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Eine Schule für Alle? - Grenzbereiche der Inklusion

Red; 19. Nov 2013, 15:05 Uhr
Bild: privat --- Gut besucht war der Fachtag zum Thema Inklusion.
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Eine Schule für Alle? - Grenzbereiche der Inklusion

Red; 19. Nov 2013, 15:05 Uhr
Reichshof – Im Rahmen eines Fachtages zum Thema Inklusion im CJG St. Josefshaus setzten sich die rund 60 Teilnehmer mit Chancen und Risiken der inklusiven Beschulung auseinander.
Im Rahmen eines Fachtages stellte die Sankt Antoniusschule der Caritas-Jugendhilfe-Gesellschaft (CJG) die zukünftige Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit  erhöhtem Förderbedarf in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung in den Fokus – ein Thema, dass für die Eckenhagener Einrichtung seit Jahren von zentraler Bedeutung ist. Über 60 interessierte Teilnehmer füllten den Verwaltungssaal des CJG St. Josefshauses.

Die Referenten Prof. Thomas Hennemann (Universität Köln), Dr. Karin Kleinen (Landschaftsverband Rheinland) und Dr. Pia Gottschalk (conception Bonn) erläuterten die Chancen der inklusiven Beschulung aus verschiedenen Perspektiven. Dabei wurde jedoch auch deutlich, dass Förderschulen wohl nicht pauschal abgeschafft werden können: Sonderpädagogische Fachkompetenz in der Förderschule sei weiterhin unverzichtbar, zumindest für Schüler mit besonders erhöhtem Förderbedarf. Hennemann sah die Aufgabe der Förderschulen unter anderem darin, solche Kinder und Jugendlichen auf die Eingliederung in die Allgemeinen Schulen vorzubereiten. Prävention durch kontinuierliche Beobachtung der Lernprozesse und die frühe Identifikation von Problemen seien zentrale Bedingungsfaktoren für schulischen Erfolg.

Dass in diesem Zusammenhang nicht nur die Schule gefragt ist, sondern vermehrt auch die Unterstützung durch die Jugendhilfe und therapeutische Hilfen, zeigten die weiteren Beiträge. Im Anschluss an die Fachvorträge am Vormittag wurden in Arbeitscafés die verschiedenen Aspekte von Inklusion diskutiert. Fazit des Fachtages: Die Weg zur inklusiven Beschulung bietet Chancen und Risiken. Für besonders benachteiligte Kinder bietet der Weg über eine möglichst frühe Intervention durch den Besuch einer Förderschule in Kooperation mit Jugendhilfe und Therapeuten Chancen, erst einmal fit für die inklusive Schule zu werden.