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Ein Jahr geprägt von Wetter-Extremen

Red; 6. Dec 2018, 15:20 Uhr
Bild: Wupperverband --- Die Delegierten trafen sich heute in Wuppertal.
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Ein Jahr geprägt von Wetter-Extremen

Red; 6. Dec 2018, 15:20 Uhr
Oberberg - Wupperverband zog bei der Verbandsversammlung Bilanz - Wirtschaftsplan für 2019 beschlossen.
Bei der heutigen Verbandsversammlung des Wupperverbandes in Wuppertal standen wichtige Beschlüsse für das kommende Jahr sowie ein Rückblick auf 2018 auf der Agenda. „Wir haben in diesem Jahr viel erreicht und wichtige Projekte vorangebracht“, lautete das Fazit der Verbandsratsvorsitzenden Claudia Fischer und des Vorstands Georg Wulf. „Besonders die Kooperationen mit unseren Mitgliedern und weiteren Partnern sind für uns ein zentraler Baustein für eine erfolgreiche Entwicklung im Wuppergebiet.“ Dass Kooperationen ein zentrales Thema waren, betonte Georg Wulf auch in seinem Bericht. Die gemeinsame Betriebsführung des Kanalnetzes der Gemeinde Marienheide durch den Wupperverband und den Aggerverband startete in 2017 und hat sich inzwischen sehr gut eingespielt.


Das Jahr 2018 war geprägt von Extremen. In der Summe lag das Wasserwirtschaftsjahr 2018 (1. November 2017 bis 31. Oktober 2018) an der Messstelle Bever-Talsperre zwar „nur“ um 177 Liter unter dem Durchschnitt von 1.297 Litern pro Quadratmeter. Doch die Verteilung war ungewöhnlich: der Winter war sehr nass, und nach drei Starkregen im Mai und Juni waren Sommer und Herbst extrem trocken. In keinem Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen war bisher der Zeitraum Juli bis Oktober so trocken wie in diesem Jahr. Dank des nassen Winters waren die Talsperren des Wupperverbandes im Frühjahr gut gefüllt und für ihre Aufgaben gerüstet.

Durch die trockenen Monate ist insbesondere der Stauinhalt der Wupper-Talsperre, die hauptsächlich in Trockenzeiten Wasser an die Wupper abgibt, stetig gesunken. Zwar ist noch kein historischer Tiefststand erreicht. Doch der Wupperverband hat vorsorglich einen Antrag bei der Aufsichtsbehörde gestellt, die Wasserabgabe aus der Talsperre an die Wupper zu reduzieren. So soll der Speicher geschont werden, für den Fall, dass die kommenden Monate nur wenig Regen bringen. Die Wasservorräte in den Trinkwassertalsperren des Wupperverbandes liegen momentan im normalen Bereich, so dass für die angeschlossenen Wasserwerke ein ausreichender Wasservorrat für die Trinkwasseraufbereitung zur Verfügung steht.

Die 99 Delegierten der Wupperverbands-Mitglieder – Kommunen, Kreise, Unternehmen der Wasserversorgung und weitere Firmen im Wuppergebiet – hatten unter anderem über den Wirtschaftsplan für 2019 zu beschließen. Nach Jahren mit konstanten Beiträgen sah die Zielvereinbarung für den größten Geschäftsbereich Kläranlagen/Sammler und Entsorgung für 2019 eine geringe Steigerung von 0,75 Prozent vor. Aufgrund der guten Entwicklung von Kosten und Erträgen kann auf die Steigerung in 2019 verzichtet werden, die Beiträge bleiben auch im kommenden Jahr erneut konstant bei 65,3 Millionen Euro.

Für den Geschäftsbereich Talsperren und Stauanlagen sinkt der Beitragsbedarf von zuvor 10 Mio. Euro auf 8,2 Millionen Euro in den Jahren 2019 bis 2023. Für den Geschäftsbereich Gewässerunterhaltung stand eine neue Zielvereinbarung zum Beschluss auf der Tagesordnung. Diese sieht vor, dass die Beiträge in diesem Geschäftsbereich in den Jahren 2019 bis 2021 jeweils um fünf Prozent und von 2022 bis 2030 jeweils um vier Prozent steigen. So kann der Wupperverband die weitere Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie finanzieren, die sich in den kommenden Jahren besonders der Unteren Wupper widmen wird sowie Infrastrukturaufgaben wie die Sanierung von Ufermauern und verrohrten Gewässern. Der Beitragsbedarf für 2019 beträgt dann 3,5 Millionen Euro. Wie zuvor bei den Talsperren standen auch hier die bisherigen Beitragsveranlagungsregeln auf dem Prüfstand und wurden angepasst und aktualisiert