaffen. „Das war kein preiswertes Unterfangen, aber ein sehr sinnvolles“, erklärte Daub, der heute im Rathaus über die neusten Entwicklungen informierte und die Gelegenheit nutzte, um der Stadt und der Sparkasse Gummersbach für ihre stetige Unterstützung zu danken.

[Pläne des Projektentwicklers Daub für die Umgestaltung des Zentrums: Blick auf das Wohn- und Geschäftshaus mit Aldi.]

 

Noch in diesem Jahr sollen das Kaufhallen-Gebäude und die drei Nachbarhäuser an der Othestraße abgerissen werden, um so Platz für einen Aldi Nord modernsten Typs zu schaffen, der Kunden und Besucher als Ankermieter in die Innenstadt ziehen soll. Der Mietvertrag ist auf 30 Jahre angelegt. Anders als bei Aldi üblich, wird jedoch kein einstöckiges Gebäude mit Flachdach entstehen. Auf dem Erdgeschoss werden zusätzlich drei Wohngeschosse gebaut, die Platz für circa 30 zwischen 56 und 120 Quadratmetern große Wohnungen bieten. Eine Tiefgarage für die Mieter sowie für die Bewohner des „Stadthotels“ und des „Hochhauses“ am Graf-Eberhard-Platz wird unter dem Aldi-Kundenparkplatz entstehen. Der Kundenparkplatz mit 91 Stellplätzen wird zwischen Aldi und dem Hochhaus liegen, die Zufahrt wird über die Bahnstraße und die Kölner Straße möglich sein. Mieter des Hochhauses erreichen ihre Tiefgarage unterirdisch. Mit dem Bau des Aldi-Marktes soll Mitte 2020 begonnen werden, das Unternehmen plant die Eröffnung für April 2021.

 

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Die Sanierung des Hochhauses und des Stadthotels wird, so Daub, noch in diesem Jahr starten. Die Gebäude werden energetisch auf den neusten Stand gebracht und alle Wohnungen erhalten erstmals Balkone. „Dass das Hochhaus während der Sanierung bewohnt ist, stellt uns dabei vor besondere Herausforderungen“, benannte Daub eine Besonderheit des Vorhabens. Das Stadthotel bekommt einen außen liegenden Glasaufzug an der Seite zum Graf-Eberhard-Platz, der Platz selbst beleibt als Parkplatz bestehen. Die Ladenlokale in den Erdgeschossen von Stadthotel und Hochhaus bleiben erhalten. Maiworm Mode, die Apotheke zur Post und Dat Lädchen Lüders behalten ihre Standorte, das Ladenlokal von Maiworm Mode wird einen zusätzlichen Zugang in Richtung Aldi erhalten und sich somit zur Othestraße hin öffnen. „Insgesamt wird viel Licht und Luft ins Zentrum einziehen. Durch den Abbruch der Kaufhalle wird man zukünftig von der Bahnstraße bis in die Altstadt blicken können und wer entlang der Kölner Straße durch das Zentrum fährt, passiert mit dem Rathausplatz, dem Graf-Eberhard-Platz und dem Parkplatz zwischen Neubau und Hochhaus demnächst drei offene, luftige Plätze“, so Daub.

 

[Blick von der Kölner Straße auf den Graf-Eberhard-Platz mit Stadthotel und Hochhaus.]

 

Das Gesamtprojekt mit einem Volumen von rund zwölf Millionen Euro soll Anfang 2022 fertiggestellt werden. Bis dahin will die Stadt Bergneustadt auch ihr Mobilitätsangebot ausbauen. Derzeit liege ein Antrag auf ein zentrales E-Bike-Sharing-System beim Oberbergischen Kreis, daneben führe man mit Ford Weil Gespräche über einen Car-Sharing-Dienst, so Matthias Thul, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Was dagegen mit dem alten Extra-Areal an der Othestraße passiert, läge weder in der Hand der Investoren noch der Stadt, da das Gelände von der Rewe-Gruppe gekauft wurde. Hier, so Holberg, könne nur so viel gesagt werden: „Der Betreiber des Hagebaumarkts ist daran interessiert, seinen Standort auf das Areal an der Othestraße zu verlegen. Die Umzugspläne des Moscheevereins stagnieren dagegen.“ Die Entwicklung des Zentrums bleibt also spannend – wird sich Dank der Investoren um den Siegener Daub aber in den nächsten Jahren weiter zum Guten verändern.

KOMMENTARE

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Freue mich sehr das Bergneustadt endlich den dritten Aldi bekommt. Ich finde es sehr angemessen und die Investition sehr durchdacht. Ich bin mir sicher das wird ein großer erfolg. Außerdem möchte ich anmerken das wir uns vielleicht auch auf das 5G Netzt konzentrieren sollten da Bergneustadt/Gummersbach was Netztabdeckung angeht echt nicht fortschrittlich sind.

David, 22.05.2019, 23:14 Uhr
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