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Völlig klar: Petrus is ne Engelskirchener Jeck

bv; 8. Feb 2016, 18:36 Uhr
Bilder: Michael Gauger, Oliver Müller (Galerie 26-50) --- Prinz Andreas I. und seine liebreizende Prinzessin Carmen bildeten überglücklich den Schlusspunkt eines tollen Rosenmontagszuges.
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Völlig klar: Petrus is ne Engelskirchener Jeck

bv; 8. Feb 2016, 18:36 Uhr
Engelskirchen - Keine Spur von Unwetter an der Agger, stattdessen dominierten Frohsinn und Begeisterung beim Triumphmarsch für Prinz Andreas I. und Prinzessin Carmen - 'Personal-Trainer Thomas Rixgens-Lüdenbach' präsentiert den Rosenmontagszug in Engelskirchen.
Von Bernd Vorländer

In Engelskirchen hat man sich schlapp gelacht - was hatten die Meteorologen nicht alles an Wetter-Unbillen vorhergesagt. Es sollte Bindfäden regnen und stürmen mit Böen über 100 Stundenkilometern. Die Wetterfrösche lagen zumindest in der Zeit des Rosenmontagszuges in der Agger-Metropole komplett daneben. Etwas stärkerer Wind, kein Regentropfen, dafür aber die Sonne, die sich immer mal wieder blicken ließ und mit den entspannten Gesichtern der Verantwortlichen der KG Närrische Oberberger um die Wette strahlte.


[Die Schlümpfe des VfL-Balletts un Fründe freuten sich, dass das Wetter mitspielte.]

Um 11 Uhr hatte man sich mit Polizei und Feuerwehr getroffen, um über den Zoch zu beraten und sich entschieden, auf jeden Fall loszumarschieren. Ein weiser Entschluss. Im Dorf des größten Karnevalszuges der Region war diesmal allerdings zunächst etwas weniger los, mancher hatte offenbar den falschen Vorhersagen vertraut und war daheim geblieben.

Als sich die Sonne jedoch erstmals auch im Dorf der Engel blicken ließ, füllte sich der Zugweg merklich und schnell.  Prinz Andreas I. und seine Prinzessin Carmen waren jedenfalls begeistert und feuerten unermüdlich die Kamelle ins närrische Volk. Die Erleichterung darüber, dass ihr Zoch starten durfte, war ihnen anzumerken und sie strahlten, sangen und bützten. Mit fast 60 Wagen und Fußgruppen war die Beteiligung erneut sehr gut.

[Immer wieder ein Fest, besonders für die ganz jungen Jecken, wenn von den Wagen und den Fußgruppen die Kamelle ins närrische Volk regnen.]

Viele gute Ideen prägten den närrischen Lindwurm. So kamen die Jecken vom Rommersberg als Marienkäfer und verkündeten" Jlücklich, jeck un raderdoll, uns Abgaswert is wundervoll". Einen Volkswagen Marke Käfer hatten sie stillgelegt, eine Anspielung auf den Abgaswert-Skandal bei VW. Die Spätzünder brachten es auf die kurze Formel: "Ente joot, alles joot, Kölsch im Bloot". Auf ihrem Wagen konnte man wie beim Rummel Enten angeln. Die Karnevals-Freunde 1975 waren als bunte Clowns unterwegs und mit über 60 Teilnehmern waren sie eine der stärksten und farbenfrohesten Gruppen. Und sie machten deutlich, was sie von rechten Rattenfängern halten: "Lieber Clown statt braun".


Bei den Karnevalisten der Steeger Hütte war der Tiger ausgebüchst und man wandte sich an Prinz Andreas I., der als Schornsteinfegermeister Glück bei der Suche bringen solle. Die Jecken der "feuchten Runde" waren als Fliegenpilze ganz schön giftig, das Schmölzchen 93/99 feierte in wunderschönen Bollywood-Kostümen und die "Alten Säcke" gingen in schwarzem Zwirn und rotem Zylinder aus und wollten "ihren Drachen" zuhause lassen - wenn das mal keinen Ärger gibt.

[Und auch diese beiden jungen Zuschauer riefen aus Leibeskräften nach Kamelle.]

Die "Glücksbringer" von der Hardt kamen standesgemäß als Schornsteinfeger, die "Sommergriller" waren überzeugt "su richtig nett, is et nur em Bett" und richtig viel Spaß hatten die Narren von der KG Albertsthal, die schon wieder ihr 100-Jähriges feierten und diesmal als Minions dabei waren. Sie nehmen sich selbst auf die Schippe und feiern selbstbewusst jedes Jahr das runde Jubiläum. Das Karnevalskomitee Leppestraße hatte zwei Styropor-Pferdchen mit dabei, hinter denen KKL-Chef Heinz Scherer die Peitsche knallen ließ. Und die Jungen Karnevalisten in der KG Närrische Oberberger (Juks) feierten zehnjähriges Jubiläum und hatten gemeinsam mit dem Tanzcorps der KG als größte Fußgruppe, in römische Gewänder gehüllt, mächtig viel Spaß.

Im 123. Jahr des Bestehens der KG Närrische Oberberger war es ein buntes Bild, das sich den Jecken an der Agger bot. Rund 2.000 aktive Teilnehmer zeigten, dass der närrische Bazillus unverdrossen im Engelsdorf weiter wütet. Michael Peffeköver, zweiter Vorsitzender der KG, war überglücklich, dass der Zoch reibungslos über die Bühne gegangen war. "Lediglich ein Sanitätszelt der Malteser ist uns zwischendurch abhanden gekommen, ansonsten sind wir froh, dass unser Zoch ohne Zwischenfälle laufen konnte", so Peffeköver.    



Thomas Rixgens-Lüdenbach
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