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Remis bei Köhler-Premiere - Lindlar und THB siegen

lo,nh; 11. Apr 2013, 23:32 Uhr
Bilder: Oliver Müller --- Frielingsdorfs Peter Schnickmann sieht sich mit der waghalsigen Grätsche eines Gegenspielers konfrontiert.
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Remis bei Köhler-Premiere - Lindlar und THB siegen

lo,nh; 11. Apr 2013, 23:32 Uhr
Nümbrecht - Unentschieden im Kellerderby - Spitzenteams geben sich keine Blöße - Nümbrecht verliert in Porz - 'ONI-Wärmetrafo GmbH' präsentiert die Bezirksliga (AKTUALISIERT).
VfR Wipperfürth – SV Frielingsdorf 1:1 (0:1), vom 17. Spieltag.

Der Einstand des neuen SV-Coaches Ralph Köhler endete mit einem Remis, das den Gastgebern sicherlich mehr hilft als dem Schlusslicht. „Der Punkt ist in unserer Situation zu wenig, aber die Mannschaft hat gezeigt, dass sie lebt. Das war mir wichtig“, resümierte der SVF-Trainer nach dem Kellerderby, das schwer in die Gänge kam. Die größte Chance der ersten 45 Minuten besaß Abdu Turan, der nach einem langen Schlag von Adrian Grümer plötzlich frei durch war. Bastian Schneider wehrte den Schuss mit einer Fußparade ab (14.). Ansonsten war beiden Teams die Abstiegsangst anzumerken, viele Fehler prägten das Geschehen.


[Die Wipperfürther Mazlum Akyol (li.) und Abdu Turan wollen Jan Schmitz, der in der kommenden Saison zum VfR zurückkehrt, den Ball abluchsen.]

Wipperfürth, das ohne Patrick Althoff (Armbruch), Christopher Dreiner und Franco Lemke auskommen musste, bekam kein Tempo in seine Aktionen, weshalb die Gäste ein optisches Übergewicht besaßen. Per Freistoß besorgte David Frielingsdorf das 0:1 – schon im Hinspiel war der Abwehrchef mit einem ruhenden Ball erfolgreich. Auf Seiten des VfR versuchte es Dennis Grolewski mit einem Freistoß aus der Distanz – drüber (37.). Die Halbzeitansprache von Norbert Scheider fiel ziemlich laut aus, hatte aber eine positive Wirkung. „Wir waren viel aggressiver in den Zweikämpfen und standen näher an den Gegenspielern“, so der VfR-Trainer.



Benjamin Butter scheiterte mit einem Versuch aus der zweiten Reihe an Schneider (47.) und traf nach Zuspiel von Erald Harka den Ball nicht richtig (65.). Eine Minute später war es aber soweit: Der erst kurz zuvor eingewechselte Robert Bolz schlug auf der Außenbahn ein Luftloch und konnte die Flanke nicht verhindern. In der Mitte vollendete Dennis Grolewski in Mittelstürmer-Manier zum 1:1. Den Frielingsdorfern waren zu diesem Zeitpunkt deutliche konditionelle Defizite anzumerken, doch der VfR konnte in den Schlussminuten kein Kapital daraus schlagen.


[VfR-Trainer Norbert Scheider musste in der Halbzeit laut werden.]

„Wir sind mit dem Unentschieden zufrieden, wobei wir in der ersten Halbzeit nicht das umgesetzt haben, was wir können. Wir mussten einige wichtige Leute ersetzen, aber die jungen Burschen haben das richtig gut gemacht“, war Scheider nach dem Auftritt im zweiten Spielabschnitt versöhnt. Sein Gegenüber nahm derweil schon einmal die nächste Aufgabe ins Visier: Am Sonntag geht es zum Nachbarn und Spitzenreiter TuS Lindlar, das heutige Spiel hat viel Kraft gekostet. „Wir müssen jetzt kneten, kneten, kneten, damit wir im großen Derby elf gesunde Spieler auf den Platz schicken können.“ A-Junior Luca Rackow feierte sein Debüt im Trikot der 1. Mannschaft.       

Torschützen
0:1 David Frielingsdorf (30. Freistoß), 1:1 Dennis Grolewski (66.)

VfR Wipperfürth
Tobias Kapellen; Matthias Rodtmann, David Fronske, Michael Brandt, Benjamin Butter, Abdu Turan, Mazlum Akyol (75. Felix Formhals), Adrian Grümer, Tim Kappe (86. Marc Grundke), Erald Harka, Dennis Grolewski.

