SCHüTZEN

Nach mehreren Anläufen am Ziel: Stefan Wenzel ist neuer Schützenkönig

mkj; 01.06.2026, 22:06 Uhr
Fotos: Michael Kleinjung --- Unter dem Jubel der Zuschauer wird der neue Gummersbacher Schützenkönig Stefan Wenzel nach seinem erfolgreichen Königsschuss von seinen Schützenbrüdern auf den Schultern getragen.
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Nach mehreren Anläufen am Ziel: Stefan Wenzel ist neuer Schützenkönig

mkj; 01.06.2026, 22:06 Uhr
Gummersbach – Punkt 18 Uhr war die Entscheidung gefallen: Mit einem präzisen Blattschuss holte Stefan Wenzel den „Königsmilan“ von der Stange und sicherte sich die Königswürde des Gummersbacher Schützenvereins.

Mit einem regelrechten Blattschuss sicherte sich Stefan Wenzel am Montagabend die Königswürde des Gummersbacher Schützenvereins. Punkt 18 Uhr ließ der 62-Jährige den hölzernen „Königsmilan“ mit dem 32. Schuss Großkaliber von der Stange fallen und wurde unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer im Stadtgarten zum neuen Schützenkönig gekrönt.

 

["Wir schießen bis zum Ende", Stefan Wenzel (li.) und Andreas Linneboden von der Kompanie Mitte.]

 

Zuvor hatte sich das Königsvogelschießen zu einem spannenden Duell entwickelt. Von ursprünglich zehn Königsanwärtern blieben nach und nach nur noch vier ernsthafte Kandidaten übrig. Kurz bevor auf die deutlich stärkeren Königspatronen umgestellt wurde, verabschiedete sich ein weiterer Bewerber, sodass schließlich noch Stefan Wenzel und Andreas Linneboden von der Kompanie Mitte sowie Lukas Brüning von der Kompanie Mühlensessmar um die Königswürde kämpften.

 

Die ersten 70 Schüsse mit dem Kleinkalibergewehr hatten am „Königsadler“ kaum sichtbare Spuren hinterlassen. Mit dem Wechsel auf die Großkalibermunition änderte sich das Bild jedoch schlagartig. Bereits nach wenigen Treffern begann sich der Vogel deutlich im Uhrzeigersinn zu drehen. Immer wieder flogen Holzsplitter und größere Stücke durch die Luft, doch der Greifvogel hielt sich hartnäckig auf seiner Stange.

Schuss um Schuss lieferten sich die drei verbliebenen Kandidaten ein packendes Duell. Schon während des Wettkampfes zeigte sich Stefan Wenzel optimistisch. „Wir schießen bis zum Ende“, kündigte er mit Blick auf seinen Kompaniekameraden Andreas Linneboden an. „Einer von uns beiden muss das heute machen.“

 

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Nach insgesamt 102 Schüssen war es schließlich soweit. Mit einem präzisen Treffer zerbarst der „Königsmilan“ förmlich und stürzte zu Boden. Der Jubel der Schützen und Besucher kannte keine Grenzen. Für Wenzel ging damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. „Vom Gefühl her habe ich mindestens sechs Mal mitgeschossen“, sagte der neue Regent kurz nach seinem Erfolg. Mehrfach habe er vergeblich versucht, die Königswürde zu erringen. Entsprechend emotional zeigte er sich nach dem entscheidenden Treffer: „Ich habe mich heute sehr gefreut und bin emotional noch sehr angegriffen.“

 

[Der Vorsitzende Markus Brand krönt Stefan Wenzel zum neuen Schützenkönig des Gummersbacher Schützenvereins (Bild oben). Gemeinsam mit Schützenkönigin Marion Gollan präsentiert sich das neue Königspaar den Gästen und Besuchern des Schützenfestes (Bild unten).]

 

Der selbstständige Unternehmer aus den Bereichen Gebäudemanagement und Personaldienstleistungen blickt nun voller Vorfreude auf sein Regentschaftsjahr. An seiner Seite steht künftig Schützenkönigin Marion Gollan. Sie verriet, dass die Königswürde für ihren Lebensgefährten seit vielen Jahren ein großer Wunsch gewesen sei. „Ich bin froh, dass er in Erfüllung gegangen ist“, sagte sie nach der Krönung.

 

[Der Königsschuss!]

 

Unmittelbar nach dem Vogelschießen nahm der Vorsitzende Markus Brand die Krönung des neuen Königspaares vor. Zuvor wurde der bisherige Regent Sören I. aus dem Hause Blaue offiziell entkrönt. Brand zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Wettbewerbs: „Wir haben einen würdigen Nachfolger für König Sören I. aus dem Hause Blaue gefunden und sind froh, dass nach 70 Schuss Kleinkaliber und 32 Schuss Großkaliber der Königsmilan über den Strombacher Wiesen von der Stange gefallen ist.“

 

Auch Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit zog eine positive Bilanz des Schützenfestes. Das Fest auf dem Steinmüllergelände werde von der Bevölkerung hervorragend angenommen. „Es ist ein richtiges Volksfest geworden“, sagte der Bürgermeister mit Blick auf die große Besucherresonanz und die gute Stimmung während der gesamten Festtage.

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