Archiv

Tierheim-Neubau wächst rasant

nh; 7. Dec 2018, 15:50 Uhr
Bilder: Nils Hühn --- TSVO-Vorsitzender Horst Gießen (vorne rechts) neben Wiehls Bürgermeister Ulrich Stücker (2.v.r) zahlreiche Gäste beim Richtfest des Neubaus im Tierheim Koppelweide.
ARCHIV

Tierheim-Neubau wächst rasant

nh; 7. Dec 2018, 15:50 Uhr
Wiehl - Mächtig ins Zeug gelegt haben sich alle Beteiligten am Neubauprojekt des Tierheims Koppelweide - Heute wurde das Richtfest gefeiert - Im Rahmen des Sommerfestes soll die Einweihung zelebriert werden.
Von Nils Hühn

Horst Giesen kann sich noch gut daran erinnern, wie er mit einem engagierten Team vor acht Jahren die Geschicke im Tierheim Koppelweide übernahm. „Hätte uns 2010 jemand gesagt, dass wir jetzt das Richtfest eines Neubaus feiern, hätten wir ihn für verrückt gehalten“, so der Vorsitzende des Tierschutzvereins Oberberg (TSVO). Denn damals lag in Koppelweide Vieles im Argen. Nur mit jeder Menge Fleiß und Einsatz wurden die dringendsten Probleme beseitigt. Zwei kleine und eine größere Erbschaft versetzten den 300 mitgliederstarken Verein kürzlich in die Lage, an eine Neuausrichtung der Tierunterkunft zu denken. Wo vor wenigen Jahren noch eine Schließung drohte, entsteht aktuell ein moderner Neubau.


[Zimmermann Markus Bausche sprach den Richtspruch.]

Der Empfang, ein Büro, die Tierarztpraxis mit einem Behandlungsraum, der OP- und Aufwachraum, der Technikraum sowie eine Hundequarantäne mit drei Innenzimmern und Freiausläufen sollen hier einziehen. Auch an Notfälle hat Architektin Andrea Altemühle gedacht: Im Obergeschoss wurde eine Hausmeisterwohnung eingeplant. Das Richtfest konnte bereits heute gefeiert werden „Im Rathaus gibt es sehr viele tierheimaffine Menschen“, berichtete Wiehls Bürgermeister Ulrich Stücker in seinem Grußwort. „Die Baugenehmigung hat wirklich nur zweieinhalb Monate gedauert?“, war dies für Stücker ein deutliches Signal, dass man sich in der Verwaltung für das Projekt ins Zeug gelegt hatte. „Das Tierheim Koppelweide ist ein Aushängeschild für die Region und insbesondere die Stadt“, so Stücker.


„In nur zwei Monaten hatten die Handwerker das Gebäude hochgezogen“, war auch Gießen vom Baufortschritt begeistert. In die Karten spielte den Bauarbeitern das trockene Wetter. Mittlerweile ist auch das Dach geschlossen und so konnte Zimmermann Markus Bausche feierlich den Richtspruch sprechen und schwungvoll das Bierglas zerschmettern. Im Rahmen des Sommerfestes sollen ein Tag der offenen Tür und die Einweihung des Neubaus durchgeführt werden. Wenn alles umgezogen ist, wird auch das 100 Jahre alte Hauptgebäude (Bild) abgerissen, um die Etage der Katzen zu vergrößern. „Dann haben wir erst einmal alle größeren Baustellen abgearbeitet“, warb Gießen um weitere Spenden. Rund zehn Prozent der Baukosten müssen noch über die Baustein-Aktion oder Zimmernamen-Patenschaften eingenommen werden.


[Dieser Teil des Tierheims bleibt bestehen.]