LEICHTATHLETIK

Kurz vor dem Ziel noch verlaufen

Red; 09.08.2020, 09:51 Uhr
Foto: privat --- Liz Roche (re.) erreichte trotz eines Missgeschicks noch den dritten Platz.
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Kurz vor dem Ziel noch verlaufen

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Red; 09.08.2020, 09:51 Uhr
Oberberg - Refrather Ultratrail-Läuferin Liz Roche landete dennoch auf dem Treppchen bei einem Start in Belgien.

Nach einer langen, corona-bedingten Durststrecke, finden unter anderen Vorzeichen wieder einige Wettkämpfe auch für die Starter des TV Refrath running statt. Nach Belgien zog es zwei Aktive zu einem besonderen Laufevent: dem Ultra Trail des Cisterciens über 63 Kilometer rund 1.500 Höhenmetern, die zu bewältigen waren.

 

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Bereits in aller Frühe ging Lukas Kley als Erster mit einem Topfeld zusammen mit einem Franzosen, zwei Niederländern und einem Belgier südlich von Brüssel auf einen abenteuerlichen Rundkurs. Liz Roche folgte 20 Minuten später, da jeweils im Minutenabstand gestartet wurde. Beide Refrather waren zwar schon öfter lange Distanzen jenseits des Marathons gelaufen, aber sie sind für fünf, sechs oder sieben-stündige Läufe noch nicht erfahren genug. Daher war die defensive Renntaktik des 27-jährigen Lukas Kley goldrichtig. Als er zwischen Kilometer 40 und 50 ein Tief hatte, musste er über ein Kartoffelfeld ohne Weg. „Da musste ich auch mal gehen“, nahm es der frühere Skilangläufer locker. „Die letzten zehn Kilometer lief es glücklicherweise wieder“, so Kley. Gegen die internationale Trail-Konkurrenz hatte er keine Chance auf einen Podiumsplatz. Doch mit einem fünften Rang im Gesamtfeld war der Kölner glücklich und zufrieden.

 

Schnell fand die Irin Liz Roche ihren Rhythmus, obwohl sie fast ausschließlich in Köln auf Asphaltwegen und manchmal im Königsforst trainiert. Das ist wohl der Grund, dass sie im letzten Drittel des Ultratrails muskuläre Probleme in den Waden bekam. Aber die Irin ist eine Kämpferin. Leider passierte ihr noch ein Missgeschick kurz vor dem Ziel: sie übersah einen Abzweigungspfeil. Zwei Kilometer Umweg kosteten nicht nur Zeit, sondern auch den zweiten Rang der Frauen. „Ich war sehr müde und unkonzentriert und wusste nicht, dass ich so weit vorne lag“ ärgerte sich die Refratherin ein wenig. Denn hinter der souveränen Gesamtsiegerin Sophie Rousseaux aus Belgien belegte sie nur wenige Sekunden hinter Katja Malfliet trotz Verlaufens einen überraschenden 3. Platz. Aber bei der Siegerehrung war dann doch die Freude groß, auf dem Treppchen zu stehen. 

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