WIRTSCHAFT

Trotz Corona-Krise: Ergebnisse im Rahmen der Prognosen

Red; 06.08.2020, 10:00 Uhr
WIRTSCHAFT

Trotz Corona-Krise: Ergebnisse im Rahmen der Prognosen

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Red; 06.08.2020, 10:00 Uhr
Gummersbach – Tapetenhersteller A.S. Création hält Umsatzrückgang in Grenzen – Positive Entwicklung in Deutschland.

Aufgrund der Maßnahmen, die ab Mitte März in vielen Ländern ergriffen wurden, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, war das zweite Quartal für A.S. Création, Europas größtem Tapetenhersteller, herausfordernd. Die Lockdowns führten nach Angaben des Konzerns im zweiten Quartal zu einem Umsatzrückgang um 17,7 Prozent, weshalb der Umsatz im ersten Halbjahr mit 68,6 Millionen Euro um 9,3 Prozent hinter dem Vorjahreswert (75,6 Millionen Euro) zurückblieb.

 

Ein stärkerer Rückgang sei zum einen durch eine positive Umsatzentwicklung in Deutschland verhindert worden, wo eine Steigerung um 5,4 Prozent erfolgte. Zum anderen verzeichnete A.S. Création im Juni wegen der Lockerungen der Corona-Beschränkungen in vielen Ländern einen Anstieg des Konzernumsatzes um 15,3 Prozent.

 

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Auf das Umsatzminus hat das Gummersbacher Unternehmen mit einer Reduzierung der Produktionskapazitäten, einem Abbau der Bestände und Kosteneinsparungen reagiert. „Hierdurch konnten die fehlenden Ergebnisbeiträge aufgrund des gesunkenen Umsatzes nahezu kompensiert werden“, teilte A.S. Création mit. Nicht mehr aufgefangen werden konnten dagegen die Währungsverluste in Höhe von 2,0 Millionen Euro, die aus der Abwertung des russischen und weißrussischen Rubels gegenüber dem Euro resultieren.

 

Das operative Ergebnis liegt mit 0,7 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 3,8 Millionen Euro. Das um die Währungseffekte berei­nigte operative Ergebnis belief sich auf 2,7 Millionen Euro (Vorjahr: 2,8 Millionen €) und lag somit im Rahmen der Planung von 2,5 bis 3,0 Millionen Euro. „Insgesamt wertet der Vorstand diese Entwicklung als großen Erfolg“, hieß es weiter.  

 

Für 2020 hatte das Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 143 und 153 Millionen € und einem operativen Ergebnis zwischen vier und fünf Millionen Euro (ohne Währungseffekte) kalkuliert. Doch die anhaltende Corona-Krise und deren mögliche Auswirkungen ließen im Hinblick auf die weitere Entwicklung keine seriöse Einschätzung zu. „Daher sieht sich der Vorstand momentan nicht in der Lage, eine fundierte Aussage zu treffen, ob und wenn ja, in welchem Umfang die Gesamtjahresplanung 2020 nach unten anzupassen ist.“

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