SOZIALES

Sternsinger setzen auf Alternativen

ls; 13.01.2021, 09:00 Uhr
Fotos: Leif Schmittgen.
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Sternsinger setzen auf Alternativen

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ls; 13.01.2021, 09:00 Uhr
Gummersbach - Pandemiebedingt kommt der Segen auf anderen Wegen in die Häuser - In diesem Jahr werden Kinder in der Ukraine unterstützt.

Von Leif Schmittgen

 

In Coronazeiten ist alles anders. Die im September des vergangenen Jahres begonnen Planungen für die Sternsinger-Aktion und die Rekrutierung von Freiwilligen sind aufgrund der im Herbst gestiegenen Fallzahlen auf Eis gelegt worden. Stattdessen arbeitete man in den katholischen Pfarrgemeinden "Oberberg Mitte" an anderen Ideen. Wie Andrea Kuhl - zuständig für drei Sternsingerbezirke in der Kreisstadt - berichtet, war eine Alternative schnell gefunden. Diejenigen, die sich für den jährlichen Segenswunsch sowieso auf einer Liste eingetragen hatten, werden auch dieses Mal besucht. Allerdings wird persönlicher Kontakt tunlichst vermieden, denn die Sternsinger werfen den Segensspruch nebst Flyer und Überweisungsträger in die Briefkästen der Haushalte.

 

WERBUNG

 

In den vergangenen Jahren hatte man sich jeweils zum Ziel gesetzt, mindestens 10.000 Euro für das bundesweit festgelegte Spendenprojekt zu sammeln. Ob die Marke in diesem Jahr erreicht werden kann, ist ungewiss. „Wir können in diesem Jahr die Seniorenheime und Krankenhäuser nicht besuchen. Da die Spenden nur digital eintreffen, weiß ich nicht, wie viel Geld schon zusammengekommen ist“, so die Organisatorin. Zusätzlich stehen Spendenboxen in Bäckereien, Apotheken und Banken.

 

In diesem Jahr werden die gesammelten Gelder in die Ukraine überwiesen. „Dort sollen notleidende Kinder unterstützt werden“, berichtet Andrea Kuhl. Oftmals seien junge Menschen dort auf sich alleine gestellt, weil ihre Eltern im Ausland arbeiten und nur selten zu Hause sind.  Um die Aktion voranzutreiben, hat man in Gummersbach eigens ein Video (hier) erstellt, in dem kräftig die Werbetrommel gerührt wird.

 

Normalerweise findet Ende Januar ein großer Dankesgottesdienst für die Sternsinger statt, der jedoch dieses Mal pandemiebedingt ausfällt. Bundesweit wurde die Aktion um einen Monat bis Ende Februar verlängert. Spenden sind unabhängig der Hausbesuche während des gesamten Jahres möglich.

 

Sternsinger

 

 

Das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger’ ist das Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland mit Sitz in Aachen. Die größte Aktion ist die Sternsingeraktion, die jährlich gemeinsam mit dem BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) organisiert wird. Der „Verein der Heiligen Kindheit“ legte 1846 in Aachen den Grundstein für das Kindermissionswerk. 1922 erhob Papst Pius Xl. ihn zum „Päpstlichen Werk“. Heute ist daraus eine riesige Bewegung geworden, die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit, heißt es auf der Homepage des Kindermissionswerks.

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