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Sieger lief über 200 Kilometer in 24 Stunden

nh; 23. Apr 2018, 12:20 Uhr
Bilder: Michael Kleinjung --- Henrike Schreyer-Vogt, 2. Vorsitzende beim Kreissportbund und Läuferin vom VfL Engelskirchen, ihr Laufpartner Michael Heidchen (VfL Engelskirchen) und Stefan Schmidt (12) vom „running & more“ Lauftreff des TSV Dieringhausen.
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Sieger lief über 200 Kilometer in 24 Stunden

nh; 23. Apr 2018, 12:20 Uhr
Wiehl – Bei sommerlichen Temperaturen begeisterten über 150 Ultraläufer die Menschen im Wiehler Freizeitpark - Stefan Schmidt und Henrike Schreyer-Vogt waren Oberbergs ausdauerstärksten Läufer.
Zahlreiche Spaziergänger mögen sich über den Betrieb im Freizeitpark Wiehl am vergangenen Samstag gewundert haben. Gegen 18 Uhr liefen über 150 Ultralangstrecken-Läufer ihre Wettkampfrunden vom Stadion Wiehl aus durch den Freizeitpark und zurück. „24 Stunden von Oberberg“ hieß der Ultramarathon von Organisator Oliver Witzke (Remscheid). Der Wiehltaler Leichtathletik Club war hier als örtlicher Sportverein an der Organisation eingebunden. 6, 12 und 24-Stunden-Wettbewerbe standen auf der 2,5 Kilometer langen Pendelstrecke auf dem Programm.

[Andreas Rüffler von der „Burning-Knights-Feuershow“ aus Marienheide tanzt im Wiehlpark um eine Entenfamilie herum.]

Der Sieger Bernhard Munz (TV Kempten) lief diese Strecke sage und schreibe 81-mal und erzielte mit 202,18 Kilometern eine Klasseleistung. Bei den Frauen war die friesische Ultraläuferin Stefanie Makiola (Ultrafriesen e.V.) mit hervorragenden 180,50 Kilometern ganz vorne. Sie ließ Wilma Dierx, Siegerin des Deutschland-Pokals (von Rügen nach Lörrach, 1.300 Kilometer), keine Chance. Dierx hatte in der Nacht eine Pause von vier Stunden eingelegt. 24 Stunden am Stück Laufen klingt ein wenig verrückt, aber die geübten Ultralangläufer können damit recht gut umgehen. Es werden natürlich auch Pausen eingelegt. In der Nacht sogar über mehrere Stunden. Trotzdem war jeder Läufer froh, wenn er nach 24 Stunden seinen Wettkampf endlich beenden kann. Der Kick für die Ultraläufer besteht darin, etwas zu können, wozu über 99 Prozent der Bevölkerung nicht in der Lage ist.


Auch viele Oberberger waren in Wiehl am Start. Stefan Schmidt (TSV Dieringhausen) schaffte ausgezeichnete 140,430 Kilometer und belegte Platz sieben. Er hatte einen großen Fanklub dabei, denn Familie und Freunde des „running & more“-Lauftreffs vom TSV Dieringhausen, feuerte jeden Läufer im Wiehlpark lautstark mit Kuhglocke an. Seine Frau Ilka Schmidt ist oft an der Seite ihres Mannes, wenn er seinem Hobby nachkommt. „Hier habe ich die Möglichkeit, ihn öfters zu sehen“, freute sie sich über den Rundkurs. 56 Runden absolvierte Stefan Schmidt, der sich damit auf einen Lauf in Berlin vorbereitete.

Die Engelskirchner Ultraläufer Eckhard Eversberg (122,31 Kilometer) und Michael Heidchen mit (109,830 Kilometer) belegten die Plätze 13 und 17. Bei den Frauen war es Henrike Schreyer-Vogt (VfL Engelskirchen), die mit 102,340 Kilometern die erstrebte 100-Kilometer-Strecke überbot. Sie wurde erst kürzlich zur 2. Vorsitzenden des Kreissportbundes gewählt. Ein besonderes Engagement zeigten die Wiehler Läufer des Vereins Mukoviszidose-Oberberg. Sie starteten mit einer Staffel von neun Läufern und legten über 230 Kilometer zurück. Der mit einer Spenderlunge laufende Reiner Heske lief hier wie auch Andreas Schmittner, der sonst für den Wiehltaler LC startet, über 20 Kilometer weit.


[Die Fan-Base des „running & more“-Lauftreffs vom TSV Dieringhausen feuerte im Wiehlpark lautstark und mit Kuhglocke nicht nur die heimischen Läufer an. Hier passiert gerade der vereinslose Läufer Holger Schneider aus Gummersbach die Gruppe.]

Nach Beendigung der reibungslos durchgeführten Laufveranstaltung zeigte Oliver Witzke großes Interesse, dieses Event auch im nächsten Jahr wieder in Wiehl durchzuführen. Auch der WLC-Vorsitzender Klaus Heinen konnte sich eine Fortsetzung dieser Veranstaltung vorstellen. Allerdings muss abgewartet werden, wie und wann die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Freizeitparks in Wiehl über die Bühne gehen werden.

Die Ergebnisse des Laufs "24 Stunden von Oberberg"