OBERBERGISCHER KREIS
Nach Cyber-Attacke: Kreis leistet Amtshilfe für betroffene Verwaltungen
Oberberg – Hacker haben die IT von Verwaltungen in Südwestfalen lahmgelegt – Kollegen aus Siegen-Wittgenstein und Olpe arbeiten vorübergehend in Gummersbach.
Am Wiedenhof in Gummersbach hat der Oberbergische Kreis eine weitere Außenstelle eingerichtet, allerdings für die Kreisverwaltungen Siegen-Wittgenstein und Olpe. Nach einem Hackerangriff auf die Infrastruktur der Südwestfalen-IT sind mehr als 70 Städte und Gemeinden sowie Kreise in Südwestfalen seit fast zwei Wochen telefonisch und per E-Mail nur eingeschränkt erreichbar. Digitale Dienstleistungen können die Betroffenen derzeit nicht anbieten.
"In dieser prekären Situation möchten wir die Kolleginnen und Kollegen der Nachbarkreise unterstützen und leisten gerne Amtshilfe“, erklärt Kreisdirektor Klaus Grootens. In den beiden Gebäuden stehen acht Arbeitsplätze in vier Büros und die nötige technische Ausstattung bereit, um Anliegen des Schwerbehindertenrechts und der Elterngeldstelle zu bearbeiten.
Fünf Verwaltungsangestellte des Kreises Siegen-Wittgenstein sowie vier Bedienstete des Kreises Olpe haben ihre Tätigkeit bereits aufgenommen. Wie lange sie in Gummersbach bleiben werden, ist offen. "Wir werden selbstverständlich so lange unterstützen, wie es die Situation nach dem IT-Crash verlangt", betont Grootens.