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Eintracht im Karnevalsgipfel gefordert

lo,jlo; 7. Nov 2018, 14:10 Uhr
Bild: Michael Kleinjung --- Hohkeppels Kapitän Yannick Jerusalem (re.) muss wegen einer Knieverletzung passen.
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Eintracht im Karnevalsgipfel gefordert

lo,jlo; 7. Nov 2018, 14:10 Uhr
Oberberg – Der 11.11. sorgt für einen zerfledderten Spieltag: Nümbrecht und Lindlar übernehmen die 'Frühschicht' - Wiehl, mit neuem Trainer, und Frielingsdorf hoffen auf die ersten Heimsiege - Hohkeppel reist zum Spitzenspiel nach Porz - Kreisliga A: Aufsteiger gastiert auf der Eichhardt (AKTUALISIERT).
Der 11.11. hat im Rheinland den Status eines Feiertages inne. Da der Start der Karnevalssession in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, sind in den Amateurfußballigen etliche Spiele verlegt worden (aktuelle Ansetzungen im Ergebnisdienst von Oberberg-Aktuell). In den oberen Ligen beginnt der Reigen am Donnerstagabend mit den Partien des SSV Homburg-Nümbrecht (Landesliga) und des TuS Lindlar (Bezirksliga).

Zur Anmeldung zum Kreisliga A-Tippspiel unter „MeinOA“

Vorschau Landesliga (12. Spieltag)

TSV Germania Windeck - SSV Homburg-Nümbrecht (Donnerstag, 19:30 Uhr).       

Es fehlen: Robert Arnds, Julian Schwarz, Pascal Rüsche, Michel Hock, Jonas Wagner, Joscha Trommler, Aron Jungjohann, Alexander Epstein, Sebastian Ghofranifar.

Einsatz fraglich: Julian Opitz, Philipp Wirsing.

Zum Spiel: Der SSV Homburg-Nümbrecht ist im Aufwind. Nach dem Sieg im FVM-Pokal gegen Nierfeld legten die Blau-Gelben in der Liga einen 4:3-Erfolg beim damaligen Spitzenreiter Fortuna Köln II nach und wiesen am Sonntag den Aufsteiger Flittard deutlich in die Schranken. „Gegen Windeck haben wir die Chance, unseren Lauf fortzusetzen und uns im oberen Tabellendrittel festzubeißen“, erklärt Coach Torsten Reisewitz. Das Vorhaben, bis zur Winterpause die 20-Zähler-Marke zu knacken, ist in greifbare Nähe gerückt, wobei es in der Klasse wie gewohnt äußerst eng zugeht. „Bis zum 13. Platz sind es sechs Punkte“, sagt Reisewitz mit Blick aufs Klassement. „Wir wollen den Abstand nach unten zu vergrößern. Wenn wir das geschafft haben, können wir uns anderen Zielen widmen.“

Dass der TSV ein schwereres Kaliber als die doch stark verunsichert wirkenden Flittarder sind, ist Reisewitz bewusst. Die Germanen nehmen für gewöhnlich eine abwartende Rolle ein - und schlagen über blitzschnelle Konter zu, sofern sich die Gelegenheit dazu ergibt. „Das gelingt ihnen nahezu perfekt“, erinnert sich Reisewitz ungern an die vergangene Saison zurück. „Da haben wir uns an Windeck auch die Zähne ausgebissen und verdient verloren.“ Als Hauptabnehmer der Konter fungiert übrigens Manuel Schwarz, der fünf Treffer auf dem Konto hat - und zusammen mit Marvin Hennecken und Veli Ümit die Fraktion der ehemaligen Nümbrechter im Team aus dem Rhein-Sieg-Kreis bildet.

Die Hausherren hatten ihr Gehäuse an den ersten Spieltagen komplett vernagelt, inzwischen sind aber die ersten Risse im Beton aufgetaucht. Zweifellos überraschend war die jüngste 1:2-Niederlage bei Hertha Rheidt. „Das Spiel wird über unser Umschaltverhalten nach Ballverlusten entschieden“, ist Reisewitz überzeugt. Die Fehlerquote muss also so gering wie möglich gehalten werden, damit sich die Elf von Marcus Voike nicht in Stellung bringen kann. Ein probates Mittel zum Aufdröseln der Windecker Defensive ist, über die Außenbahnen Dampf zu machen. „Das sollten wir genauso konsequent umsetzen, wie gegen Flittard“, betont der Übungsleiter.

Reisewitz bangt um die Einsätze von Julian Opitz und Philipp Wirsing (jeweils berufliche Gründe), Thomas Ziegler und Johannes Volk sind wieder mit an Bord. Kurz vor dem Anpfiff werden die Verantwortlichen mit einem Auge auf die Auslosung der zweiten Runde des FVM-Pokals schauen. Gegen 19:15 Uhr dürfte klar sein, gegen welchen Gegner der SSV Ende November antritt.             


FV Wiehl – FC Hertha Rheidt (Samstag, 19 Uhr).

Es fehlen: Davin Dresbach, Waldemar Kilb, Luca Dwertmann, Kevin Derksen, Kevin Ufer, Jan Derksen.

Zum Spiel: In den vergangenen 48 Stunden haben sich die Ereignisse in Wiehl überschlagen: Coach Jan Kordt musste seinen Hut nehmen, der neue Mann auf der Trainerbank ist Wolfgang Müller (siehe Bericht). Er feiert seinen Einstand am Samstag im wichtigen Heimspiel gegen den FC Hertha Rheidt.


Vorschau Bezirksliga (12. Spieltag)

TuS Lindlar – FC Rheinsüd Köln (Donnerstag, 19:30 Uhr)

Es fehlen: Jonathan Spicher, Max Frangenberg, Anton Zeka, Luca Jansen, Rico Brochhaus, Moussa Daffe.

Einsatz fraglich: Marc Bruch.

Zum Spiel: Wichtiger Erfolg für den TuS Lindlar nach drei Pleiten in Serie: Auf der gefürchteten Asche des FC Leverkusen landete die Equipe von Uli Bartsch einen 4:2-Sieg und überzeugte dabei insbesondere in der Defensive. „Es war erfreulich, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Leverkusen hat im vorderen Bereich gefährliche Leute. Wenn wir in Rückstand geraten wären, wäre es extrem schwierig geworden“, sagt der Coach. Obwohl die Gastgeber nach einem Platzverweis in Unterzahl agierten, konnten sie den zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand zu Beginn der zweiten Halbzeit egalisieren. In dieser Phase stand das Match Spitz auf Knopf, doch dank der Tore von Hakan Gürsoy und Tom Kombüchen endete der Arbeitstag für die Lindlarer mit der Optimalausbeute.  

Die Comebacks von Tobias Mibis und Pascal Nguyen waren laut Bartsch Gold wert. „Sie haben uns mit ihrer Mentalität enorm weitergeholfen“, hebt der Trainer hervor. Positiver Nebeneffekt: Da der FC Bensberg nicht punktete, wuchs der Abstand zum ersten Abstiegsplatz auf fünf Zähler an. Ein Ruhekissen ist dieser Vorsprung allerdings nicht, weshalb Bartsch hofft, dass der Dreier keine Eintagsfliege bleibt. „Wir müssen zu Hause nachlegen“, fordert er. Der FC Rheinsüd Köln verzeichnete nach einem rasanten Start in letzter Zeit mehrere Fehlzündungen und ist auf den zehnten Rang abgerutscht - der TuS könnte am Donnerstag vorbeiziehen.

Bartsch grübelt noch über die Besetzung im Angriff: Stürmer Jonathan Spicher fällt aus beruflichen Gründen aus, bei Anton Zeka und Marc Bruch sieht’s auch eher mau aus.




SV Frielingsdorf – SV Westhoven-Ensen (Samstag, 16:30 Uhr).

Es fehlen: Marvin Cortes, Tjorben Schmale, Louis Fliegner, Tim Geisler, Christian Stein, Etienne Parmentier, Jonas Dietz.

Einsatz fraglich: Niklas Grumann, Dennis Lüdenbach.

Zum Spiel: Der SV Frielingsdorf ist in die gravierendste sportliche Notlage seit Jahren hineingeschlittert und ringt verzweifelt darum, den Blickkontakt zum rettenden Ufer nicht vollends zu verlieren. Angesichts von acht Zählern Rückstand auf den 13. Germania Geyen spricht, obwohl noch mehr als die Hälfte der Saison zu absolvieren ist, gegenwärtig sehr wenig für den Klassenerhalt. Es herrscht Alarmstufe Rot, zumal der Auftritt im Kellerduell gegen den SSV Berzdorf (1:2) besorgniserregend war und sich die Personalsituation auf absehbare Zeit nicht entspannen wird.

Seit Sonntag glühten die Telefondrähte bei den Verantwortlichen, um kurzfristige Maßnahmen zur gemeinsamen Bewältigung der Krise zu diskutieren. Unter anderem drehten sich die Gespräche darum, inwiefern das Training inhaltlich verändert werden kann, um die Mannschaft auch in punkto Mentalität wieder auf Vordermann zu bringen. Von solchen Grundtugenden war beim Schlüsselspiel in Berzdorf nämlich kaum etwas zu erkennen. „Jeder ist gefordert, mehr zu investieren. Vor allem die Leistungsträger, die bereits länger in der Bezirksliga spielen, müssen jetzt vorangehen“, sagt Coach Dennis Lüdenbach, der das Fehlen relevanter Säulen wie Etienne Parmentier oder Marvon Cortes nicht als Alibi für den Absturz heranziehen möchte. „Nach der Winterpause werden wir breiter aufgestellt sein. Bis dahin gilt es, den Anschluss einigermaßen herzustellen.“                 

Mit der Aufholjagd sollten die Frielingsdorfer, deren Heimkonto übrigens noch jungfräulich ist, tunlichst schon am Samstag beginnen, allerdings taugt der SV Westhoven-Ensen nicht als Sparringspartner. „Wir wissen, dass sie verwundbar sind, aber über enorme Qualitäten im vorderen Bereich verfügen“, so Lüdenbach. Torjäger Jan Hammes und Regisseur Raimund Schmitz gehören zum Besten, was die Liga zu bieten hat. Der Spielertrainer, der wegen einer Zerrung fraglich ist, wirft die Flinte nicht ins Korn: „Wenn wir die gegnerische Offensive in den Griff bekommen, dagegenhalten und unsere Mankos abstellen, haben wir eine Chance.“  


SpVg. Porz – Eintracht Hohkeppel (Sonntag, 14:30 Uhr).

Es fehlen: Yannick Jerusalem, Tibor Heber, Steve Ememekwe, Jonas Stiefelhagen, Robin Theisen, Fabian Reudenbach, Güven Gün, Hoang-Nam Chau, Leon Legat.

Zum Spiel: Die SpVg. Porz und Eintracht Hohkeppel haben die Exklusivrechte inne: Das Gipfeltreffen zwischen dem Primus und dem Tabellendritten ist das einzige Sonntagsspiel des kommenden Spieltags. Darauf hätten die Gäste liebend gerne verzichtet, allerdings blockten die Hausherren den Verlegungswunsch rigoros ab. „Das ist für mich ein Unding“, ätzt der sportliche Leiter der Eintracht, Kevin Theisen. „Die meisten unserer Spieler wohnen zwar in Köln, aber ich denke, dass die Anfahrt am 11.11. schwierig wird. Außerdem hätten unsere Jungs auch gerne Karneval gefeiert.“

Für die Partywilligen im schwarz-gelben Dress geht es somit mit Verspätung auf die Piste. In welcher Stimmungslage sie den Fastelovend einläuten, haben sie selbst in der Hand. Theisen gibt sich im Vorfeld gewohnt forsch. „Das unangenehmste für uns wird der Naturrasenplatz sein und nicht der Gegner“, hat er die „Rothosen“ beim knappen 1:0-Sieg in Bensberg beobachtet. Hinreißend fand er die Leistung des Spitzenreiters nicht. „Sie haben zu 80 Prozent mit langen Bällen operiert. Mal abwarten, ob sie gegen uns genauso spielen.“               

Das Team von Trainer Jonas Wendt würde im Erfolgsfall davonziehen, wobei Hohkeppel noch die Nachholpartie gegen Poll in der Hinterhand hat. Mit dem „Worst Case“ beschäftigt sich Theisen nicht. „Die Porzer sollen sich auf uns einstellen und nicht umgekehrt. Wir wollen über 90 Minuten das Spiel machen und drei Punkte mitnehmen“, so der Sportchef. Die Sportvereinigung hat sich im Sommer massiv verstärkt und vergangene Woche mit Norman Wermes einen weiteren Hochkaräter unter Vertrag genommen. Dreh- und Angelpunkt ist Tugay Düzelten, der die Torschützenliste der Bezirksliga anführt. „Wir haben in der Zentrale genügend Leute, die ihn ausschalten können“, betont Theisen.

Mathias Hartwig wird nach überstandener Verletzung und abgelaufener Sperre erstmals im Kader stehen. Kapitän Yannick Jerusalem (Verdacht auf Innenbandriss im Knie) fällt aus.


