BERGNEUSTADT
Geburtstags-Open-Air im Festzelt
Bergneustadt – Am Samstag gingen die Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum mit einem großen Konzertabend weiter – „Ladybug Lounge“, „meinschu“ und „The Music of Queen Live“ heizten dem Publikum ein.
Von Vera Marzinski
Die Open-Air-Veranstaltungen in Bergneustadt stehen für Festivalstimmung. Anlässlich des 725. Stadtgeburtstages fand die diesjährige Veranstaltung im Festzelt statt und wetterunabhängig erlebte das Publikum einen stimmungsvollen und mitreißenden Abend. Zwei regionale Bands – „meinschu“ und „Ladybug Lounge“ – machten den Auftakt und anschließend sangen die Festzeltgäste begeistert Songs wie „Somebody to love“ oder „The show must go on“ mit, als „The Music of Queen Live“ die Bühne rockte.
[„The Music of Queen Live“-Sänger Valentin Findling hat nicht nur die Stimme, sondern auch das Aussehen von Freddie Mercury.]
Dabei fühlte sich so mancher in seine Jugend zurückversetzt. Nicht nur, weil die Musik relativ authentisch war, sondern besonders der Frontsänger Valentin Findling das Publikum begeisterte, da er Freddie Mercury in Stimme, Aussehen und Bühnenperformance nahezu perfekt verkörpert. „The Music of Queen Live“, das sind fünf Musiker voller Leidenschaft, Energie, Talent, Sympathie und ein Herz voller Hingabe für die Musik von Queen. Das spürten auch die Festzeltgäste beim Rathaus-Open-Air, das diesmal nicht vor, sondern hinterm Rathaus im großen Stadtgeburtstagsfestzelt stattfand.
Britta kam mit Freundinnen, denn überall war "Queen" auf den großen Plakaten zum 725. Stadtgeburtstag zu lesen. „Da jommer hin - klar!“, sei da gleich ihre Reaktion gewesen. Und sie fand die Band fantastisch. „Noch nie vorher habe ich diese Band gesehen und gehört. Ich bin noch immer total geflasht.“ Christoph freute sich auch vorab sehr darauf und bedauerte, dass er die Original-Band nie live erlebt hatte. Freddie Mercury, der 1991 viel zu früh verstarb, feierte mit seiner Band Mega-Erfolge - mit einer unheimlichen Vielfalt und Abwechslung in ihren Songs. Sie verarbeiteten alle Genres, wie Rock, Pop, Klassik, Disco oder R’n‘B und erreichten so ein sehr großes Publikum. Und das ließen „The Music of Queen Live“ wiederaufleben.
Mit dieser Coverband fühle man sich in seine Jugend zurückversetzt, so Dieter aus Wiehl - aber auch junge Konzertbesucher kamen extra wegen der Musik. Die lebt immer weiter und wird mit so einer Band wieder hautnah fühlbar. Findling brachte die Energie von Freddie Mercury sehr authentisch auf die Bühne – und sah auch fast genauso aus wie das Original. Super fand er auch die beiden Vorbands, von denen er zumindest den gemeinsamen Auftritt mitbekommen hatte.
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[Seit zwölf Jahren existiert die oberbergische Band „Ladybug Lounge“ – seitdem sind auch ihre grandiose Sängerin Melina Kyranoudis und Gitarrist Leon Zurawski dabei.]
„Wir wollen euch ein bisschen weichklopfen für Queen und euch in Ekstase bringen“, kündigte Oliver Meinhold von „meinschu“ an. Und das gelang ihnen mit „Africa“ von Toto, „Et jit kei woord“ von Cat Ballou und „Don‘t you (Forget about me)“ von Simple Minds. Vergessen werden das die Zeltgäste sicher nicht - eine super Stimmung zauberten die beiden Bands erst einzeln und setzten gemeinsam noch einen drauf. Das Akustik-Duo „meinschu“ - die Gitarristen Guido Schuster und Oliver Meinhold – und die Band „Ladybug Lounge“ kamen zwar zunächst als zwei hintereinander folgende Acts auf die Bühne, aber sie treten auch regelmäßig gemeinsam auf. Wie in der abgefahrenen gemeinsamen Zugabe.
Zuhören, mitmachen und gut finden, hieß es zur Ankündigung von „meinschu“. Bei „Solsbury Hill“ von Peter Gabriel tanzten schon die ersten vor der Bühne. Meinhold und Schuster sind ein Duo, das sich ganz auf das Wesentliche konzentriert: Zwei Gitarren, zwei Stimmen mehr braucht es nicht für echte Livemusik mit Gefühl und Charakter. Und den Stücken drücken sie zudem ihren eigenen Stempel auf, wie bei „Chasing cars“ oder „Englishman in New York“, aber auch das mitreißende „Weatherman“ sowie „Purple Rain“ waren mit dabei.
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[Gemeinsam standen „meinschuh“ und „Ladybug Lounge“ für eine Zugabe auf der Bühne, was ihnen sichtlich Spaß bereitete – und auch den Gästen im Zelt.]
„I’m so excited“ hieß es dann bei der sechsköpfigen Band „Ladybug Lounge“ und sie versprachen mit dem Robbie-Williams-Hit „Let me entertain you“ - was auch kein Problem für die gut eingespielte Band war. „Sweet Dreams“ mischte sich in das mit viel Groove gespielte „Seven Nation Army“ von The White Stripes. Nicht nur die Truppe aus Alferzhagen vor der Bühne hatte viel Spaß und sang das „oh oh oh“ lautstark mit. Von Christina Stürmer kam noch „Elektrisches Gefühl“ und elektrisiert war auch das Publikum von „Ladybug Lounge“ und vor allem dem Gesang von Melina Kyranoudis. Zudem spielen in der Band Marvin Meinhold am Schlagzeug, Leon Zurawski an der E-Gitarre, dazu am Keyboard Manuel Fischdick, Bassist Dirk Zurawski und Gitarrist Florian Roth. Das Bergneustädter Open Air war ein äußerst gelungener Abend und das lockte sogar noch die Sonne raus für die, die sich vorm Zelt eine Stärkung holten.

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