BERGNEUSTADT

Ein Weinfest, ein Geburtstag und ganz viel Musik

kp; 12.09.2026, 23:00 Uhr
Fotos: Michael Kleinjung --- Karl Hermann Menn (3.v.li.) hatte seine Feier zum 91. Geburtstag kurzerhand mitsamt der Familie aufs Weinfest verlegt und bekam dort natürlich ein Ständchen.
BERGNEUSTADT

Ein Weinfest, ein Geburtstag und ganz viel Musik

kp; 12.09.2026, 23:00 Uhr
Bergneustadt – Der Heimatverein Feste Neustadt, die Jägerhof-Genossenschaft und die Landsknechte „Unteres Tor“ luden zum gemütlichen Feiern rund ums Heimatmuseum in Bergneustadt ein.

Von Katja Pohl 

 

Karl Hermann Menn lacht, als er erzählt, dass er seine Familie quasi „genötigt“ hat, seinen 91. Geburtstag mit ihm auf dem Weinfest rund um das Bergneustädter Heimatmuseum zu begehen. „Wir sind heute zu elft hier, denn alle fanden die Idee wunderbar, hier zu feiern“, berichtet der Bergneustädter, dem die Gäste zuvor ein klangvolles Geburtstagsständchen gebracht hatten.

 

[Die Marketenderinnen und die Landsknechte des Heimatvereins Feste Neustadt hatten genauso viel Freude beim Fest wie ihre Gäste.]

 

Er sei dem kleinen feinen Museum als Mitglied des Heimatvereins seit 1999 eng verbunden. 16 Jahre wirkte er als Schriftführer im Vorstand mit, ließ sich mit Eintritt in den Ruhestand von Walter Köster in den Verein holen, um tatkräftig auch bei Renovierungsmaßnahmen mitanzupacken. Und auch der Jägerhof-Genossenschaft gehört er an, denn: „Ich bin in Bergneustadt geboren, hier ist meine Heimat.“ Viel Zeit zum Plaudern hatte der Jubilar allerdings nicht, zu zahlreich waren die Gratulantinnen und Gratulanten.

 

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Zum zweiten Weinfest, nach dem erfolgreichen Auftakt im vorigen Jahr, eingeladen hatten die Landsknechte und Marketenderinnen des Heimatvereins Feste Neustadt, die Mitglieder der Jägerhof-Genossenschaft und die Landsknechte „Unteres Tor“, die sich im Frühjahr anlässlich des 725. Stadtgeburtstags frisch gegründet haben. Mit 30 Helfenden waren die Kooperationspartner am Start, um Moselwein des Kestener Weinguts Otto Selbach auszuschenken, um den mittags angeheizten Backes fleißig mit Flammkuchen zu bestücken, die Ausstellung zum „Tag der Dritten Orte“ zu präsentieren und natürlich, um mit Freunden und Bekannten zu plaudern.

 

[Beim Weinfest war Zeit zum Plaudern und genießen - fast wie auf einem großen Familienfest.]

 

Tatjana Mönnich, in der Jägerhof-Genossenschaft zuständig für den Kulturbetrieb und die Dritten Orte, sagte: „Wenn wir schon gerade den Jägerhof, unser Bergneustädter Wohnzimmer, wegen der Renovierungsmaßnahmen nicht mit Leben füllen können, gehen wir eben in die Nachbarschaft und bleiben so im Gedächtnis!“ Die drei Kooperationspartner hätten sich als „richtig starkes Team“ erwiesen, freute sich Tatjana Mönnich und erläuterte: „Dritte Orte sind Plätze des Zusammentreffens außerhalb des Zuhauses, der Schule oder des Arbeitsplatzes. Sie bieten Menschen die Möglichkeit der Begegnung mit Kunst und Kultur in ländlichen Räumen.“ Auch der Jägerhof im Herzen der Altstadt gehört zu den durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW geförderten Dritten Orten.

 

[Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Bergneustadt sorgte am Nachmittag für den musikalischen Rahmen des zweiten Weinfestes am Bergneustädter Heimatmuseum.]

 

Musikalisch gestaltete der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr den Nachmittag mit großem Klang, am frühen Abend übernahm Gitarrist und Sänger Stevie Gable mit einer Zeitreise durch die Musikgeschichte. Der Rebbelrother betonte, er fühle sich sowohl dem Heimatmuseum als auch dem Jägerhof sehr verbunden. „Ich habe an beiden Orten schon Konzerte gespielt und mag die besondere Atmosphäre.“ Es sei ein immer ein sehr herzliches und zugewandtes Miteinander. Mit Songs von Sting, einem „Smoke on the Water“ von Deep Purple im Swing-Look sowie unter anderem einem feinen „Night & Day“ füllte er zwei Konzertstunden.

 

[Auch Stevie Gable unterhielt die Gäste musikalisch.]

 

„Man muss die Feste feiern, wie sie fallen“, erklärte Angelika Wessendorf, auch sie Mitglied in Heimatverein und Jägerhof-Genossenschaft. Das Weinfest, so betonte sie, sei perfekte Geselligkeit: „Es ist entspannt, alle fühlen sich wohl. Man trifft Menschen, die man lange nicht gesehen hat und kann wunderbar gemeinsam lachen.“ Doris Klaka, als Teil der Jägerhof-Genossenschaft, stand am Waffeleisen und blickte zufrieden in die Runde der vielen Besucherinnen und Besucher. Sie war sicher: „Feste wie diese stärken die Gemeinschaft. Dafür lohnt sich der Einsatz.“

 

Und auch Markus Bauch, Landsknecht und Teil des Organisationsteams war begeistert: „Das Fest wird von allen Generationen super angenommen. Voriges Jahr hatten wir etwa 200 Gäste, diesmal könnten es tatsächlich noch ein paar mehr werden.“

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