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Mer hole d’r Dom nach Denklingen

db; 7. Mar 2011, 12:38 Uhr
Bilder: Daniel Beer.
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Mer hole d’r Dom nach Denklingen

db; 7. Mar 2011, 12:38 Uhr
Reichshof - Zu Ehren des KG Rot-Weiß Mitbegründers Wolfgang Köckerling zog gestern das Wahrzeichen Kölns durch die Straßen - 10.000 Zuschauer verfolgten das Spektakel.
„Ohne ihn gäbe es das hier alles nicht“, meinte KG-Mitglied Franz Steinfort und blickte auf die Massen am Straßenrand, die gestern beim Denklinger Karnevalszug feierten. Gemeint war Wolfgang Köckerling, der die KG Rot-Weiß Denklingen vor 25 Jahren gründete. Zwar war der gebürtige Kölner nicht der einzige Gründungsvater, aber er hatte die Idee und suchte sich damals Mitstreiter. Zum Jubiläum hatte sich die KG deshalb etwas einfallen lassen. Lange war es ein Geheimnis und auch Köckerling hatte es erst am Sonntagmorgen erfahren. Zur „Würdigung einer karnevalistischen Glanzleistung“ bauten die Karnevalsfreunde Eiershagen eine Miniaturversion des Kölner Doms. Vorne durfte der Karnevals-Pionier selbst mitfahren und fleißig Kamelle verteilen.


[Wolfgang Köckerling.]

Das Kölner Wahrzeichen war natürlich der Blickfang für die gut 10.000 begeisterten Jecken, aber auch die anderen 41 Fahrzeuge und Gruppen hatten einiges zu bieten. Als "Blue-Man-Group" bahnten sich die „Beißer“ ihren Weg und trommelten kräftig auf Rohre und Tonnen. Sogar eine Nebelmaschine hatten die zehn Blauköpfe an Bord. In die Hölle ging es mit der Wilden 13 und einem „teuflisch“ schönen Wagen. „Wir essen lieber Wild“, sagten die Kelten und beschallten die Straßen mit Rockmusik. Bei den Antonellchen bekam man fast das Gefühl, sie würden gleich abheben. Die Heißluftballons entpuppten sich aber doch nur als gelungene Attrappen.



[Das Dreigestirn ließ sich feiern.]

Das Rathausteam beschäftigte sich mit der holprigen Sanierung des eigenen Arbeitsplatzes. Gleich dahinter lief Bürgermeister Rüdiger Gennis als Standartenträger und erfüllte sein Versprechen von der Prinzenproklamation. Ganz hinten fuhr der riesige Wagen des amtierenden Dreigestirns. Gemeinsam mit den Mariechen schmissen Prinz Stephan, Bauer Benny und Jungfrau Solina tonnenweise Kamelle und wurden zum Dank lautstark bejubelt. Und das alles nur wegen Wolfgang Köckerling. „Er ist es schuld“, schmunzelte Franz Steinfort.