SV Frielingsdorf
Bastian Schneider; Tim Geisler, David Frielingsdorf (64. Robert Bolz), Johannes Kisseler, Tim Menzel, Fabian Höffgen, Daniel Buchmüller, Dennis Lüdenbach (72. Luca Rackow), Jan Schmitz, Peter Schnickmann, Christian Platz (72. Eduard Wotschel).



[Nach der Pause fanden die Wipperfürther besser in die Zweikämpfe.]

TuS Homburg-Bröltal – SC Rondorf 3:0 (2:0), vom 17. Spieltag.

Von einem Heim-Trauma zu sprechen, wäre sicherlich zu viel, aber aus den letzten drei Auftritten auf dem Grötzenberg konnte der THB lediglich einen Zähler mitnehmen. Dabei blieb das Team von Trainer Thorsten Nehrbauer ohne eigenen Treffer. „Deshalb ging es primär darum, mal wieder einen Heimsieg zu holen. Die Jungs auf den vorderen Positionen haben gut mit nach hinten gearbeitet. Dadurch standen wir sehr kompakt“, sagte der zufriedene Trainer nach den 90 Minuten, die sich für die Bröltaler bestens anließen. Kerem Kargin (8.) und Michael Will (15.) gaben mit ihren Möglichkeiten die Richtung vor, bis Önder Betin die heimische Torblockade löste. Die Führung gab den konzentriert auftretenden Hausherren zusätzliche Sicherheit. Der seit Wochen überragend spielende Innenverteidiger Dennis Heidenpeter sorgte auch auf der anderen Seite für einen Farbtupfer und köpfte einen Eckball von Kerem Kargin zum 2:0 in die Maschen. „Ich will ihn nicht zu sehr loben, aber für mich ist er bisher der Spieler der Rückrunde“, verteilte Nehrbauer ein dickes Kompliment.

Möglicherweise wäre auf den Abwehrmann in seinem eigentlichen Betätigungsfeld mehr Arbeit zugekommen, wenn Rondorf das Tor und nicht nur den Querbalken getroffen hätte (39.). Nach dem Seitenwechsel suchte Bröltal die schnelle Entscheidung und erneut war Heidenpeter beteiligt. Diesmal parierte der Gästekeeper jedoch stark (62.). Lange ärgern musste man sich über die vergebene Chance nicht, denn nur 60 Sekunden später nutzte Michael Will eine Kargin-Ecke zum 3:0. Damit war der Drops gelutscht, zumal ein Rondorfer sich kurz darauf einen Platzverweis einhandelte. Bröltal spielte die Partie locker nach Hause und hätte durch Kargin (83/89.) erhöhen können. Marco Engels hielt mit einer Parade in der 87. Minute die Null fest. Kleiner Schönheitsfleck: Fahri Ceylan erhielt noch die Ampelkarte.              

Tore
1:0 Önder Betin (17. Michael Will), 2:0 Dennis Heidenpeter (35. Kerem Kargin), 3:0 Michael Will (63. Kerem Kargin)

Besondere Vorkommnisse  
Gelb-Rot für einen Rondorfer Spieler (67.)
Gelb-Rot für den Bröltaler Fahri Ceylan (90.)

TuS Homburg-Bröltal
Marco Engels; Bastian Sellau, Robert Mikoschek, Dennis Heidenpeter, Fahri Ceylan, Adrian Mikoschek, Festim Mimini (78. Eduard Kelm), Dennis Kuczka, Kerem Kargin, Michael Will (65. Fitim Dauti), Önder Betin.



[Ralph Köhler konnte in seinem ersten Spiel als SVF-Coach einen Punkt notieren.]

TuS Lindlar – SV Refrath 3:0 (1:0), vom 17. Spieltag.

Keine Blöße gab sich der Tabellenführer gegen das Kellerkind aus Refrath. Doch Zufriedenheit wollte bei TuS-Trainer Werner Thies nicht aufkommen. „Das war ein richtiges Drecksspiel. Nur zehn Minuten pro Halbzeit waren wir gut“, so sein Urteil. Doch das sollte dennoch reichen, um einen 3:0-Heimsieg zu feiern. In den Anfangsminuten traten die Hausherren wie ein Spitzenreiter auf und ließen den Ball erfreulich sicher in den eigenen Reihen laufen. Robin Theisen machte sich in der 13. Minute über den Flügel auf die Reise, zog nach innen und wollte querlegen. Der Ball wäre auch fast angekommen, doch im letzten Moment war der Gegner dazwischen. Lindlar hatte aber Fortuna auf seiner Seite und so kam das Leder zu Theisen zurück, der dann sicher einschob. „Danach war unser Spielfluss wie abgeschnitten“, konnte Werner Thies nicht glauben, was sich seine Mannschaft nun zusammenspielte. Michael Krestel hatte kurz vor der Pause eine gute Eins-gegen-Eins-Situation, scheiterte aber knapp. Den Rest der Hälfte wollte Thies lieber schnell vergessen.