Vorschau Kreisliga A (14. Spieltag)


FV Wiehl II – SSV Wildbergerhütte-Odenspiel (Donnerstag, 20 Uhr).

Es fehlt: Andreas Weber.

Einsatz fraglich: Manuel Schmidt-Kraepelin, Sinan Özge.

Zum Spiel: Mit 0:2 lag der SSV Wildbergerhütte-Odenspiel am vergangenen Wochenende gegen Union Biesfeld im Hintertreffen. Zudem musste das Team von Interimstrainer Tim Bubenzer nach dem Platzverweis von Routinier Andreas Weber fast 45 Minuten in Unterzahl bestreiten. Trotz der Schwächung dominierte der Aufsteiger und erkämpfte sich am Ende durch die Treffer von Patrick Buchen und Christopher Krohn ein letztlich gerechtes Remis.

Einen vermeintlichen Regelverstoß des Unparteiischen, der dem zweiten Gästetor vorausgegangen war, werde man nicht weiterverfolgen. Der Schiedsrichter hatte einen Freistoß ausführen lassen, obwohl die vorherige Spielsituation mit einem Torabschluss beendet worden sei und der aus dem Foul resultierende Vorteil damit gegriffen habe. „Wir werden nichts unternehmen, aber vielleicht kann der Blick in die Regelkunde künftig andere Mannschaften vor solchen Fehlentscheidungen schützen“, so Bubenzer.

In der Begegnung bei der Wiehler Reserve sind die Hütter nicht gewillt, Gastgeschenke zu verteilen, wobei das Team von Sascha Mühlmann daheim unbesiegt ist und der SSV in der Fremde bislang nicht dreifach punkten konnte. „Bei einem Blick auf die Tabelle ist die Rollenverteilung wohl klar“, backt Bubenzer kleine Brötchen, ohne schon Vorfeld die weiße Fahne zu schwenken. „Wenn wir so spielen wie in der zweiten Halbzeit gegen Biesfeld, mit hoher Laufbereitschaft und viel Leidenschaft, werden wir die Heimreise nicht mit leeren Händen antreten“, glaubt der Interimscoach.

Einen Nachfolger für Trainer Eduard Landel kann der Verein indes noch nicht präsentieren. Vieles deutet darauf hin, dass Bubenzer und die spielenden Co-Trainern Oliver Pulm und Andreas Weber zumindest bis zur Winterpause die Verantwortung tragen.  

Die übrigen Partien des 14. Spieltages
TuS Untereschbach – SV Refrath (Freitag, 20 Uhr)
Jan Wellem Bergisch Gladbach – TSV Ründeroth (Samstag, 16:30 Uhr)
Blau-Weiß Biesfeld – SSV Homburg-Nümbrecht II (Samstag, 17 Uhr)
Heiligenhauser SV II – SV Altenberg (Sonntag, 12:45 Uhr)
Union Rösrath – VfR Wipperfürth (Sonntag, 15 Uhr)
TV Herkenrath II – SSV Süng (Sonntag, 15 Uhr)
Rot-Weiß Olpe – SV Schönenbach (Sonntag, 15:15 Uhr).

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Vorschau Frauenfußball (8. Spieltag)

Landesliga
Vorwärts Spoho Köln II – FV Wiehl (Freitag, 20 Uhr)

Bezirksliga
TuRa Dieringhausen – Blau-Weiß Biesfeld II (Mittwoch, 19:30 Uhr)
SV Morsbach – SV Eitorf (Sonntag, 11 Uhr)
DJK SSV Ommerborn Sand – BSV Bielstein (Mittwoch, 14. November/19:30 Uhr)            


Vorschau Jugendfußball (8. Spieltag)

A-Junioren Bezirksliga
FV Wiehl – SC Uckerath (Samstag, 16:30 Uhr)

B-Junioren Mittelrheinliga
FC Rheinsüd Köln – FV Wiehl (Samstag, 18:15 Uhr)

C-Junioren Bezirksliga
FV Wiehl – 1. FC Niederkassel (Samstag, 14:30 Uhr)

U14-Junioren Bezirksliga
SC West Köln – FV Wiehl (Sonntag, 11:15 Uhr).

Alle Anstoßzeiten der Spiele in den Amateurligen mit oberbergischer Beteiligung sind im Fußball-Ergebnisdienst von Oberberg-Aktuell zu finden.