BERGNEUSTADT
FWGB fordert Querungshilfe auf der B 55
Bergneustadt - Die Freie Wählergemeinschaft Bergneustadt setzt sich für mehr Verkehrssicherheit an der Kölner Straße ein - Antrag soll im Fachausschuss diskutiert werden.
Von Peter Notbohm
Die FWGB-Fraktion im Rat der Stadt Bergneustadt fordert, im Abschnitt zwischen der Kreuzung am REWE-Markt und dem Pusteblumenkreisel auf der Kölner Straße (B 55) eine Querungshilfe einzurichten. Konkret soll an der Kurve in Höhe des Orient Grills eine Verkehrsinsel installiert oder ein Zebrastreifen geschaffen werden. Recep Özgül (FWGB) spricht von einer sich „zunehmend verschärfenden Situation“, die ihm von Ladenbesitzern und Anwohnern geschildert worden sei. Der Abschnitt biete Autofahrern aufgrund der weitgehend geraden Strecke die Möglichkeit mit überhöhter Geschwindigkeit zu fahren. Besonders in den Abendstunden werde dies vermehrt genutzt, was zu Lärmbelästigung für die Anwohner und Sicherheitsproblemen für den Fußgängerverkehr führe.
Erst im September des vergangenen Jahres sei es zu einem Unfall mit einem älteren Mann gekommen, der glücklicherweise glimpflich geendet sei. Die FWGB sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf zur Sicherheit der Lebensqualität und der Verkehrssicherheit in dem Bereich, heißt es in dem Antrag. Zumal dort durch ein neues Mehrfamilienhaus sowie weiterer Gastronomie eine steigende Zahl an Fußgängern zu erwarten sei. Zusätzlich trage die Stadt für den Schulweg von Schülern des Willenweber-Gymnasiums eine besondere Verantwortung, heißt es weiter.
Bürgermeister Matthias Thul (CDU) gab zu bedenken, dass Bergneustadts Politik weder Querungen, noch eine Ampel oder ein Tempolimit an dieser Stelle im Alleingang beschließen könne. Man könne sich dafür nur an höheren Stellen einsetzen. Gleichzeitig spricht aber auch er von mehreren Problemlagen in dem Bereich: ein katastrophaler Parkverkehr, zu wenig Parkraum sowie Hygiene- und Müllprobleme. Auch der Zustand einiger Fassaden sowie von Gebäuden sollte aus seiner Sicht im Rahmen eines städtebaulichen Sanierungskonzeptes von Experten untersucht werden, weshalb er dafür warb, den Antrag in den Bau-, Planungs- und Umweltausschuss zu verweisen: „Das wird eine Mammutaufgabe, für die wir aufgrund der Komplexität und der Zahl der Beteiligten mehrere Jahre brauchen werden.“
Lob für den Antrag gab es von der SPD, auch die CDU zeigte sich offen für Gespräche. Holger Ehrhardt (SPD) hofft auf ein Konzept, „mit dem wir anschließend überlegen können, es auf die gesamte B 55 zu übertragen“. Kritik äußerte Wolfgang Lenz (AfD), der fürchtete, dass die Beauftragung eines Planungsbüros nur herausgeworfenes Geld ist: „Dann haben wir wieder ein Gutachten, aus dem keine Verpflichtung erfolgt. Bei Ordnungsdingen ist die Stadt bereits bemüht, das im Griff zu halten.“ Der FWGB-Antrag wurde schließlich bei acht Gegenstimmen und einer Enthaltung mehrheitlich in den Fachausschuss verwiesen.
KOMMENTARE
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Schon wieder ein Plungsbüro ? Wozu ???
haben wir wieder zu viel Geld rumliegen ....
Kann die Stadt auch mal selber was ausser wenn um Fördergelder geht
?
Die anliegen Geschäfte sollen mal lieber bei sich selber anfangen für Ordnung zu Sorgen.... und die B55 sagt der Name Schon ist ne B also hat die Stadt da nicht wirklich viel zu sagen, also Spart euch das Geld und fertig....
Aber wie wäre es da mal mit Verkehrskontrollen ? da hat noch niemand die Geschwindigkeit gemessen da laufen nur die Knöllchen Fee´n rum die um vieles aber auch schon mal einen Bogen machen.... wenn die Läden zu gut besucht sind...
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Einfach nur Lächerlich!!!!!!!
Wie wäre es, wenn die Leute einfach die Überquerungshilfen nutzen die ein paar hundert Meter in beiden Richtungen vorhanden sind????
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Was nützen Querungshilfen, wenn diese keiner nutzt. 70 m vorher ist schon eine und 150 m in die andere Richtung ist der Zebrastreifen, was soll dann noch eine Weitere für Sinn machen?
Neustädter, 23.01.2026, 09:44 Uhr4
Macht dort lieber eine 30 Zone und zieht die Linie durch.
Vom Parkplatz aus fahren die Autos nach links und rechts wie verrückte.
Das hilft!
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Beim Bau einer Überquerungshilfe werden auf jeden Fall mehrere Längsparkplätze am Fahrbahnrand entfallen, weil die Straße aufgeweitet werden muss. Bei einem "Zebrastreifen" würden durch die freizuhaltenden Sichtfelder wahrscheinlich ebenfalls Parkplätze entfallen. Das sollte jedem klar sein und am Ende dann kein Ablehnungsgrund werden.
, 23.01.2026, 13:52 Uhr6
Wenn man katastrophalen Parkverkehr bemängelt, sollte man daraus nicht zuerst schließen, dass es zu wenige Parkplätze gibt. Das ist so ähnlich, als wenn ich sage „ich bin zu dick, die Lösung wären größere Klamotten.“ Bevor man Autos noch mehr Platz opfert, sollte man überlegen, ob es genug Alternativen gibt, um von A nach B zu kommen.
Chris, 23.01.2026, 17:00 UhrLinks zu fremden Internetseiten werden nicht veröffentlicht. Die Verantwortung für die eingestellten Inhalte sowie mögliche Konsequenzen tragen die User bzw. deren gesetzliche Vertreter selbst. OA kann nicht für den Inhalt der jeweiligen Beiträge verantwortlich gemacht werden. Wir behalten uns vor, Beiträge zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen.