SOZIALES

Familienpatenschaften starten in Bergneustadt

Red; 11.07.2019, 15:55 Uhr
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Foto: OBK --- Zehn Frauen und ein Mann übernehmen eine Familienpatenschaft. Mit dabei: Iris Hügel-Bruchhaus (Gesundheitsamt, 1.v.li.), Annabell Burba (Kreisjugendamt, 3.v.li.), Bürgermeister Wilfried Holberg (1.v.re.), Claudia Adolfs (Fachbereichsleitung Bildung, Soziales und Ordnung der Stadt Bergneustadt, 2.v.re.) und Ralf Schmallenbach (Gesundheits- und Sozialdezernent des Oberbergischen Kreises, 3.v.re.).
SOZIALES

Familienpatenschaften starten in Bergneustadt

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Red; 11.07.2019, 15:55 Uhr
Oberberg - Pilotprojekt von Kreisjugendamt und Gesundheitsamt startet in Kürze - Elf Ehrenamtliche haben sich für die Patenschaft schulen lassen.

Eine niederschwellige, unbürokratische Unterstützung für Familien mit

Kindern von bis 3 Jahren bietet das Pilotprojekt „Familienpatenschaft“ von Kreisjugendamt und Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises. Elf Ehrenamtliche wurden in den vergangenen Wochen für die Patenschaft ausgebildet. In den nächsten Tagen werden die ersten Kontakte mit Familien in Bergneustadt hergestellt, wo das Projekt startet. Die Familienpaten verbringen einmal wöchentlich Zeit mit den Familien und stehen ihnen in alltäglichen Situationen zur Seite. Sie haben ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Eltern, verbringen aber auch Zeit mit den Kindern.

 

„So eine Unterstützung hätte ich mir in meiner Zeit Alleinerziehende auch gewünscht“, sagt die frischgebackene Familienpatin Jennifer Kunze. Die dreifache Mutter übernimmt eine Familienpatenschaft in Bergneustadt und möchte ihre eigenen Erfahrungen nutzen, um andere zu unterstützen: „Manchmal hilft es vielleicht schon, sich über den Tag auszutauschen.“ Die Familienpatenschaft bietet eine bedarfsgerechte Betreuung und ist auf eine Dauer von zwei Jahren angelegt. Die Unterstützung wird gemeinsam zwischen den Ehrenamtlichen und den Familien individuell gestaltet.

 

Das Kreisjugendamt und das Gesundheitsamt stehen den Paten begleitend bei Gruppentreffen und mit Gesprächen zur Verfügung. Zu den Ehrenamtlichen, die eine Patenschaft übernehmen, gehört auch Jürgen Vogt. Der pensionierte Lehrer möchte auch im Ruhestand soziale Verantwortung übernehmen. „Die Schüler- und Elternarbeit und die Kommunikation hat mir immer sehr viel Spaß gemacht “, freut er sich seine Kenntnisse für die neue Aufgabe nutzen zu können.

 

Die Paten des Pilotprojekts benötigen keine beruflichen Vorkenntnisse. Sie wurden in den vergangenen Wochen für ihr Ehrenamt geschult. Fünf Module zu sozialräumlichen Strukturen, Kindeswohlgefährdung, Selbstfürsorge und medizinischem Notfallmanagement im Kleinkindalter standen auf dem Lehrplan. Jetzt fand die Zertifikatsübergabe in der Begegnungsstätte Hackenberg statt.

 

Ralf Schmallenbach, Gesundheits- und Sozialdezernent des Oberbergischen Kreises, dankte den Teilnehmern für ihr Engagement: „Heutzutage bildet die klassische Großfamilie mit ihren vielen helfenden Händen die Ausnahme. Mit der Familienpatenschaft setzten sie einen unterstützenden Impuls von außen.“

 

„Sie übernehmen eine wichtige soziale Aufgabe“, gratulierte auch Bürgermeister Wilfried Holberg und freute sich, dass das Pilotprojekt in Bergneustadt startet: „Der Oberbergische Kreis hat in einer wichtigen sozialen Frage ein bereicherndes Projekt aufgestellt.“ Seine Kollegin Claudia Adolfs (Fachbereichsleitung Bildung, Soziales und Ordnung der Stadt Bergneustadt) betonte, dass die Patenschaft als möglicher Anschluss an den Babybegrüßungsdienst und die Familienhebammen ein wichtiger Baustein im Rahmen der Frühen Hilfen ist.

 

Wer die Unterstützung durch eine Familienpatenschaft in Anspruch nehmen oder selbst Pate werden möchte, kann sich mit den beiden Projektorganisatorinnen in Verbindung setzen:

 

Gesundheitsamt

Iris Hügel-Burchhaus

Telefon: 02261/88-53 43

E-Mail: iris.huegel-bruchhaus@obk.de

 

Kreisjugendamt

Annabell Burba

Telefon: 02261/88-51 43

E-Mail: annabell.burba@obk.de

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