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Familie verliert bei Hausbrand alles

mkj; 25. Dec 2010, 12:18 Uhr
Bilder und Videos: Michael Kleinjung --- Aufgrund der schlechten Wasserversorgung hatte die Feuerwehr keine Chance, das Ausbreiten der Flammen zu stoppen.
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Familie verliert bei Hausbrand alles

mkj; 25. Dec 2010, 12:18 Uhr
Marienheide - Ein vermeintlich harmloser Kaminbrand entwickelte sich in den frühen Morgenstunden zu einem Flammeninferno, bei dem innerhalb von wenigen Stunden eine Familie aus Dürhölzen ihr gesamtes Hab und Gut verlor.
Eine Tragödie spielte sich am heutigen Weihnachtsmorgen in Marienheide ab. Um halb acht stand ein riesiger Feuerschein mit dichter Rauchwolke über der winterverschneiten, schlafenden Marienheider Ortschaft Dürhölzen. Ein großes Einfamilienhaus am Ortsrand brannte lichterloh in voller Ausdehnung und keine Stunde später war klar, dass dieses nicht mehr zu retten war.

[Innerhalb von wenigen Minuten stand das komplette Gebäude in hellen Flammen.]

Angefangen hatte alles kurz nach fünf Uhr, als die Feuerwehren aus Marienheide und Kempershöhe zu einem Brand in dem Wohnhaus in den Kreuzgarten- weg gerufen wurden. Alles sah nach einem Rußbrand im Schornstein aus, der auch von der Feuerwehr entsprechend bekämpft wurde. Die Hausbewohner hatten derweil das Haus unbeschadet verlassen können. "Im Verlauf des Einsatzes bemerkten wir, dass auch Rauch aus den Decken und Wänden zog", so der Leiter der Marienheider Feuerwehr, Frank Hartkopf. Bei der Suche nach der Ursache wurden Decken und Schornsteinverkleidungen geöffnet, um an die Glutnester heranzukommen und abzulöschen.

Zur Unterstützung wurden die Feuerwehreinheiten Müllenbach-Dannenberg und Kalsbach nachalarmiert. Als Hauptursache der zunehmenden Verqualmung wurde die rund 80 Zentimeter dicke Zwischendecke eines ehemaligen Flachdachs ausgemacht, in deren Bereich es laut Hartkopf schon länger gebrannt haben musste. Das Feuer ist dann wohl plötzlich durchgezündet und binnen weniger Minuten stand der gesamte Dachstuhl und die Wohnung in Flammen.

Problematisch war die schlechte Wasserversorgung vor Ort, wozu noch eingefrorene Hydranten und zugefrorene Wasserentnahmestellen beitrugen. Tanklöschfahrzeuge aus Gummersbach, Hülsenbusch und Frielingsdorf-Scheel sorgten im Pendelverkehr für die Sicherstellung des Löschwassers. Zusätzlich war der Löschzug Wipperfürth und die Gruppe Dohrgaul sowie das DRK Marienheide zur Versorgung im Einsatz. Die siebenköpfige Familie kam zwischenzeitlich bei Nachbarn unter. Auch um 12:30 Uhr war die Feuerwehr noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.
Videos finden sich im Oberberg-Aktuell YouTube-Kanal.

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