LOKALMIX

Nachtaktive "Krötenchauffeure" gesucht

bw; 14.02.2020, 16:40 Uhr
Fotos: Sabine Reinecke/Uwe Hoffmann.
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Nachtaktive "Krötenchauffeure" gesucht

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bw; 14.02.2020, 16:40 Uhr
Oberberg – Die an einigen Straßen errichteten Krötenzäune müssen regelmäßig kontrolliert werden, damit die Tiere nicht sterben.

Es gibt an vielen Straßen im Oberbergischen Kreis Konzentrationspunkte wandernder Frösche und Kröten. Wenn es in den nächsten Tagen wärmer wird, gehen die Massenwanderungen zu den Paarungs- und Laichgewässern los, teilt der Nabu mit. Dabei reichen Temperaturen ab fünf Grad Celsius aus, ein bisschen Regen und die Tiere verlassen die Winterquartiere und machen sich auf den Weg. An Straßen werden vielerorts Krötenzäune aufgestellt. Flexible Plastikzäune werden mit Stöcken errichtet und dort werden in regelmäßigen Abständen ebenerdig Eimer eingegraben. In diese Eimer fallen die Kröten und Frösche auf dem Weg zum nahegelegenen Wasser. Entfernungen zwischen 400 Metern und zwei Kilometern werden von den Tieren zurückgelegt. Die Wanderungen setzen in der Dämmerung ein und finden nur nachts statt. Tagsüber sind die Tiere nicht auf der Straße und Autofahrer brauchen hier nicht angepasst fahren.

 

Aus den Eimern werden die gefangenen Tiere abends und morgens befreit und auf die andere Straßenseite getragen. Nach der Paarung und dem Ablaichen wandern die Tiere zurück Richtung Sommerlebensraum und die Eimer bleiben in dieser Zeit noch eingegraben und werden weiterhin regelmäßig geleert. Kann die regelmäßige Leerung der Eimer nicht gewährleistet werden, würden die Tiere innerhalb weniger Stunden in den Eimern sterben.

 

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Nun rufen die Amphibienschützer zur Hilfe auf. „Aufgrund der Menge der Tiere und der gebotenen Regelmäßigkeit der Entleerung der Eimer brauchen wir zum Beispiel an der Lingesetalsperre dringend weitere Helfer, die bereit sind, in den frühen Morgenstunden und abends die Eimer zu kontrollieren und die Tiere über die Straße bringen“, so Marko Prietz, Leiter des Arbeitskreises Amphibien im Naturschutzbund Deutschland Kreisverband Oberberg.

 

Konkret werden Helfer an folgenden Schwerpunkten gesucht:

Engelskirchen: Kaltenbach und Blumenau

Marienheide: Lingesetalsperre, Grennebach, Bereich Niederwette, Leppestrasse

Nümbrecht: Holsteins Mühle

Waldbröl: Vierbucher Mühle

 

Wer in den Morgen- oder Abendstunden helfen möchte, kann sich entweder in der Geschäftsstelle des Nabu Oberberg unter Tel.: 02262/71 27 28 oder per Mail an kroetenwanderung@nabu-oberberg.de melden.

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