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TuS stößt das Tor zum Ligaverbleib weit auf

lo; 14. Apr 2019, 20:10 Uhr
Bilder: Michael Kleinjung --- Eine der ganz wenigen Offensivmomente des SV Frielingsdorf: Moritz Stellberg entsorgt den Ball aus der Gefahrenzone.
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TuS stößt das Tor zum Ligaverbleib weit auf

lo; 14. Apr 2019, 20:10 Uhr
Oberberg - Lindlar gewinnt das Gemeindederby gegen einen enttäuschenden SV Frielingsdorf - Hohkeppel lässt nichts anbrennen - 'ONI-Wärmetrafo GmbH' präsentiert die Bezirksliga (AKTUALISIERT).
TuS Lindlar – SV Frielingsdorf 3:0 (2:0).

Die einen entledigten sich der größten Sorgen, bei den anderen regiert spätestens ab heute das Prinzip Hoffnung. Der TuS Lindlar besiegte den SV Frielingsdorf im Gemeinde-Clasico verdient mit 3:0. „Das ist unheimlich wichtig für den Kopf“, meinte TuS-Coach Markus Müller. „Wir liegen nun zehn Punkte vor den Abstiegsplätzen. Das ist noch nicht der Klassenerhalt, aber wir sind auf einem guten Weg.“  

Gleich der erste gelungene Angriff der Hausherren saß: Gian Luca Wester flankte von rechts knapp über der Grasnarbe nach innen, wo David Förster das Leder im Tiefflug per Kopf ins kurze Eck beförderte. Ein Wirkungstreffer für die Gäste, die seltsam gehemmt und unsicher wirkten. Anton Zeka verfehlte das Ziel aus der Distanz knapp (13.), nach einer abermaligen Kombination des Duos Wester/Förster zeigte Timo Braun eine Glanzparade (21.).


[Tim Geisler im Duell mit David Förster.]

Frielingsdorf hatte derweil in der Offensive nichts Gefährliches anzubieten. Ein Schuss von Philipp Schmidt (23.) wurde genauso eine leichte Beute für Tobias Kapellen wie ein Kopfball von Tristan Wolf, der die Kugel freistehend nicht richtig traf (30.). Danach wurde das Derby vor rund 400 Zuschauern zerfahrener, bis die Lindlarer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 2:0 nachlegten. Weder Förster noch Torschütze Zeka sahen sich bei ihrer Co-Produktion mit Gegnerdruck konfrontiert.    

In Hälfte zwei kontrollierte der TuS das Geschehen und wurde vom SVF nicht wirklich gefordert. Die vielen hohen Zuspiele wurden von der Abwehr weggesaugt. Tatsächlich erarbeitete sich die Lesniak-Elf über die gesamte Spieldauer keine Strafraumaktion, die bei Lindlar für Schnappatmung gesorgt hätte. „“Die Konsequenz bei den Abschlüssen hat total gefehlt“, konstatierte SVF-Sportdirektor Marco Ripplinger, der nach einem Konter noch das 3:0 von Förster mit ansehen musste.

[Tristan Wolf war bei Tobias Mibis in den besten Händen.]

„Das war ein schwaches Bezirksliga-Spiel, in dem wir auf ganzer Linie enttäuscht haben“, sagte Ripplinger. Angesichts des großen Rückstands zum rettenden Ufer hilft den Frielingsdorfern bei ausstehenden acht Begegnungen nur noch ein Wunder weiter. „Für die Fans und den Verein war das ein herber Rückschlag, aber wie wir bei den guten Ergebnissen nicht alles in den Himmel gelobt haben, werden wir jetzt nicht alles schlechtreden. Ich hoffe, dass diese Leistung ein einmaliger Ausrutscher war.“ Müller attestierte seinen Schützlingen eine taktisch reife Leistung: „Wir wussten, das Frielingsdorf mit langen Bällen operiert. Darauf haben sich die Jungs fantastisch eingestellt.“                 

Tore
1:0 David Förster (8. Gian Luca Wester), 2:0 Anton Zeka (45.+1 David Förster), 3:0 David Förster (90.+5).

TuS Lindlar
Tobias Kapellen; Justin Ebert, Moritz Stellberg, Tobias Mibis, Tom Kombüchen, Dominik Pröpper, Marius Mukherjee, Dominik Ufer (61. Pascal Nguyen), Gian Luca Wester (82. Hakan Gürsoy), David Förster, Anton Zeka (73. Max Geßner).

SV Frielingsdorf
Timo Braun; Michael Brandt, Maurice Häger (46. Nico Weber), Johannes Kisseler, Tim Menzel, Marvin Cortes, Etienne Parmentier, Philipp Schmidt (76. Jonathan Schmidt), Tim Geisler (63. Norman Lemke), Tristan Wolf, Tim Weinrich.


[Markus Müller sah einen ungefährdeten Erfolg seiner Mannschaft.]



Eintracht Hohkeppel – FC Bensberg 4:1 (2:1).

Trotz einiger Startschwierigkeiten gab sich die Eintracht gegen das Schlusslicht keine Blöße und bleibt dem Spitzenduo Porz und Worringen auf den Fersen. Bereits nach acht Minuten war das Match für den Bensberger Kevin Tögel wegen einer Notbremse gelaufen, aus der numerischen Überlegenheit schlugen die Hohkeppeler jedoch kein Kapital. Zwei Minuten nach dem Platzverweis erkannte der Unparteiische einen Treffer der Gäste nicht an – laut SVE-Sportchef Kevin Theisen eine strittige Entscheidung. Als dann Jimmy Mbiyavanga nach einem Missverständnis mit Torwart Tom Brauer ins eigene Netz traf, sah er erneut nach einem schwierigen Nachmittag für den Tabellendritten aus, doch Dennis Weis und Fabian Apel konnten noch vor dem Seitenwechsel antworten.


[Das war nichts: Marek Lesniak und Co. bangen nach der Pleite mehr denn je um den Klassenerhalt.]

Von diesem Doppelschlag erholte sich der Aufsteiger nicht mehr. „In der zweiten Halbzeit haben wir das Spielgeschehen dominiert und hatten noch etliche Chancen“, berichtete Theisen. Marcel Wandinger nahm mit dem 3:1 endgültig den Druck vom Kessel. Weis hätte danach vom Punkt aus erhöhen können, setzte die Kugel aber über den Kasten. Besonders bitter: Der Schütze verletzte sich bei dem Schuss. „Wenn es ganz übel gelaufen ist, hat er sich einen Muskelfaserriss zugezogen“, sagte Theisen. Für den Schlusspunkt zeichnete Tibor Heber verantwortlich. Theisen: „Wir waren über 85 Minuten die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen.“     

Tore
0:1 Jimmy Mbiyavanga (35. Eigentor), 1:1 Dennis Weis (37.), 2:1 Fabian Apel (44.), 3:1 Marcel Wandinger (56.), 4:1 Tibor Heber (88.).

Besondere Vorkommnisse
Rot gegen den Bensberger Kevin Tögel (8. Notbremse)
Hohkeppels Dennis Weis schießt Foulelfmeter über das Tor (79.).

Eintracht Hohkeppel
Tom Brauer; Christopher Reiter, Jimmy Mbiyavanga (67. Paul Hoffmeister), Fehd Mestiri, Dennis Weis (81. Yannick Jerusalem), Severin Brochhaus, Carsten Gülden (65. Tibor Heber), Kasra Ghareh Chaee, Fabian Apel, Aloy Ihenacho, Marcel Wandinger.

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