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Abrissarbeiten des Hallenbads verzögern sich

nh; 5. Dec 2018, 13:35 Uhr
Bilder: Nils Hühn --- POS4-Geschäftsführer Ulrich Hinrichsmeyer (links) und Projektleiter Stefan Waerder verschafften sich heute einen Überblick zum aktuellen Stand der Abrissarbeiten.
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Abrissarbeiten des Hallenbads verzögern sich

nh; 5. Dec 2018, 13:35 Uhr
Waldbröl - Aufgrund einer „total versifften Dämmung“ sind die Abrissarbeiten erst Anfang kommenden Jahres abgeschlossen, aber dennoch liegt der Bau des Gartenhallenbads für Alle an der Vennstraße im Zeitplan.
Von Nils Hühn

„Nie mehr ohne Handschuhe nach Waldbröl“, meinte Stefan Waerder beim heutigen Besichtigungstermin der Abrissarbeiten am Waldbröler Hallenbad. Der Projektleiter fürs Gartenhallenbad für Alle an der Vennstraße vom Büro POS4 Architekten aus Düsseldorf bekam bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ein Gefühl für den klimatischen Unterschied zwischen der Rheinmetropole und der Marktstadt im Oberbergischen Kreis. „Der Baubeginn im Winter ist eine echte Herausforderung“, meinte auch Ulrich Hinrichsmeyer, Geschäftsführer des Architektenbüros. Sollte es einen strengen Winter geben, könnte es Probleme mit dem engen Zeitplan geben. „Wir haben aber etwas Puffer eingeplant“, beruhigte Waerder.


[Der Austausch der schadhaften Dämmung war nicht geplant und sorgt für Verzug bei den Abrissarbeiten.]

Eine erste Überraschung gab es bereits bei den Mitte Oktober gestarteten Abrissarbeiten. „Die Dämmung ist total versifft“, erklärte Projektleiter Waerder. Eigentlich sollte die Isolierung zwischen Sportschwimmbecken und Umkleidebereich bestehen bleiben, muss aber nun auch getauscht werden. Statt Mitte Dezember rechnen die Planer mit einem Ende der Abrissarbeiten Mitte Januar. Dann fällt wie geplant der Startschuss für die Rohbauarbeiten. Auf einer Fläche von rund 600 Quadratmetern entsteht der Neubau, der später Umkleiden, Sanitärbereich, Vereinsraum, Foyer, Lehrschwimm- und Kinderbecken beheimatet. Mit dem Richtfest rechnet Hinrichsmeyer im Frühling.


„Das spannende an dem Projekt ist eine gelungene Verbindung zwischen dem Bestand und dem Neubau“, erklärte Stefan Waerder. Das große Sportschwimmbecken bleibt erhalten, erhält aber komplett neue Fliesen und auch eine neue Rinne. Ansonsten wird das bestehende Bad kernsaniert und die komplette Technik ausgetauscht. Durch eine einheitliche Holzfassade wird der Altbau aus den 1970er Jahren mit dem neuen Gebäudekomplex zu einer Einheit verschmelzen. Wenn nicht mehr erkennbar ist, was alt und was neu ist, wurde das Ziel der Planer erreicht. Im September 2019 soll das Gebäude für rund 5,2 Millionen Euro fertiggestellt sein. Zumindest, wenn nicht der oberbergische Winter den Architekten einen Strich durch die Rechnung macht.