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Osterfeuer und Trockenheit sorgten für Probleme

ch; 24. Apr 2011, 13:30 Uhr
Bild: Martin Hütt --- Nur unter besonderen Auflagen durfte ein Osterfeuer in Marienheide weiterbrennen.
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Osterfeuer und Trockenheit sorgten für Probleme

ch; 24. Apr 2011, 13:30 Uhr
Oberberg – Innerhalb einer Stunde wurden die Feuerwehren im Kreis zu einem Waldbrand und einem brennenden Schuppen gerufen - Insgesamt 13 Notrufe wegen Osterfeuern. (AKTUALSIERT vom 23.4.2011)
Hitzige Stunden liegen bereits am frühen Abend hinter den Feuerwehrleuten im Oberbergischen. Um 16:40 Uhr gingen die ersten Notrufe bei der Leitstelle ein, die von einem Waldbrand in Gummersbach-Becke berichteten. Auf einer Fläche von 1.500 Quadratmetern stand dort Unterholz an der Beckestraße in Flammen. Auslöser war ein außer Kontrolle geratenes Gartenfeuer eines Anwohners. Über drei C-Rohre konnten die Flammen innerhalb einer halben Stunde unter Kontrolle gebracht werden, im Einsatz waren die Löschzüge I und III der Feuerwehr Gummersbach sowie ein Tanklöschwagen der Feuerwehr Marienheide mit insgesamt etwa 60 Mann.

Gegen 17:10 Uhr wurden dann die Einheiten Odenspiel und Nosbach zu einem Schuppenbrand an der Eichholzer Straße gerufen. Der Lagerplatz für getrocknetes Heu brannte bereits beim Eintreffen der 35 Feuerwehrleute in voller Ausdehnung. „Problematisch war die Löschwasserversorgung, weswegen wir eine rund 600 Meter lange Schlauchleitung legen mussten“, berichtete Wehrführer Hans-Uwe Koch. Warum der 10x4 große Schuppen auf freistehender Fläche in Brand geraten ist, ist bislang unklar.

Zu guter Letzt schrillten um 18:30 Uhr die Meldeempfänger der Marienheider Kameraden. An der Lingesetalsperre drohte ein angemeldetes Osterfeuer außer Kontrolle zu geraten. Die Feuerwehr kontrollierte die Brandstelle und verschärfte die Auflagen gegenüber den Veranstaltern. Ebenfalls größer als erwartet wurde ein Brand in Nümbrecht, weswegen das Brauchtumsfeuer abgelöscht wurde.

Auch die Abendstunden waren für viele Kameraden im Oberbergischen weniger mit feiern verbunden. Insgesamt 13 Notrufe zählte die Leitstelle von 17 Uhr bis 22 Uhr. Kreisweit meldeten die Anrufer Feuerschein und Rauchentwicklung zumeist aus Wäldern. Sieben Mal handelte es sich hierbei um angemeldete Osterfeuer, die während des Entzündens besonders imposant erschienen sein müssen. Neben dem Feuer in Gummersbach brannte auch in Radevormwald-Önkfeld ein kleines Waldstück. In Lindlar-Oberbüschem hatte eine Wiese in unmittelbarer Nähe zu einem Gastank Feuer gefangen, in Bernberg hatte sich ebenfalls eine kleine Fläche gegenüber des Schützenhauses entzündet. Für Kopfschütteln sorgte das Verhalten von Feiernden in Wipperfürth-Kupferberg. Dort war die Feuerwehr angerückt, nachdem mehrere Notrufe davon berichtet hatten, dass das Osterfeuer außer Kontrolle geraten sei. Als die Helfer aus ihren Fahrzeugen stiegen, wurden sie von den dort Anwesenden angegangen und beschimpft.