Oberberg - Knapp 8.950 Menschen aus Oberberg waren im vergangenen Monat arbeitslos gemeldet – 2.370 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Die Arbeitslosigkeit ist im Oberbergischen Kreis im Oktober gesunken. 8.953 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 184 Personen weniger (- 2,0 Prozent) als im September, aber 594 Personen bzw. 7,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,9 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,5 Prozent. Dies teilt die Agentur für Arbeit mit.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 3.664 Personen (66 Personen weniger als im Vormonat, aber 408 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 5.289 Arbeitslose registriert (118 Personen weniger als im Vormonat, aber 186 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 59 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.474 Personen arbeitslos. Davon kamen 655 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 1.646 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 549 eine Erwerbstätigkeit auf.
512 Stellen wurden im Oktober neu gemeldet (zehn mehr als im Vormonat und 55 mehr als vor einem Jahr). Aktuell befanden sich damit 2.372 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
„Die Zahl der Arbeitslosen ist im Oktober erneut leicht gesunken, insbesondere bei jungen Menschen, die erfolgreich in den Arbeitsmarkt einmündeten. Die regionale Entwicklung zeigt ein differenziertes Bild: Während in Leverkusen die Zahlen leicht anstiegen, sanken sie in Oberberg deutlich. Bei den Zu- und Abgängen aus der Erwerbstätigkeit zeigen sich ebenfalls divergente Entwicklungen. In Leverkusen und Oberberg sanken sowohl die Zugänge als auch die Abgänge, während im Rheinisch-Bergischen Kreis die Zugänge und Abgänge anstiegen“, blickt Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach, auf die Zahlen.
Die Arbeitskräftenachfrage sei im Vergleich zum Vormonat erneut gesunken, liege aber weiterhin knapp zwölf Prozent über dem Vorjahresniveau. Jordy weiter: "Der Arbeitsmarkt bleibt volatil, da Unternehmen auf politische und wirtschaftliche Meldungen reagieren. Durch die Ergänzung mit Digitalisierung und KI entsteht eine komplexe Gemengelage, die noch keine klare Tendenz in der Entwicklung des Arbeitsmarktes erkennen lässt. Die globalen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen führen aufgrund der individuellen Wirtschaftsstrukturen in den drei Regionen zu unterschiedlichen Betroffenheiten."