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Mit Frauenpower durch das Aggertal

Red; 29. Nov 2016, 12:45 Uhr
Bilder: privat/Michael Gauger --- Endlich präsentierte sich das neue Damen-Dreigestirn des Ründerother Karnevalsverein in vollem Ornat den begeisterten Jecken.
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Mit Frauenpower durch das Aggertal

Red; 29. Nov 2016, 12:45 Uhr
Engelskirchen – Ründerother Dreigestirn mit Prinz Svenja, Bauer Renate und Jungfrau Christiane übernahm das Zepter – Korpsappell der Torwache bot tolles, unterhaltsames Programm vor fast ausverkauftem Haus (AKTUALISIERT).
Die Torwache Ründeroth lud vergangenen Samstag zum jährlichen Korpsappell in die sehr gut gefüllte Grundschule Engelskirchen ein. Hier führte der Kommandant der Torwächter, Hans Georg „Schorsch“ Meinerzhagen, wie gewohnt  gekonnt und mit Witz durch den Abend. Zunächst galt es,  das alte Prinzenpaar des Ründerother Karnevalsvereins, Prinz Stefan und seine Prinzessin Daniela mit ihrem Gefolge zu verabschieden. Hierbei halfen die Dancing Kids tatkräftig mit, die mit ihren neuen Tänzen das Publikum in der fast ausverkaufen Halle begeisterten.


[Prinz Svenja führt das neue Frauenpower-Dreigestirn des Ründerother Karnevalsvereins in der Session 2016/17 an.]

Unter großem Jubel zogen danach die Gastgeber des Abends - die Torwache Ründeroth - in den Saal ein. Mit vier graziösen Tänzen, die nach Worten von Meinerzhagen durch Anmut, Ästhetik und einem Touch Erotik verfeinert wurden, brachten die Torwächter die Menge in die Höhe. Viel Zeit zum Smalltalk gab es nicht und so zog die Torwache unter großem Applaus aus, um auf der Bühne Platz für das neue Dreigestirn des RKV sowie dem Gefolge zu machen. In der Session 2016/17 regiert nach 15 Jahren zum zweiten Mal ein Damendreigestirn die Jecken in der Perle des Aggertals. An ihrer Spitze Prinz Svenja, die ebenso aus dem Hause Bosch entstammt wie ihre Mutter Renate, die das Amt des Bauern bekleidet. Die dritte im Bunde ist Jungfrau Christiane aus dem Hause Cramer, die bereits Erfahrung als Tollität mitbringt, repräsentierte sie doch in der Session 2013/14 den Ründerother Karneval.


Es war an Engelskirchens Bürgermeister Dr. Gero Karthaus, die neuen Ründerother Tollitäten in ihr Amt einzuführen. Der Rathauschef bezeichnete das Votum für ein Damen-Dreigestirn als „ausgezeichnete Idee“ und war überzeugt, dass Prinz Svenja, Bauer Renate und Jungfrau Christiane die Karnevalisten weit über das Aggertal hinaus begeistern würden.


[Torwachen-Kommandant Schorsch Meinerzhagen führte wieder gekonnt und humorvoll durch das Programm.]

Prinz Svenja sei im Privatleben sehr umtriebig, kellnere neben ihrer eigentlichen Arbeit als tiermedizinische Fachangestellte, spiele Handball und sei eine begeisterte Heimwerkerin, die sogar den Motorsägenführerschein besitze. „Ein echtes Duracell Häschen, dessen Energie nie nachlässt“, meinte Karthaus und sorgte für Heiterkeit im Saal.  Neben dem Prinzen steht ihre Mutter als Bauer im Dreigestirn. Geboren im Auge des närrischen Orkans, in Köln, hat sie 40 aktive Handballjahre hinter sich, arbeitet in der Poststelle des Oberbergischen Kreises und verschlingt für ihr Leben gern Bücher. Dritte im Bunde ist Jungfrau Christiane, die erfahrenste im Trio. Sie habe an der Seite ihres Mannes Christian eine beeindruckende Performance hingelegt, wusste der Bürgermeister zu berichten. Er musste es wissen, diente er doch einen Tag lang als Adjudant im Gefolge.


[Die Aggerperlen tanzten zu Ehren des neuen Dreigestirns.]

Karthaus blieb nur noch übrig, die Übermacht der Frauen-Power anzuerkennen und sich vom Rathausschlüssel zu trennen. Fortan gibt das Ründerother Dreigestirn den Ton an, verkündete das Motto „Drei Frauen sind wir, als Dreigestirn stehn wir hier, mit Herz und Verstand, sind wir außer Rand und Band" und zog die Jecken mit ihren Liedern in ihren Bann.


[Die Torwache zeigte sich wieder gut in Form und begeisterte mit ihren Tänzen.]

Der Zeitplan war sehr eng gesteckt und so ging es Schlag auf Schlag weiter im Programm. „Die Flöckchen“ brachten die Karnevalisten in echte Feierlaune. Weitere tolle Auftritte der Burggarde Rot-Weiß-Denklingen wie der Funkengarde Morsbach folgten. Anschließend hatte Gerard mit Dino und Freddi die Lacher auf seiner Seite und „Kuhl un de Gäng“ wie  „Hanak“ leichtes Spiel mit dem euphorisierten Publikum. Noch lange nach Mitternacht wurde getanzt, gelacht und geschunkelt.