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Die Renaissance der Festung Eichhardt

lo; 9. Dec 2018, 20:15 Uhr
Bilder: Michael Kleinjung --- Jordi Scherbaum versucht es mit einem Schuss aufs kurze Eck, Keeper Nico Pfennig taucht rechtzeitig ab.
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Die Renaissance der Festung Eichhardt

lo; 9. Dec 2018, 20:15 Uhr
Oberberg - Wiehl schlägt den Tabellenzweiten und bleibt erneut ohne Gegentor - Brummenbaum wendet nächste SSV-Pleite ab - Die Fußball-Landesliga wird präsentiert von der Sparkasse der Homburgischen Gemeinden (AKTUALISIERT).
FV Wiehl – FV Bonn-Endenich 1:0 (0:0).

Big Points für den FV Wiehl, der sich gegen den Tabellenzweiten verdient durchsetzte. Bei seinem Amtsantritt hatte Wolfgang Müller versprochen, die Eichhardt wieder zu einer Festung auszubauen. Gesagt, getan: Aus den letzten beiden Heimpartien unter seiner Regie holte Wiehl die volle Punktzahl. Zudem stand zum vierten Mal in Folge die Null. Auch Endenich konnte das Bollwerk nicht knacken. „Mir ist wichtig, dass wir nicht in Wild-West-Manier nach vorne laufen, sondern sich alle an der Defensivarbeit beteiligen. Da machen wir zurzeit viele Schritte in die richtige Richtung“, erläuterte der Trainer.       

In Durchgang eins neutralisierten sich die diszipliniert agierenden Teams nahezu gänzlich. Den ersten Wachmacher ließ Kerem Kargin vom Stapel. Er fing einen Fehlpass ab und visierte aus halblinker Position das lange Eck an. Das Leder tropfte an den Außenpfosten (20.). Wenig später schlug Markus Wagner einen Diagonalball auf Jordi Scherbaum, dessen Schuss von Keeper Nico Pfennig ins Toraus gelenkt wurde (28.). Nur einmal geriet die Verteidigung ins Straucheln, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Ozan Taskiran rutschte aus, sodass Selcuk Alagöz freie Bahn hatte. Doch Torwart Julian Bauer behielt im Duell Eins gegen Eins die Oberhand (41.).

Nach dem Seitenwechsel lauerte Stürmer Jan Peters im passenden Moment auf ein ungenaues Zuspiel in der Endenicher Dreierkette und nutzte den Patzer abgezockt aus. „Danach wurde das Spiel offener“, erklärte Müller. Die Gastgeber mussten einige Standardsituationen über sich ergehen lassen. „Trotz der guten Kopfballspieler des Gegners waren wir aber Herr der Lüfte“, betonte der Coach, der dennoch im Zittermodus blieb, weil die Seinen eine Handvoll Konter nicht entscheidend ins Ziel brachten. Der Ausgleich wollte den Bonnern allerdings nicht mehr gelingen. „Mit dem Sieg hat sich die Mannschaft für ihre tolle Trainingsleistung ausgiebig belohnt“, meinte Müller.            
Tore
1:0 Jan Peters (54.).

FV Wiehl
Julian Bauer; Ozan Taskiran, Alexander Tomm, Jonathan Noß, Kerem Kargin, Vinzent Stoffel, Jared Jörgens (77. Davin Dresbach), Michael Möller (90.+3 Simon Weber), Jordi Scherbaum, Markus Wagner, Jan Peters (83. Christopher Lieblang).



[Kapitän Kerem Kargin traf in der 20. Minute den Pfosten.]

SC Brühl - SSV Homburg-Nümbrecht 1:1 (1:0).

Dank eines späten Treffers von Goalgetter Robin Brummenbaum hat der SSV Homburg-Nümbrecht die nächste Schlappe abgewendet. Vom Gastspiel in Brühl hatte sich Coach Torsten Reisewitz mehr versprochen, letztlich konnte er mit dem Remis aber leben. „Die Reaktion der Mannschaft nach der Pause war gut, wobei man natürlich gemerkt hat, dass die Birne nicht frei ist.“ Der SSV war zu Beginn stärker, kassierte jedoch nach einer Ecke das 1:0. Pascal Rüsche, der heute sein Ligadebüt feierte, hatte die von Ricardo Bauerfeind abgefälschte Flanke noch grandios weggefischt, beim Abpraller war er hingegen machtlos.

„Mit dem Tor wurde uns der Stecker gezogen. Die Verunsicherung war sofort zu spüren“, bekamen die Nümbrechter nach Angaben von Reisewitz im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts kein Bein auf den Boden. Rüsche verhinderte mit einer Doppel-Glanztat den zweiten Einschlag (30.). In der Kabine justierte Reisewitz seine Equipe neu und erhöhte bewusst das Risiko. „Wir haben tiefe Pässe gespielt und versucht, die zweiten Bälle zu erobern.“ Christian Rüttgers setzte aus sechs Metern einen Kopfball an die Querstange, Jonas Henscheid scheiterte mit einem Lupfer ebenfalls am Aluminium.


[Unter Wolfgang Müller steht die Null - und vorne gelang Jan Peters (rechtes Bild) das Tor des Tages.]

„Da habe ich schon gedacht, dass es wieder schiefgeht“, schilderte Reisewitz. Die einzige Gelegenheit der Schlossstädter im zweiten Durchgang überstand Nümbrecht unbeschadet (70.), ehe Brummenbaum nach einer Kopfball-Verlängerung des erst zwei Minuten zuvor eingewechselten Maximilian Sackner den Ausgleich erzielte. In der Nachspielzeit hätten Tom Barth und Julian Opitz sogar noch für den Sieg sorgen können. „Was die Jungs in der zweiten Halbzeit kämpferisch abgerissen haben, war super“, hatte Reisewitz an der Mentalität seiner Schützlinge nichts zu bekritteln.              

Tore
1:0 (11.), 1:1 Robin Brummenbaum (84. Maximilian Sackner).

SSV Homburg-Nümbrecht
Pascal Rüsche; Jan Luca Krämer, Johannes Volk (82. Maximilian Sackner), Thomas Ziegler, Julian Opitz, Ricardo Bauerfeind (46. Dennis Kania), Christian Rüttgers, Jonas Henscheid, Kilian Seinsche (88. Jonas Wagner), Tom Barth, Robin Brummenbaum.

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