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Fußball am Wochenende kurz und kompakt

lo; 4. Apr 2019, 01:45 Uhr
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Fußball am Wochenende kurz und kompakt

lo; 4. Apr 2019, 01:45 Uhr
Oberberg - Hier erhalten Sie die wichtigsten Informationen zu den Spielen am kommenden Wochenende.
Zur Anmeldung zum Kreisliga A-Tippspiel

Vorschau Landesliga (21. Spieltag)

SSV Homburg-Nümbrecht – TuS Oberpleis (Sonntag, 15:15 Uhr).

Es fehlen: Alexander Epstein, Sebastian Ghofranifar, Maximilian Sackner, Daniel Kelm.

Einsatz fraglich: Julian Schwarz.

Zum Spiel: Keine Frage, nach der Pleite gegen den FV Wiehl war es um die Stimmung auf blau-gelber Seite schlecht bestellt. Spieler, Trainer und Fans schoben ob des anhaltenden Derbyfluchs gleichermaßen dicken Frust. Es lässt sich trefflich über die Entscheidungen des Unparteiischen, der aus Sicht der Gäste zweimal zu Unrecht nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte, streiten, doch letztlich haben sich die Schützlinge von Torsten Reisewitz die Niederlage selber zuzuschreiben. Denn an der fahrlässigen Chancenverwertung war der Referee schuldlos. „Natürlich hat der Schiri das Spiel in eine Richtung gelenkt, die es uns nicht einfach gemacht hat, aber uns fehlte die Konsequenz im letzten Drittel. Obwohl Wiehl tief verteidigt hat, hatten wir ein paar Überzahlsituationen im Sechszehner. Da muss es knallen“, schildert der Trainer.

Ansonsten hält sich Reisewitz mit Kritik zurück. Zwar habe die Mannschaft im Prestigeduell „zum wiederholten Male nicht geschafft, über 90 Minuten ihr Ding durchzuziehen“, und nach dem Rückstand „keinen kühlen Kopf bewahrt“, allerdings stellt der Coach die positiven Eindrücke in den Vordergrund. „Ich habe viele Dinge gesehen, auf die wir aufbauen können“, so Reisewitz, der unabhängig vom unbefriedigenden Ausgang konstatiert: „Man hat auch gegen Wiehl gesehen, dass wir deutlich kompakter als in der Hinrunde stehen und wenig zulassen. Jetzt müssen wir es hinbekommen, dass nicht jeder Fehler bestraft wird.“ Die Vorstellungen in den vier Matches nach der Winterpause seien zwischen „ansprechend“ und „richtig gut“ einzuordnen.

Nach den Ergebnissen der Begegnungen am Sonntag ist das Feld in der unteren Tabellenregion noch enger zusammenrückt, angeführt wird die breite Masse vom SSV und dem nächsten Gegner. Der TuS Oberpleis kassierte zum Saisonstart fünf Abfuhren am Stück, ehe Nümbrecht Aufbauhilfe leistete und den Mannen aus Königswinter den ersten Sieg gestattete. Seinerzeit hatten die Reisewitz-Kicker ebenfalls mit Schwächen im Abschluss zu kämpfen – und die Defensivschnitzer waren ein gefundenes Fressen für die Konterexperten um Kapitän Tim Miebach, die selten in Panik verfallen. Reisewitz: „Das gefällt mir an den Oberpleisern. Sie gehen mit jedem Spiel, aber auch mit der Gesamtsituation entspannt um, selbst wenn sie fünfmal in Folge verlieren.“ Ein gewisses Maß an Relaxtheit und Übersicht war genau das, woran es beim 0:2 auf der Eichhardt mangelte.                                

Thomas Ziegler (Gelb-Rot-Sperre) und Philipp Wirsing (Gehirnerschütterung) sind wieder mit an Bord, Kapitän Julian Schwarz wird von einem Infekt geplagt.  


VfL Rheinbach – FV Wiehl (Sonntag, 15 Uhr).

Es fehlt: Jared Jörgens.  

Einsatz fraglich: Kerem Kargin.

