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'Hoffe auf Verkehrschaos auf Steinmüllergelände'

bv; 6. Jun 2018, 17:18 Uhr
Bild: Bernd Vorländer --- Hoffen auf ein positives Echo der Jobmesse: (v. li.) Birgit Steuer (Regionalagentur Köln, Marcus Weichert, (Agentur für Arbeit), Landrat Jochen Hagt, Uwe Cujai, (Wirtschaftsförderung Oberbergischer Kreis) und Rainer Drescher (JobCenter).
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'Hoffe auf Verkehrschaos auf Steinmüllergelände'

bv; 6. Jun 2018, 17:18 Uhr
Gummersbach - Jobmesse soll Beschäftigte mit mehr als 80 Unternehmen am Freitag, 15. Juni, in der Halle 32 und dem Forum Gummersbach zusammenbringen.
Von Bernd Vorländer

"Ich hoffe eigentlich auf ein kleines Verkehrschaos auf dem Steinmüllergelände." Wer so etwas sagt, muss gute Gründe haben. Rainer Drescher, Geschäftsführer des JobCenters Oberberg, hat gute Gründe. Gemeinsam mit der Arbeits-Agentur, der Regionalagentur Köln, dem Gründer- und Technologiecentrum und der Wirtschaftsförderung des Oberbergischen Kreises veranstaltet das JobCenter am 15. Juni die Jobmesse "Jobs in Oberberg" in der Halle 32 und im Forum Gummersbach. Am Start sind über 80 heimische Unternehmen, die auf der Suche nach neuen Mitarbeitern sind. Und letztere sollen in Massen kommen. 3.000 persönliche Einladungen hat alleine das JobCenter verschickt - und deshalb hofft Rainer Drescher eben auch auf einen großen Andrang.


Fakt ist nämlich, dass viele Unternehmen den Facharbeiter-Mangel mehr oder weniger drastisch spüren. "Fachkräfte sind ein knappes Gut, sagt denn auch Landrat Jochen Hagt, der als Schirmherr der Messe fungiert. Es gelte, die suchenden Betriebe und potentielle Interessenten an einem Tag näher zusammenzubringen. Für Rainer Drescher zeigt die "sensationelle Resonanz" der Arbeitgeber aus den Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Kunststofftechnik, Elektrotechnik, Gesundheit, Gastronomie und Zeitarbeit, dass man mit dieser Messe-Premiere absolut richtig liege. Über 60 Helfer sorgen am 15. Juni dafür, dass alles reibungslos läuft und keine Fragen offenbleiben. Für Marcus Weichert, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach,  geht es bei der Messe auch darum, versteckte Potentiale bei Beschäftigten zu heben, die bislang brachliegen würden. Außerdem müssten Distanzen zwischen Unternehmen und beruflichen Wiedereinsteigern, die etwa über Jahre Familienangehörige gepflegt hätten, überwunden werden.

Für Uwe Cujai von der Wirtschaftsförderung des Oberbergischen Kreises kommt es darauf an, vor allem viele Menschen über die Job-Chancen im Oberbergischen aufzuklären. mancher wisse gar nicht, welche Möglichkeiten in der Nähe zum Wohnort bestünden. "Wir wollen diejenigen abholen, die es leid sind, morgens und abends auf der A 4 im Stau zu stehen."  Auch Birgit Steuer, Leiterin der Regionalagentur Köln, begrüßte die Messe nachdrücklich. So würden alle Akteure des regionalen Arbeitsmarktes zusammengebunden und könnten sich den Arbeitsuchenden als Einheit präsentieren. Am 15. Juni erwartet Besucher ein ganztägiges Programm. Von 10 bis 18 Uhr gibt es die Möglichkeit, mit regionalen Unternehmen ins Gespräch zu kommen und sich zu bewerben. Darüber hinaus gibt es vielfältige Informationen und Vorträge. Auch gibt es die Möglichkeit, eigene Bewerbungsunterlagen von Experten prüfen und gegebenenfalls optimieren zu lassen. Kostenlose Bewerbungsfotos, einschließlich eine zuvor erfolgten Stylings, werden ebenfalls angeboten.