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Leben mit Demenz

Red; 7. Mar 2017, 12:40 Uhr
Bilder: privat.
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Leben mit Demenz

Red; 7. Mar 2017, 12:40 Uhr
Oberberg - Eine Demenzerkrankung kann sich in vielfältiger Weise zum Ausdruck bringen - Meist ist der Krankheitsverlauf schleichend, sodass die Krankheit zunächst oft unbemerkt bleibt.
Bei einer Demenzerkrankung gibt es verschiedene Formen. Unterschieden werden primäre und sekundäre Formen. Primäre Demenzformen werden durch eine direkte Hirnschädigung hervorgerufen. Sekundäre Demenzformen finden ihren Ursprung nicht in einer Hirnschädigung, sondern im übrigen Organismus. Die häufigste primäre Form der Demenzerkrankungen ist die Alzheimer-Demenz, gefolgt von der vaskulären Demenz, die durch Durchblutungsstörungen im Gehirn verursacht wird.

Symptome

Je nachdem um welche Form der Demenz es sich handelt und welche Bereiche des Gehirns betroffen sind zeigen sich unterschiedliche Symptome. Das wesentliche Kennzeichen einer Demenzerkrankung ist die Störung der Gedächtnisleistung. Hierunter fallen besonders Merkfähigkeits-, Orientierungs- und Wortfindungsstörungen. Durch Störungen der Aufmerksamkeit und Konzentration kommt es zu Veränderungen bei der Urteilsbildung. Im weiteren Krankheitsverlauf kommt es häufig zu Problemen bei den praktischen Fähigkeiten, es treten Sprachstörungen und Störungen bei einfachen Handlungsabläufen auf.

  

Neben den kognitiven Symptomen können auch psychische Störungen und Verhaltensveränderungen auftreten. Häufig beobachtet werden Ängste, Depressivität, Frustration und Verkennungen. Meist im späteren Verlauf einer Demenzerkrankung kommt es zunehmend zu körperlichen Symptomen wie Schlafstörungen, Schmerzen, Mobilitätseinschränkungen, Inkontinenz und Essstörungen.

Hilfen zur Lebensbewältigung

Es ist wichtig eine Demenzerkrankung als solche zu erkennen, da der Krankheitsverlauf meist schleichend voranschreitet. Betroffene streiten häufig ab, dass sie Probleme haben und führen ihre Symptome auf einen normalen Alterungsprozess zurück. Im Verdachtsfall sollte der Hausarzt aufgesucht werden, dieser kann beraten und gegebenenfalls an einen Facharzt weiterleiten. Es gibt verschiedene Medikamente, die bei einer demenziellen Erkrankung hilfreich sind.

Das Wohlbefinden des Betroffenen, trotz der Symptome, steht im Vordergrund. Es gibt zahlreiche Methoden, die positiv auf das Wohlbefinden wirken. Eine feste Tagesstruktur mit gewohnten Tätigkeiten und Bezugspersonen ist unabdingbar. Betroffene sollten Empathie erfahren und als vollwertige Person anerkannt werden.

Es gibt neben Beratungsangeboten und finanziellen Hilfen für die Betreuung und Versorgung zu Hause auch verschiedene Versorgungskonzepte, die Betroffene in Anspruch nehmen können. Die Ansprechpartner der diakonischen Einrichtungen im Oberbergischen Kreis beraten Sie gerne.


Ihre Jennifer Zimmermann  

Ernst-Christoffel-Haus Nümbrecht  


Telefon: 02293/91 330

E-Mail: info@ernst-christoffel-haus.de   

Wer sich hinter www.diakonie-oberberg.de verbirgt, erfahren sie hier.