Zum Spiel: „Eine Minute nach dem Abpfiff des Derbys war ich mit den Gedanken schon beim nächsten Gegner.“ Während die Spieler den 2:0-Triumph gegen Nümbrecht ausgiebig bejubelten, ging Trainer Wolfgang Müller direkt zur Tagesordnung über. Seine Schützlinge durften den Sieg auskosten, der Coach beteiligte sich nicht an den Feierlichkeiten. „Es war überlebensnotwendig, dass wir die Punkte geholt haben - völlig unabhängig davon, wer der Gegner ist“, kann der Dreier für die Wiehler bloß ein Zwischenschritt auf dem Weg zur Rettung gewesen sein.

„Mich interessiert nur, dass wir nach dem letzten Spieltag am 16. Juni über dem Strich sind“, verdeutlicht Müller. Der Erfolg hing am seidenen Faden, weil der SSV die besseren Gelegenheiten besaß. Doch die Gastgeber warfen kämpferisch alles in die Waagschale, konnten sich auf einen starken Keeper David Jäckel verlassen und waren in den bangen Momenten mit Fortuna im Bunde. Zum sechsten Mal stand unter Müllers Leitung die Null. Die Defensivstabilität - das 2:5 gegen Flittard bildet bislang den einzigen Negativausreißer - ist der Schlüssel für das Gelingen der Mission Klassenerhalt, zumal sich der FV mit dem Toreschießen weiterhin schwertut.

Wiehl arbeitet sich im Tableau stetig nach oben und rechnet sich auch gegen den VfL Rheinbach etwas aus. Dafür müssen jedoch erneut jegliche Parameter passen. „In dieser Liga ist alles möglich, wenn man 100 Prozent abruft, ansonsten geht der Schuss gegen jeden Gegner nach hinten los“, sagt Müller. Die auf Rang vier gelisteten Rheinbacher glänzen mit Offensivpower, Stürmer Jan Euenheim führt die Torjägerliste mit 19 Treffern an. Auf die Hintermannschaft der Gäste wartet also eine Menge Stress. „Wir benötigen eine gute Spielidee, um dort zu bestehen“, betont Müller.

Kerem Kargin erlitt gegen Nümbrecht einen „Cut“ unter dem Auge, der mit zwei Stichen genäht wurde. Ob er einsatzfähig ist, entscheidet sich kurzfristig. Zudem grassiert eine Erkältungswelle innerhalb des Teams.   


Vorschau Bezirksliga (21. Spieltag)

FC Rheinsüd Köln – Eintracht Hohkeppel (Sonntag, 15:30 Uhr).

Es fehlt: Robin Theisen.

Einsatz fraglich: Jan Ruhnau-Geuenich, Yannick Jerusalem.

Zum Spiel: Die scheinbar unendliche Geschichte „Eintracht Hohkeppel und die unerklärlichen Aussetzer“ ist um ein Kapitel reicher. Der Auftritt gegen den FC Leverkusen avancierte zum Festival der vertanen Chancen. Die Hausherren liefen dem frühen Rückstand vergeblich hinterher. Klarste Möglichkeiten, darunter ein Foulelfmeter, wurden teilweise kläglich vergeben. Als die Gäste kurz vor Schluss das 0:2 erzielten, war die zweite Heimschlappe der Saison trotz des Anschlusstreffers von Dennis Weis besiegelt. Die Hohkeppeler mussten den zweiten Platz an Worringen abtreten und befinden sich nun wieder in der ungeliebten Verfolgerrolle.       

Der Dienstagabend wurde für ein Meeting unter Beteiligung der sportlichen Leitung, der Trainer und der Mannschaft genutzt. „Es war ein sehr, sehr gutes Gespräch“, berichtet der sportliche Leiter Kevin Theisen. „Wir haben alle an einen Tisch geholt, auch die Leute, die zuletzt weniger gespielt haben. Jedem muss bewusst sein, dass wir unsere Ziele nur dann erreichen, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen.“ Qualitativ ist der Eintracht-Kader zweifellos eines Aufstiegskandidaten würdig, der große Knackpunkt ist die Mentalität, speziell in Matches gegen die Klubs aus dem unteren Segment des Klassements.          

