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“Der zweite Platz ist auch gut”

ks; 12. May 2019, 21:05 Uhr
Bilder: Michael Kleinjung --- Start zum 11,7 Kilometer Lauf: Vorne weg mit der Nummern 16, Moritz Flader und 28, Michael Hilger, dazwischen die schnellste Dame mit der Nummer 34, Monika von Walchsee, und mit der Nummer 17 der drittplatzierte Mann Nicolas Shelton.
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“Der zweite Platz ist auch gut”

ks; 12. May 2019, 21:05 Uhr
Gummersbach – Moritz Flader belegt beim 39. Nordhellenlauf den ersten Platz – Monika von Walchsee erreichte als erste Frau das Ziel.
Von Katharina Schmitz

„Du bist schon hier? Ich dachte, du wärst direkt hinter mir“, scherzte Michael Hilger bei seinem Zieleinlauf in Hülsenbusch. Nachdem er Moritz Flader vor zwei Jahren noch auf den Silberrang verwies, musste er sich seinem Teamkollegen beim 39. Nordhellenlauf über 11,7 Kilometer geschlagen geben. Dabei hätten Flader und Hilger, die beide bei der LG Gummersbach aktiv sind, die erste Runde gemeinsam absolviert. „Die Strecke liegt mir. Durch ihren wellenartigen Verlauf bietet sie unterschiedliche Belastungen“, so Flader, der nach 44:03 Minuten das Ziel erreichte und so zum dritten Mal bei einem Nordhellenlauf den ersten Platz belegt.




[Der schnellste Läufer über 6 Kilometer Oliver Schuld.]

Hilger benötigte heute für seine Hausstrecke 52 Sekunden mehr als Flader: „Unterwegs dachte ich mir, der zweite Platz ist auch gut.“ Das Treppchen des Waldlaufs über 11,7 Kilometer komplettierte der Schweizer Nicolas Shelton (47:40 Minuten. Der Triathlet, der erstmalig am Nordhellenlauf teilgenommen hat, war in Begleitung seiner Familie sowie eines Schulfreundes seiner Kinder. „Wir achten darauf, dass es bei den Veranstaltungen auch immer Wettkämpfe für die Kinder gibt“, so Shelton. So nahm Tochter Syriel (12) am Jugendlauf über 3.000 Meter und die jüngeren Töchter Jeyhan (9) und Maelys (7) sowie Schulfreund Louis Möller (9) am Kinderlauf über 1.500 Meter teil.

Als erste Frau beim Waldlauf über 11,7 Kilometer erreichte Monika von Walchsee (Runnergy/54:17 Minuten) das Ziel. Den zweiten Platz belegte die Lindlarerin Anja Jackes (Lauftreff Lindlar/55:47 Minuten): „Ich hätte nicht gedacht, dass ich unter einer Stunde bleibe. Für mich war das heute eher ein Trainingslauf.“ Drittplatzierte wurde Christine Soest (56:54 Minuten). Den Waldlauf über 6 Kilometer absolvierten Oliver Schuld (TV 1906 Hülsenbusch/23:05 Minuten) und Lea Perisic (TV Kleinwiedenest) am schnellsten. Jussi Mustonen (6:11 Minuten) vom VfL Engelskirchen und Jil Heer (6:57 Minuten) vom TV 1906 Hülsenbusch erreichten beim Kinderlauf über 1.500 Meter als erstes das Ziel.


[Die beiden schnellsten Damen über 6 Kilometer: Lea Perisic und Helga Knipp-Diawuoh – unten: die zweit- und drittschnellsten Männer über 6 Kilometer: Bernd Feldhof (153) und Christoph Niemann (109).]

Beim nur vier teilnehmerstarken Jugendlauf über 3.000 Meter siegten Luis (13:18 Minuten) und Elisa Fiedler (13:48 Minuten) vom VfL Engelskirchen. Die 6 Kilometer im Nordic Walking brachten Hajo Siewer (Skiclub Olpe/40:08 Minuten) und Monika Podolak (45:35 Minuten) am schnellsten hinter sich.

Das heutige Wetter war ideal zum Laufen. Und trotzdem nahmen am 39. Nordhellenlauf des TV Hülsenbusch nur 97 Läufer teil. „Vergangenes Jahr konnte die Veranstaltung aufgrund vereister Waldwege nicht stattfinden. In diesem Jahr kam uns das Orkantief Eberhard in die Quere“, erinnerte sich Dorothea Holzschneider, Vorsitzende des TV Hülsenbusch. So seien die Sturmschäden des Orkans so gravierend gewesen, dass eine Umsetzung des normalerweise im März eines jeden Jahres stattfindenden Laufs nicht möglich gewesen sei. „Doch nachdem wir den Lauf bereits 2018 abgesagt hatten, wollten wir ihn in diesem Jahr unbedingt stattfinden lassen – und das einzig freie Datum war der Muttertag“, so Holzschneider.


[Der zweitplatzierte Walker Marius Podolak.]

Anfang März freuten sich die Veranstalter noch über 168 Voranmeldungen. Doch nach der Verschiebung sagten neben einigen Läufern die Schulen ab, die bereits 60 Kinder gemeldet hatten. Und so fand der 39. Nordhellenlauf mit einer dezimierten Teilnehmerzahl statt. Bleibt die Hoffnung, dass die nächstjährige Jubiläumsauflage des Nordhellenlaufs durch die höhere Gewalt verschont bleibt.

Alle Ergebnisse gibt es hier.