[In einem Derby geht es nun einmal zur Sache...]

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel der Gastgeber wieder besser. Florian Harnisch wurde in vollem Tempo angespielt, konnte den Ball mitnehmen und die Kugel zum 2:0 im Refrather Gehäuse unterbringen. Nur neun Minuten später war es Leon Teschendorf, der Übersicht bewies und klug auf Krestel ablegte, der eiskalt vollstreckte. Nun verflachte die Partie zusehends. Da aber die TuS-Defensive um den starken Abräumer Stefan Pilgram sicher stand, kam der klare Sieg nicht mehr in Gefahr. Lindlars Coach gönnte den Torschützen Teschendorf und Harnisch am Ende eine Pause, auch weil Erstgenannter mit Gelb vorbelastet war. „Hoffentlich haben sich meine Spieler alles für Sonntag aufbewahrt“, blickte Thies schon in die Zukunft. Bereits in drei Tagen kommt es zum Derby mit den Frielingsdorfern.

Tore
1:0 Robin Theisen (13.), 2:0 Florian Harnisch (57.), Michael Krestel (66.).

TuS Lindlar
Sascha Nußbaum; Moritz Stellberg, Wael Majouj, Stefan Pilgram, Robin Theisen, Martin Reif (85. Julian Haas), Christoph Chylla, Leon Teschendorf (74. Anton Zeka), Florian Harnisch (74. Rico Brochhaus), Jendrik Müller Michael Krestel.

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Prometheus Porz - SSV Homburg-Nümbrecht 3:2 (1:0), vom 17. Spieltag.

„Bei uns ist zurzeit der Wurm drin. Das Wort Aufstieg brauchen wir nicht mehr in den Mund zu nehmen, wir müssen uns erst einmal neu sortieren“, sagte ein enttäuschter Hans Jordan nach der Pleite beim Tabellenvorletzten. Da kurzfristig sieben Akteure nicht zur Verfügung standen, reisten die Nümbrechter mit gerade einmal 13 Spielern zum Asche-Gastspiel im Kölner Vorort. Auf Aushilfen aus der A-Jugend konnte Jordan nicht bauen, da die passenden Kandidaten heute Abiturprüfungen hatten. Dennis Lepperhoff verpasste das 0:1 (20.), bevor eine Unaufmerksamkeit in der SSV-Defensive den Gastgebern die Führung ermöglichte. Lepperhoff egalisierte kurz nach Wiederbeginn, doch lange durften die Gäste sich nicht freuen, weil ein weiteres Missverständnis zum neuerlichen Rückstand führte.

Aus Sicht von Jordan ein irreguläres Tor: „Das war klar Abseits, aber damit muss man leben.“ Der Platzverweis für Sebastian Ghofranifar war für den Übungsleiter ebenfalls fragwürdig. „Genauso lächerlich wie die gelb-rote Karte für Max Lomnitz am Sonntag gegen Lindlar“, kommentierte Jordan die Szene. Trotz Unterzahl traf Lepperhoff zum zweiten Mal. Daraufhin wollte der Coach die Schotten dicht machen und mit Jonas Wagner eine zusätzliche Defensivkraft einwechseln. In diesem Moment vertändelte Daniel Kelm an der Mittellinie den Ball und eröffnete Porz auf diese Weise die Möglichkeit zum 3:2. Die Schlussoffensive der Nümbrechter war nicht mehr von Erfolg gekrönt. „Die individuellen Fehler brechen uns zurzeit das Genick“, stellte Jordan fest.   

Tore
1:0 (44.), 1:1 Dennis Lepperhoff (51.), 2:1 (56.), 2:2 Dennis Lepperhoff (73.), 3:2 (75.).

Besonderes Vorkommnis
Gelb-Rot für den Nümbrechter Sebastian Ghofranifar (70.).  

SSV Homburg-Nümbrecht
Benjamin Kurth; Julian Balthes, Sebastian Ghofranifar, Alexander Epstein, Christoph Roth, Max Lomnitz, Sebastian Schwarz, Daniel Kelm (80. Simon Bubenzer), Christian Rüttgers (76. Jonas Wagner), Dennis Lepperhoff, Stefan Rößler.
  
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