„Darauf kommt es bei uns zu 100 Prozent an“, sagt Theisen mit Blick auf die anstehende Aufgabe beim Tabellensechsten FC Rheinsüd Köln. „Wenn die Einstellung nicht passt, verlieren wir. Wenn es die Jungs verstanden haben, werden wir gewinnen.“ Mathias Hartwig wird das SVE-Trikot nicht mehr tragen. Entgegen der laut Theisen vor der Saison mit sämtlichen Akteuren getroffenen Vereinbarung, im Fall der Nichtnominierung für das Bezirksliga-Aufgebot bei der Reserve aufzulaufen, verzichtete Hartwig auf einen Einsatz in der Kreisliga D. Daraufhin ging man getrennter Wege. „Er hat gesagt, dass er lieber aufhört, als in der Zweiten zu spielen. Schade, dass er weg ist, aber wir machen bei unseren Prinzipien keine Ausnahme.“        
  

SC Germania Geyen – TuS Lindlar (Sonntag, 15:15 Uhr).

Es fehlen: Jonathan Spicher, Max Frangenberg.

Einsatz fraglich: Marc Bruch.

Zum Spiel: Nachdem der TuS Lindlar in der vorgezogenen Paarung gegen den TV Hoffnungsthal am vergangenen Donnerstag ein Remis verbuchen konnte, hat Trainer Markus Müller nach den Ergebnissen der Sonntagpartien keine Jubelsprünge vollführt. Berzdorf, Poll und Bensberg siegten, Frielingsdorf trotzte Spitzenreiter Porz ein Unentschieden ab. Auf der Kellertreppe ist der Andrang enorm. „Das zeigt, wie wichtig die vier Punkte gegen Hürth II und Hoffnungsthal waren. Das ist exakt das Polster, das wir auf den ersten Abstiegsplatz haben“, erklärt Müller. Noch sind die Lindlarer ihres eigenen Glückes Schmied, Patzer in den nun folgenden Vergleichen mit den unmittelbaren Tabellennachbarn sind allerdings tabu. 

„Wir müssen unser Ding durchziehen und unsere Hausaufgaben erledigen. Mehr können wir nicht tun“, so Müller vor der Reise in den Rhein-Erft-Kreis zum SC Germania Geyen, den Müller als „spielstark“ einstuft. „Das kommt uns hoffentlich ein Stück weit entgegen. Wir wissen um die Stärken und Schwächen des Gegners und werden versuchen, die passenden Mittel zu finden.“ Geyen hat ein halbes Dutzend gefährlicher Offensivkicker in seinen Reihen, ist jedoch zugleich vor Abwehrwacklern nicht gefeit. Das Hinspiel entschied der TuS mit 4:1 für sich. Jonathan Spicher (berufliche Gründe) fällt aus, Marc Bruch wird von gesundheitlichen Problemen geplagt. Marco Bong und Pascal Nguyen haben ihren Auslandsaufenthalt beendet und sind diensttauglich.          


SV Frielingsdorf – FC Hürth II (Sonntag, 15:15 Uhr).

Es fehlen: Niklas Grumann, Gianluca Fliegner, Jonas Dietz.

Zum Spiel: Der SV Frielingsdorf hamstert weiter fleißig Zähler für den Klassenerhalt. Am vergangenen Sonntag nahm man ein spätes, aber verdientes 3:3 aus Porz mit. Zuvor hatte der Primus vor eigener Kulisse erst einmal nicht die volle Punktzahl eingefahren. Die Leistung und der Teilerfolg beim designierten Meister geben Auftrieb für die heiße Saisonphase, wobei vor den Showdowns gegen die Konkurrenz noch eines der Topteams in der ONI-Arena gastiert. „Hürth ist ein Kaliber wie Worringen, Hohkeppel oder Porz. Für uns geht es darum, den Abstand zu den Mannschaften vor uns nicht größer werden zu lassen“, erklärt Sportdirektor Marco Ripplinger.        

Gegen das erwähnte Spitzentrio ist der SVF in der Rückrunde ungeschlagen geblieben, wieso sollte daher nicht auch gegen den Tabellenvierten ein Sieg gelingen? Mental seien die Spieler gut drauf. „Wir brauchen eine gute Mischung aus Fußball spielen und Fußball kämpfen“, sagt Ripplinger. „Wenn wir das abrufen, was wir in den letzten Wochen gezeigt haben, und einen Tick mehr Konzentration und Effektivität vor dem Tor an den Tag legen, können wir gewinnen.“ Mit einem Auge werden die Frielingsdorfer gewiss auf die anderen Plätze schielen. In Geyen, Berzdorf und Westhoven-Ensen duellieren sich die direkten Widersacher. Johannes Kisseler hat seine Gelbsperre abgesessen.               



