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3.000 € für Unterstützer in Zeiten großer Not

lt; 18. Feb 2016, 12:31 Uhr
Bild: Fenja Jansen --- AggerEnergie-Geschäftsführer Uwe Töpfer (Mitte) mit Bettina Hühn (3. v. li.) und Helge Zapp (4. v. re.) sowie weiteren Vertretern der bedachten Organisationen.
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3.000 € für Unterstützer in Zeiten großer Not

lt; 18. Feb 2016, 12:31 Uhr
Gummersbach – Statt Weihnachtsgeschenke für Kunden und Partner zu kaufen, spendete AggerEnergie jeweils 1.500 € an „Helfende Hände Oberberg – Hilfe für Nick & Co.“ und an den Ökumenischen Hospizdienst Gummersbach.
Von Lara Tonn

„Uns ist es wichtig, der Region etwas zurückzugeben“ begrüßte Uwe Töpfer, Geschäftsführer der AggerEnergie, zur diesjährigen Spendenübergabe. Als Geste der Verbundenheit und sozialen Verantwortung für die Region hat der Energieversorger auch in diesem Jahr auf Weihnachtsgeschenke für Kunden und Partner verzichtet und stattdessen insgesamt 3.000 € an gemeinnützige Organisationen aus dem Oberbergischen gespendet. Zum ersten Mal durfte die Bevölkerung bei dieser Aktion Vorschläge einreichen. Auf Facebook konnten Kunden und Bürger vorbildliche Vereine, Einrichtungen oder nachahmenswerte Projekte für die Weihnachtsspende nennen. Die öffentlichen Vorschläge wurden intern vorgestellt und die Mitarbeiter stimmten ab, wem die Spende zuteilwerden sollte.

Dabei fiel die Wahl auf zwei Organisationen: „Helfende Hände Oberberg – Hilfe für Nick & Co.“ und den Ökumenischen Hospizdienst Gummersbach. Gestern nahmen im Hauptsitz der AggerEnergie in Gummersbach die Vertreter beider Organisationen eine Spende von jeweils 1.500 € entgegen. Bettina Hühn von „Helfende Hände Oberberg“ bedeutet dieser Zuschuss viel. „Wir sind eine kleine Stiftung, die Familien mit schwer kranken Kindern betreut und unterstützt. Und erst durch diese Arbeit weiß ich, wie viel Not und Leid es hier bei uns gibt“, so Hühn. Ziel des Projekts ist es, Familien mit schwer kranken Kindern bei finanziellen Engpässen zu helfen und ihnen auch mal einen Wunsch zu erfüllen. „Eine unserer Familie benötigt ein neues Auto und eine andere muss ihr baufälliges Haus sanieren. Da die Behandlungskosten für die erkrankten Kinder so hoch sind, brauchen sie Unterstützung“, nannte Hühn gleich zwei Verwendungszwecke.



„Unsere Arbeit ist ähnlich und doch ein wenig anders“, lächelte Helge Zapp vom Ökumenischen Hospizdienst Gummersbach. Der gemeinnützige Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schwerkranken und Sterbenden in ihrer letzten Lebensphase beizustehen. „Auch wir nehmen uns Zeit für individuelle Wünsche“, berichtete Zapp. Der ambulante Hospizdienst besucht Schwerkranke zu Hause oder auch im Heim und kann somit Angehörige entlasten. Insgesamt sind über 40 ehrenamtliche Mitarbeiter in Gummersbach und Bergneustadt aktiv. Allerdings müssen die Mitarbeiter für diese Aufgabe gut qualifiziert sein. „Wir benötigen Geld für Fortbildungen und für ganz unterschiedliche Dinge, die sonst noch so anfallen.“ Als da der völlig unerwartete Anruf der AggerEnergie kam, war die Freude natürlich riesig.

Für beide Organisationen stand fest: Auch dank des Engagements der AggerEnergie können sie weiter ihren Teil dazu beitragen, Menschen, die am Ende ihres Lebens stehen oder mit einer schweren Krankheit zurechtkommen müssen, eine Freude zu bereiten und in der schwierigen Zeit eine Stütze zu sein.