SCHüTZEN
Nach acht Jahren: GSV-Vorstand will aufhören
Gummersbach – Gestern Abend hat die Mitgliederversammlung des Gummersbacher Schützenvereins stattgefunden – Vorsitzender Markus Brand kündigt Rückzug an.
Der Gummersbacher Schützenverein hat gestern seine diesjährige Mitgliederversammlung abgehalten. Laut einer Mitteilung des Vereins kamen dazu insgesamt 117 Mitglieder in der neuen Location im Seniorenzentrum St. Elizabeth zusammen – darunter der 1. Vorsitzende Markus Brand, Majestät Sören Blaue, Oberhofmeister Torben Remmel sowie die Hofmeister Niclas Herrmann und Jannick Thomm, Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit, der Ehrenvorsitzende Horst Schmitzer, der Ehren-Musikkommissionär Herbert Berg sowie Ehrenmitglied Udo Wiesener. Dabei wurden die Mitglieder nicht nur über die laufenden Aktivitäten und die Vorbereitungen auf das kommende Schützenfest informiert, sondern auch über die Zukunft des geschäftsführenden Vorstands, der sich Gerüchten zufolge im kommenden Jahr nicht zur Wiederwahl stellen wird.
[Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit bei seinem Grußwort.]
Als Vorsitzender bezog Markus Brand Stellung dazu. In einem emotionalen Statement bestätigte der er, dass sich die Vorstandsmitglieder „aufgrund von privaten und familiären Gründen“ im kommenden Jahr tatsächlich nicht erneut zur Wiederwahl aufstellen lassen, auch wenn die gemeinsame Vorstandsarbeit stets große Freude bereitet habe. Nach acht Jahren gemeinsamer Vorstandsarbeit und teilweise vier bis sechs Jahren zuvor in anderen Vorstandskonstellationen sei es an der Zeit, die Verantwortung in andere Hände zu legen und Platz zu machen für neue, engagierte Offiziere. Markus Brand begründet die frühzeitige Kommunikation damit, dass die Bildung eines neuen Vorstandteams Zeit benötige und die Übergabe der Amtsgeschäfte so gut und gründlich wie möglich organisiert werden soll. Der aktuelle Vorstand werde seinen Nachfolgern mit Rat und Tat zur Seite stehen, „sofern unser Erfahrungsschatz, unsere Ratschläge und Kontakte erwünscht sind“, erläuterte Brand der Versammlung.
Nachdem zu Beginn der Versammlung den verstorbenen Schützenbrüdern gedacht worden war, blickte Brand auf das vergangene Geschäftsjahr zurück. Insbesondere ging er dabei auf die Situation rund um den Umzug des Schützenfestes in die Innenstadt ein und betonte noch einmal, dass dieser Schritt alternativlos gewesen sei und man sich aufgrund der vielen begeisterten Besucher intern bereits die Frage gestellt habe, warum man diesen Schritt nicht bereits früher gegangen ist. Das Schützenfest sei ein voller Erfolg gewesen und man habe auch den Charakter des Volksfests zurückbringen können, hob Brand hervor. Abschließend verwies Brand auf die Renovierung und Modernisierung des Schießstands, an dem die Sportschützen mittlerweile eine digitale Schießbahn betreiben dürfen. Außerdem wurde der Schankraum sowie die Außenanlagen aufwändig renoviert. Brand bedankte sich für die zahlreichen Spenden bei den Sponsoren und Unterstützern.
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[Die Sportschützen wurden für ihr Engagement rund um die Renovierung und Modernisierung des Schießstands gewürdigt.]
Anschließend wurden der Kassenbericht sowie die Gewinnermittlung von Schatzmeister Andreas Heinisch vorgestellt. „Entgegen den Befürchtungen einiger Bedenkenträger konnte das Geschäftsjahr mit einem deutlich positiven Ergebnis abgeschlossen werden. Begünstigt wurde das Jahresergebnis durch ein hohes Spendenvolumen für die Modernisierung des Schießstands“, heißt es in der Mitteilung. Aber auch ohne die Zuwendung sei ein signifikanter Gewinn erzielt worden. Das Ergebnis wäre sogar noch positiver ausgefallen, wenn nicht einige Einmalinvestitionen für den Umzug und die Ausrichtung des ersten Schützenfestes in der Innenstadt nach mehr als 100 Jahren notwendig gewesen wären.
