WIRTSCHAFT

Sterben der Gastronomiebetriebe setzt sich fort

pn; 07.07.2020, 18:18 Uhr
Archivfoto: Michael Kleinjung ---- Die Gaststätte „Treppchen“, zuletzt „Scala“, in Bergneustadt-Druchtemicke ist einer der Betriebe, der mittlerweile aus dem Oberbergischen verschwunden ist.
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Sterben der Gastronomiebetriebe setzt sich fort

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pn; 07.07.2020, 18:18 Uhr
Oberberg – Die Zahl der Niederlassungen in der Gastronomie ist im Oberbergischen Kreis um 14 Prozent zurückgegangen – Zahl der Beschäftigten steigt dagegen um fast 13 Prozent.

Von Peter Notbohm

 

Über jeder zehnte Gastronomiebetrieb ist im Oberbergischen Kreis zwischen 2008 und 2018 verschwunden. Das ergibt sich aus den Zahlen, die das statistische Landesamt NRW am heutigen Dienstag veröffentlicht hat. Demnach schrumpfte die Zahl der gastronomischen Betriebe von 612 (2008) auf 526 (2018) um 14,1 Prozent. Landesweit ging die Zahl der Niederlassungen um neun Prozent auf 43.547 zurück. Angestiegen ist dagegen die Zahl der Beschäftigten in der Gastronomie. Hier stieg im Oberbergischen Kreis die Zahl der Angestellten um 12,8 Prozent von 1039 (2008) auf 1172 (2018). NRW-weit stieg die Zahl in diesem Wirtschaftszweig sogar um 34 Prozent auf 138.179 Menschen.

 

Zu den Niederlassungen in der Gastronomie zählen Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben, Cafés, Eissalons, aber auch der Bereich „Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen“ sowie „Ausschank von Getränken“. Während Caterer im Oberbergischen einen leichten Anstieg von 10 Prozent von 50 auf 55 Niederlassungen verbuchen konnten, ist der Rückgang bei Kneipen, Discos, Bars und Vergnügungslokalen eklatant. Hier schrumpfte die Zahl der Betriebe fast um ein Drittel von 120 auf 81. Lediglich in den Großstädten Düsseldorf (+2 Prozent) und Köln (+1 Prozent) konnten 2018 mehr Betriebsstätten ermittelt werden als noch vor zehn Jahren.

 

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Die Beschäftigtenzahlen sind im Oberbergischen dagegen in allen drei Bereichen gestiegen. In Restaurants und ähnlichen Betrieben stieg die Zahl der Sozialversicherungspflichtigen um 9,8% von 779 (2008) auf 855 (2018). Im Bereich Catering arbeiten 18,4 Prozent mehr Menschen (212 auf 251 Angestellte) und in Bars und ähnlichen Betrieben gibt es 37,5 Prozent mehr Erwerbstätige (48 auf 66).

 

Laut den Statistikern sind 2018 NRW-weit mehr als 90 Prozent der Gastronomiebetriebe Kleinstbetriebe mit weniger als zehn sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Fast jedes zweite Unternehmen wurde von Soloselbstständigen betrieben.

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