SCHüTZEN

Ein König, ein Kaiser und die Zahl Drei dominieren

ad; 16.08.2026, 09:31 Uhr
Fotos: Astrid Deckers --- Stolz präsentiert der 1. Vorsitzende Johannes Sologuren-Sanchez die neuen Würdenträger des Vereins, das Königs- und das Kaiserpaar 2026/2027 (v.li.).
SCHüTZEN

Ein König, ein Kaiser und die Zahl Drei dominieren

ad; 16.08.2026, 09:31 Uhr
Gummersbach - Beim Schützenfest des Schützen- und Geselligkeitsvereins Steinenbrück sicherte sich Peter Möthe ein drittes Mal die Königswürde, Norbert Kasten feierte als Kaiser gleich ein dreimaliges dreifaches Jubiläum.

Von Astrid Deckers

 

Der diesjährige König der Steinenbrücker Schützen ist für viele oberbergische Schützen kein Unbekannter. Als Mitglied in drei Schützenvereinen war er bereits 1991 König der Schützengilde Niederseßmar und 2022 holte er diesen Titel beim Schützenverein Mühle/Niederseßmar. Im Jahr darauf erwarb er dort den Kaiserrang, bevor er vor zwei Jahren mit dem aktiven Schießen in Steinenbrück begann. War er im vergangenen Jahr noch erfolglos beim Kampf um die Königskrone, so konnte er sich beim Schießen in der vergangenen Woche den heiß ersehnten Königsrang ein drittes Mal sichern. Nachdem Georg Roth (König 2025) drei Schüsse auf den Vogel abgegeben hatte, ließ Möthe noch sieben weitere folgen, bevor der Vogel nach dem symbolischen zehnten Schuss abgenommen und ihm übergeben wurde. Gemeinsam mit seiner Königin Claudia Dannenberg freut er sich nun auf ein „wunderschönes Jahr mit der großen Schützenfamilie und Momente, die vom Vereinsleben und Geselligkeit geprägt sind.“

 

[Nach einigen Schwierigkeiten und nur zu zweit gelang es schließlich, den neuen König mit seinen Insignien auszustatten.]

 

Gegen zwei Mitbewerber und mit dem 56. Schuss konnte sich Norbert Kasten zum dritten Mal den Rang des Kaisers sichern. Wer nun glaubt, damit sei es Kasten gelungen, einen Meilenstein zu setzen, irrt gewaltig. Denn ihm gelangen noch weitere dreimalige Titelgewinne im Lauf seiner Schützenkarriere. So war er bereits dreimal König und dreimal Hahnenkönig. Am heutigen Sonntag wird Kasten im Rahmen des Frühschoppens beim Schützenfest für seine 50- jährige Vereinsmitgliedschaft ausgezeichnet. Besonders stolz ist Kasten auf die zahlreichen abgeschossenen „Vögel“, die er alle im Keller seines Hauses ausgestellt und aufbewahrt hat. Auf die Frage nach dem schönsten Moment für ihn, äußert Kasten mit einem Leuchten in den Augen: „Das ist immer die Sekunde, wenn der Vogel fällt“. Nach einem Schlaganfall im Jahr 2024 kämpfte er sich Stück für Stück zurück ins Leben und umso stolzer sind er und seine Frau Gloria darüber, dass er für die nächsten zwei Jahre die Kaiserwürde erringen konnte.

 

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[Das Ehepaar Norbert und Edith Hufrath kennt den neuen Kaiser Norbert Kasten bereits seit Jahrzehnten und besucht ebenso lange schon Schützenfeste im gesamten Oberbergischen Kreis.]

 

Eine besondere Premiere erlebte der Pressewart des Vereins und Hofmarschall des Königspaars, Thomas Nowitzki. Ihm hatte der 1. Vorsitzende des Vereins Johannes Sologuren-Sanchez die ehrenvolle Aufgabe übertragen, die Krönung der diesjährigen Würdenträger zu übernehmen. Souverän und unterhaltsam meisterte Nowitzki diese Aufgabe und berichtete direkt zu Beginn, dass die Schützenliesel Mara Fuchs, die den Vogel mit dem 139. Schuss vom Mast geholt hatte, selbst nicht damit gerechnet habe und an der Krönung nicht teilnehmen könne, da sie sich im Urlaub befindet. Mit dem 52. Schuss konnte sich Peter Lemke gegen fünf Mitbewerber durchsetzen und der Hahnenkönig werden. Beim Pfänderschießen traten 16 Bewerber gegeneinander an. Benno Schuster holte sich mit dem 21. Schuss den Kopf, Frank Brosius mit dem 40. den rechten und der spätere König Peter Möthe mit dem 54. Schuss den linken Flügel. Beate Sandmann gelang es mit dem 69. Schuss, den Schwanz abzuschießen.

 

[Mit viel guter Stimmung feierten die Steinenbrücker und ihre Gäste die eine Woche zuvor ermittelten neuen Würdenträger.]

 

Im Anschluss an den Königstanz wurde der offizielle Teil des Abends beendet und die Vereinsmitglieder, sowie die Delegationen des Stutzenvereins Dümmlinghausen-Hesselbach und des Schützenvereins Windhagen gingen gemeinsam mit einer Abordnung des Rheinischen Schützenbunds zum geselligen Teil über. Musikalisch begleitet von Rausch Entertainment wurde das Tanzbein geschwungen und gemeinsam gefeiert, so wie es sich das amtierende Königspaar gewünscht hatte.

 

Heute startet der Tag mit einem Frühschoppen und der Ehrung langjähriger Vereinsmitglieder, bevor um 14 Uhr der Familiennachmittag mit Kinderbelustigung und bei Kaffee und Kuchen eröffnet wird.

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