Vorschau Kreisliga A (21. Spieltag)

SV Refrath – TSV Ründeroth (Sonntag, 15 Uhr).

Es fehlen: Edwin Olescher, Benedikt Heister, Michael Erdmann, Johannes Gewalt, Kai Münster.  

Einsatz fraglich: Marlon Cremer, Phillip Stein.  

Zum Spiel: Nach den Erfolgen gegen Biesfeld (4:2) und Nümbrecht II (3:1) strauchelte der TSV Ründeroth am vergangenen Wochenende im neuen Fußballjahr zum ersten Mal. Dank eines späten Dreierpacks entführte der SV Schönenbach die Punkte vom Ohl. „Aufgrund der Qualität, die der Gegner auf den Platz gebracht hat, war die Niederlage am Ende verdient“, sagt Coach Viktor Köhn rückblickend. Ein wenig ärgerlich war es aus Sicht der Hausherren indes schon, dass sich die Akkus in den Schlussminuten im Leerlauf befanden und der SVS die größeren Kraftreserven besaß. Als weiteres Hindernis gesellte sich der Ausfall der besten Torschützen Phillip Stein (Bänderverletzung) und Marlon Cremer (Zerrung) hinzu. „Das konnten wir nicht auffangen“, fehlten Köhn die personellen Alternativen.

Ob das Duo bis zur Partie gegen den SV Refrath fit wird, ist fraglich. Eine Rückkehr der beiden würde dem TSV gut zu Gesicht stehen, zumal die „Blues“ in der Defensive mitunter ziemlich unsicher unterwegs und die toranfälligste Mannschaft im bergischen Oberhaus sind. Andererseits hat der SVR an der heimischen Steinbreche erst einmal verloren und manchem Spitzenteam das Fürchten gelehrt. „Es ist unangenehm, dort zu spielen“, weiß Köhn. Mit einem Sieg könnte die junge Ründerother Equipe den Konkurrenten aus dem Rheinisch-Bergischen überholen und dem Klassenziel direkter Ligaverbleib näher rücken. „Ich denke, dass Refrath und wir vom Leistungsniveau her ähnlich strukturiert sind“, rechnet Köhn mit einem ausgeglichenen Spiel.

Die übrigen Partien des 21. Spieltages
SSV Homburg-Nümbrecht II – Jan Wellem Bergisch Gladbach (13 Uhr)
SSV Wildbergerhütte-Odenspiel – SSV Süng (15 Uhr)
TuS Untereschbach – Union Rösrath (15 Uhr)
SV Schönenbach – FV Wiehl II (15:15 Uhr)
VfR Wipperfürth – SV Altenberg (15:15 Uhr)
Blau-Weiß Biesfeld – Heiligenhauser SV II (15:15 Uhr)
spielfrei: Rot-Weiß Olpe

Zur Anmeldung zum Kreisliga A-Tippspiel 


Vorschau Frauenfußball (15. Spieltag)

Mittelrheinliga
Sportfreunde Ippendorf – Eintracht Hohkeppel (Sonntag, 13 Uhr)

Landesliga
FV Wiehl – SV Deutz 05 (Sonntag, 15:15 Uhr)

Bezirksliga
SV Morsbach – DJK SSV Ommerborn Sand (Sonntag, 11 Uhr)
Oberkasseler FV - TuRa Dieringhausen (Sonntag, 14 Uhr)
BSV Bielstein – Blau-Weiß Biesfeld II (Sonntag, 17 Uhr)


Vorschau Jugendfußball

A-Junioren Bezirksliga (18. Spieltag)
FV Wiehl – FC Rheinsüd Köln (Samstag, 16:30 Uhr)

B-Junioren Mittelrheinliga (20. Spieltag)
SV Bergisch Gladbach 09 – FV Wiehl (Sonntag, 11 Uhr)

C-Junioren Mittelrheinliga (6. Spieltag)
FV Wiehl – Borussia Lindenthal-Hohenlind (Samstag, 14:30 Uhr)

U14-Junioren Mittelrheinliga (6. Spieltag)
Viktoria Köln – FV Wiehl (Samstag, 14:30 Uhr).

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