Archiv

Spitzensportler auf vier Pfoten

vma; 5. Oct 2013, 19:07 Uhr
Bilder: Vera Marzinski --- Hovawart-Hundesportler aus ganz Deutschland hatten sich qualifiziert und kämpften um die Deutsche Meisterschaft. Zur Siegerehrung wurde die Deutschland-Hymne gespielt.
ARCHIV

Spitzensportler auf vier Pfoten

vma; 5. Oct 2013, 19:07 Uhr
Wiehl – Beim der diesjährigen Deutsche Meisterschaft im Vielseitigkeitssport (IPO) des Rassezuchtvereins für Hovawart-Hunde e.V. (RZVH) am Samstag im Wiehltalstadion gewann ein Team aus NRW.
Im Wiehltalstadion zeigten zehn Teams ihr Können in dieser anspruchsvollen Hundesportart. Bei „Suchen, gehorchen, beschützen“ erreichte Viktoria Lehnick aus Dortmund mit Hovawart-Hündin „Emmely ex canis lupus“ insgesamt 277 Punkte und konnte so den begehrten Titel „Deutsche Meisterin IPO“ mit nach Hause zu nehmen. Vor viereinhalb Jahren schenkte ihr Mann ihr den acht Wochen alten Welpen. Vier Mal in der Woche trainiert sie seit dem mit „Emmely“. Dabei sind die Trainingseinheiten immer unterschiedlich, denn es soll ja auch für den Hund spannend bleiben, so Viktoria Lehnick.



Spannend war es auch den ganzen Tag im Wiehltalstadion. Gefordert waren eine ausdauernde und intensive Suchleistung in der Fährte, eine gehorsame, aber dennoch freudige Führigkeit in der Unterordnung und ein selbstbewusster, aktiver und belastbarer Schutztrieb. „Im Vielseitigkeitssport für Gebrauchshunde leisten die Hunde viel. Dieser Sport und die dazugehörige Ausbildung kommen den angeborenen Qualitäten eines Gebrauchshundes am nächsten“, erläutert Peter Thome, Präsident des RZVH. Auf hohem Niveau nahmen die zehn Teams an den Prüfungen teil. Dabei gingen dann die Plätze zwei und drei in den Süden Deutschlands. Christian Heller mit „Erkan vom Vögele Hof“ belegte den zweiten und Siegfried Schmalhofer mit „Bolle vom Kufener Land“ den dritten Platz.

[Den ersten Platz belegte Viktoria Lehnick aus Dortmund mit ihrer Hovaward-Hündin „Emmely ex canis lupus“. ]

Wichtig ist dem Rassezuchtverein, dass es nicht um Dressur oder Abrichtung, sondern um die Förderung der Triebanlagen mit dem Ziel, dem Hund entsprechend seines Naturell annähernd gerecht zu werden. Wie aufspüren der Beute, Eingliederung und Unterordnung ins Rudel und Erkämpfen der Beute. „Dabei ist es wichtig zu betonen, dass das Kämpfen um die Beute und das Siegen über den Helfer beim Hund in keiner Weise Aggressivität gegen den Menschen erweckt, sondern sogar hilfreich ist, falls man eine allzu selbstbewusste Hundepersönlichkeit an der Leine hat“, betont Willi Bittner, Übungsleiter des Vereins.


[Zu dem Lied „We are the champions“ zogen die zehn Hovawart-Besitzer mit ihren Hunden ins Stadion zur Siegerehrung ein. ]

Der Hovawart ist ein wachsamer, gutmütiger und ausgeglichener Hund mit starker Bindung an die Familie. Präsident Peter Thome züchtet selbst Hovawart-Hunde. Seit 2008 ist er Präsident des Rassezuchtvereins. „Die Deutsche Meisterschaft ist der alljährliche Höhepunkt im Vielseitigkeitssport“, betont er. Nur die leistungsstärksten Teams, die sich über die Qualifikationen bis hierhin durchgesetzt haben, können an der Meisterschaft teilnehmen. Es sind die Spitzensportler des Rassezuchtvereins, zu dem sechs Landesgruppen gehören. Von der Landesgruppe Süd kam auch Leistungsrichter Helge Ludwig. Seit 41 Jahren gehört er zum Verein und bewertet seit 24 Jahren deutschlandweit die Leistung der Hovawart-Teams. Als Zuchtrichter ist der Augsburger sogar europaweit unterwegs und war sogar in den USA als Richter. Selbst hat er elf Hovawart-Hunde geführt und sieben Würfe gezüchtet. Er war für den Bereich „Unterordnung“ in Wiehl zuständig. Hier müssen die Hunde Apportierübungen durchführen, aus dem Laufen stehen bleiben oder auch ohne Leine frei folgen. Für den Prüfungsteil „Fährte“ beurteilte Heinz Kraus die Teams und Frauke Ortmann im Teil „Schutzdienst“.

###CONTENTGAL###