Aktuell habe der Verein 1.095 Mitglieder, zum Vorjahreszeitpunkt seines es 1.060 Mitglieder gewesen. Mit dem neuen Festplatz und daraus resultierenden zusätzlichen Vermarktungsmöglichkeiten habe man aber die Voraussetzung geschaffen, auch zukünftig wirtschaftlich nachhaltig arbeiten zu können, berichtete der Schatzmeister. Kassenprüfer Lutz Hassenjuergen bat die Versammlung um die Entlastung des Vorstands, welche bei einer Gegenstimme und vier Enthaltungen von der Versammlung mit großer Mehrheit gewährt wurde. Im Anschluss folgten die Beförderungen verdienter Offiziere und die Ehrung zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Zugehörigkeit im Gummersbacher Schützenverein. Außerdem wurde Gunnar Hunscher der Säbel des 3. Zugführer überreicht.
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[Die beförderten Offiziere.]
Zugführer Jürgen Brensing gab ein kurzes Update zum bevorstehenden Schützenfest und die Kommissionsleiter berichteten über den aktuellen Stand der Planungen. Die Vorbereitungen würden nach Plan laufen, alle notwendigen Genehmigungen seien eingeholt. Allerdings wurde seitens des Vorsitzenden sowie durch die Kommissionsleiter auf die immer höheren und restriktiveren Sicherheitsauflagen verwiesen, die die Organisation und Durchführung eines Festes in der Größenordnung mittlerweile schwierig bis nahezu unmöglich machen würden.
Unter dem Punt „Verschiedenes“ kündigte Markus Brand eine Kooperation mit dem VfL Gummersbach an. Während des Schützenfestes wird es einen gemeinsamen Merchandising-Stand im Stadtgarten geben, wo der VfL unter anderem ein GSV-Fanshirt anbieten wird. Außerdem werden Maskottchen Gummi sowie Spieler der Bundesligamannschaft beim Kinderfest am Schützenfestsonntag eingebunden werden. Als abschließendes Highlight erfolgte die Ausgabe der diesjährigen Festschrift. Das erste druckfrische Exemplar erhielt Majestät Sören I. aus dem Hause Blaue durch Festschrift-Kommissionsleiter Udo Wiesener überreicht.
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[Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften im GSV.]
Beförderungen im Offizierskorps
Unteroffizier:
Philipp Naumann (Social Media Kommission), Paul Henze (Musik Kommission)
Fähnrich:
Florian Breidenbach (Kompanieführung Berstig), André Stiletto (Kompanieführung Stadtmitte), Phil Knoll (Kompanieführung Stadtmitte), Björn Schmidt (Musik Kommission), Kevin Stiletto (Sportschütze), Sascha Scheppe (Sportschütze), Dustin Ditscheid (Sportschütze)
Leutnant:
Daniel Funke (Kompanieführer Stadtmitte)
Oberleutnant:
Dennis Stade (Leiter Musik Kommission), Marcus Hoffmann (Geschäftsführer)
Ehrung für 40-jährige Mitgliedschaft
Wolfgang Börner (in Abwesenheit), Klaus Erger (in Abwesenheit), Bernd Gräfe (in Abwesenheit), Wolfgang Hornbruch (in Abwesenheit), Frank Jersch (in Abwesenheit), Peter Lüdorf, Olaf Schnell, Torsten Stommel, Dirk Vetter (in Abwesenheit)
Ehrung für 60-jährige Mitgliedschaft
Hans Friedrich Gries
Ehrung für 70-jährige Mitgliedschaft
Hans Rück (in Abwesenheit)