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Weihbischof auf Stippvisite im St. Josefshaus

js; 25. Nov 2014, 13:31 Uhr
Bilder: Jessica Schöler --- Alois Kampa (Pädagogischer Leiter CJG St. Josefshaus, v.l.), Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp, Konrektorin Ann-Kathrin Weiß (CJG St. St. Antoniusschule) und Schulleiter Hubert Jansen (CJG St. St. Antoniusschule).
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Weihbischof auf Stippvisite im St. Josefshaus

js; 25. Nov 2014, 13:31 Uhr
Reichshof – Heute Vormittag besuchte Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp das CJG St. Josefshaus und die angeschlossene St. Antoniusschule in Eckenhagen - Bei seiner Stippvisite schaute er sich die gemeinsame Arbeit von Jugendhilfe und Schule an.
Die Kinder und Schüler der Caritas-Jugendhilfe-Gesellschaft (CJG) St. Josefhaus und der angeschlossenen CJG St. Antoniusschule konnten sich heute über einen ganz besonderen Gast freuen. Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp war nach Eckenhagen gereist, um sich die gemeinsamen Leistungen von Jugendhilfe und Schule anzuschauen. Als Generalvikar hat sich der heutige Bischof in der Vergangenheit für die Arbeit der Einrichtung eingesetzt. Das Erzbistum Köln unterstützt die Maßnahmen im St. Josefshaus durch finanzielle Zuwendungen. Bei einem Rundgang durch die Gebäudeteile überzeugte sich Schwaderlapp vom Einsatz der Gelder.


[Der Bischof nahm sich Zeit für Gespräche mit den Kindern.]


„Wenn man Geld für den Straßenausbau aufwendet, spricht man von Investitionen. Wenn es um Kinder geht, wird oft von Ausgaben gesprochen, obwohl man auch hier von Investitionen sprechen sollte. Es ist ein Akt der Gerechtigkeit. Wenn ein größerer Förderungsbedarf für die Kinder besteht, sind Investitionen nur gerecht“, forderte der Weihbischof, der sich zuvor mit den Kindern einer besonderen Intensivgruppe von Jugendhilfe und Schule unterhalten hatte. In der sogenannten FIF, kurz für Frühe Intensive Förderung, werden schulpflichtige Kinder zwischen sechs und acht Jahren betreut, die wegen emotionaler und sozialer Entwicklungsprobleme als noch nicht schulfähig gelten.



Laut Alois Kampa, Pädagogischer Leiter des St. Josefshaus, geht es in der achtköpfigen Kleingruppe darum, den traumatisierten und psychisch schwer belasteten Schützlingen, Grundfähigkeiten für die Schulfähigkeit zu vermitteln. Ein Team, bestehend aus Diplom-Psychologin, Sonderschullehrer, Heil- und Motopädagogen, entwickelt einen individuellen Förderplan für jedes der acht Kinder. Zusätzliche Fördermaßnahmen wie beispielsweise Ergotherapie, Musikpädagogik oder Logopädie werden nach Einzelbedarf koordiniert. „Ich bin froh, dass wir als Kirche so eine Einrichtung haben, damit niemand in der Anonymität untergeht“, erklärte Weihbischof Schwaderlapp, der sich über die Arbeitsweise aufklären ließ und sich für die Einzelprobleme der Gruppenteilnehmer interessierte.


Nach seinem Besuch bei den Kleineren schaute der Bischof bei den Integrierten Lerngruppen für ältere Schüler vorbei. Hier werden jeweils bis zu acht Kinder betreut, die aufgrund ihrer emotionalen oder sozialen Entwicklung nicht in regulären Klassen der Primarstufe unterrichtet werden können.

[Beim Rundgang durch wurde mehrmals herzlich gelacht.]

Ob in Küche, Musikraum oder Werkstatt, überall herrschte reges Treiben. Schwaderlapp nahm sich immer wieder Zeit für kurze Gespräche, schaute den Kindern beim Backen, Handwerken oder Musizieren über die Schulter. Eine kleine Schlagzeug-Vorführung, eine kurze Anweisung an der Dekupiersäge und eine Vorstellung der lecker duftenden Backwerke durften nicht fehlen. An der Kletterwand in der Sporthalle ließ sich Schwaderlapp ausführlich erklären, wie die Sicherung des jungen Bergsteigers vonstatten geht. Der Bischof musste im Gegenzug darüber informieren, was es mit seiner roten Mütze auf sich hat und welche Funktion er in der Kirche übernimmt.