Was das kalte Bad mit Körper, Herz und Psyche macht – und für wen Vorsicht gilt.
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Eisbaden liegt im Trend. Doch was steckt wirklich dahinter – und wem tut das kalte Wasser gut?
Immer mehr Menschen gehen im Winter bewusst in Seen, Flüsse oder ins Meer. Was nach Überwindung klingt, wird von vielen als belebend und stärkend beschrieben. Medizinisch betrachtet lohnt sich ein genauer Blick: Denn Eisbaden kann positive Effekte haben – ist aber nicht für jeden geeignet.
Was passiert im Körper, wenn wir ins eiskalte Wasser gehen?
Sobald der Körper mit sehr kaltem Wasser in Kontakt kommt, reagiert er sofort:
Die Blutgefäße ziehen sich zusammen, das Blut wird in den Körperkern geleitet, Herzschlag und Blutdruck steigen kurzfristig an. So schützt sich der Körper vor dem Auskühlen. Beim anschließenden Aufwärmen weiten sich die Gefäße wieder – ein Training für das Gefäßsystem.
Fachleute empfehlen, nicht länger als zwei bis drei Minuten im kalten Wasser zu bleiben.
Stärkt Eisbaden das Immunsystem?
Der Kälte-Wärme-Wechsel kann die Durchblutung fördern – auch in den Schleimhäuten. Dadurch wird es Viren und Bakterien schwerer gemacht, in den Körper einzudringen. Viele Menschen berichten zudem, dass sie sich nach regelmäßigem Eisbaden widerstandsfähiger fühlen.
Hilft Eisbaden beim Abnehmen?
Kälte aktiviert das sogenannte braune Fettgewebe, das Energie fast ausschließlich in Wärme umwandelt. Dadurch steigt der Energieverbrauch. Wie hoch dieser Effekt tatsächlich ist, ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt: Studien kommen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Eisbaden ersetzt daher weder Bewegung noch eine ausgewogene Ernährung – kann aber zusätzliche Reize setzen.
Eisbaden: Wirkung auf die Gesundheit – gesund oder gefährlich?
Ist Eisbaden gut fürs Herz – oder eher riskant?
Das Wechselspiel aus Kälte und Wärme kann Ablagerungen in den Blutgefäßen vorbeugen und so das Herz-Kreislauf-System unterstützen. Gleichzeitig gilt:
Menschen mit Herz- oder Gefäßerkrankungen sollten auf Eisbaden verzichten oder vorher ärztlichen Rat einholen. Auch für Schwangere wird davon abgeraten.
Warum berichten viele von besserer Stimmung nach dem Eisbad?
Der Kältereiz führt zur Ausschüttung von Stress- und Glückshormonen wie Adrenalin und Endorphinen. Viele empfinden danach mehr Klarheit, Ruhe und ein positives Körpergefühl. Nicht zuletzt spielt auch die mentale Komponente eine Rolle: Die eigene Überwindung wirkt stärkend und selbstbestätigend.
Was sollten Einsteiger unbedingt beachten?
- langsam an Kältereize herantasten (z. B. mit Wechselduschen)
- niemals allein baden
- nicht springen, sondern langsam ins Wasser gehen
- Kopf möglichst trocken halten
- vor und nach dem Bad aktiv aufwärmen
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